ANG THONG – Eine Pressekonferenz zum Tod eines fünf Tage alten Säuglings hat das Ang Thong Hospital in eine schwere Vertrauenskrise gestürzt. Direktorin Parichat Sirawat und ein weiterer Arzt lächelten und lachten vor laufenden Kameras, während sie Vorwürfe der Eltern zurückwiesen. Das Krankenhaus bestreitet jeden Zusammenhang zwischen einer internen Feier auf der Intensivstation und dem Tod des Kindes.
Lächeln und Lachen vor Journalisten
Am 21. Juli traten Klinikchefin Parichat Sirawat und ein nicht namentlich genannter Arzt vor die Presse. Was folgte, löste sofort öffentliche Empörung aus: Als Reporter nach möglichen rechtlichen Schritten gegen die Eltern fragten, grinste und lachte das Duo kurz, ehe es antwortete.
Das Krankenhaus beteuerte später auf Facebook, das Lächeln sei nur kurz gewesen und eine natürliche Reaktion beim aufmerksamen Zuhören der Journalisten. Man habe weder Freude ausdrücken noch die Familie verspotten oder das tote Kind respektlos behandeln wollen.
Feier-Vorwurf auf der Neugeborenen-Intensivstation
Im Zentrum des Konflikts steht der Vorwurf der Eltern: Das Personal habe in der Neonatal Intensive Care Unit (NICU) ein Festmahl abgehalten – während ihr Baby dort um sein Leben kämpfte. Die Krankenhausleitung räumte eine Zusammenkunft ein, bestreitet aber entschieden einen Zusammenhang mit dem Tod.
Parichat Sirawat erklärte, das Team habe sowohl die Mutter während der Schwangerschaft als auch den Säugling nach der Geburt nach medizinischen Standards versorgt. Das Personal habe sein Bestes gegeben, so die Direktorin.
Vorgeschichte und schwere Komplikationen
Laut Krankenhaus wog das frühgeborene Baby 4.305 Gramm – überdurchschnittlich für eine Frühgeburt. Die Mutter litt unter Diabetes, Bluthochdruck und erlitt einen vorzeitigen Blasensprung. Beim Säugling traten etwa eine Stunde nach der Geburt Atembeschwerden und niedrige Blutsauerstoffwerte auf.
Die Ärzte diagnostizierten persistierenden pulmonalen Bluthochdruck und einen Sepsis-Verdacht. Das Kind kam sofort auf die NICU und wurde engmaschig überwacht und behandelt – letztlich überlebte es nicht.
Keine Klage – aber eine Forderung nach Entschuldigung
Das Krankenhaus will die Eltern nicht verklagen. Sollte die interne Untersuchung jedoch ergeben, dass das Personal korrekt gehandelt hat, erwartet es eine Entschuldigung der Eltern beim medizinischen Team. Begründung: Die Beschäftigten seien nach dem Fall massiver öffentlicher Kritik ausgesetzt.
Parichat Sirawat betonte, die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen. Erst danach lasse sich sagen, ob das Krankenhaus ein Verschulden treffe.
Vater enttäuscht – öffentliche Kritik reißt nicht ab
Der Vater des verstorbenen Kindes nannte das Verhalten der Ärzte vor der Presse enttäuschend und angesichts der ernsten Lage unangemessen. Auch in sozialen Medien wurde der Auftritt heftig angeprangert.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Viele Nutzer hinterfragten, wie ausgerechnet Klinikchefin und Arzt bei einer solchen Konferenz lächeln konnten. Das Krankenhaus sieht sich seitdem einem massiven Vertrauensverlust gegenüber.
Krankenhaus gelobt transparente Aufarbeitung
Das Ang Thong Hospital kündigte an, die Untersuchung zügig und offen zu führen. Ziel sei es, die Fakten schnell festzustellen und Fairness für alle Beteiligten zu gewährleisten.
Lesen Sie auch: Tot nach 5 Tagen: Klinik räumt Party in Neugeborenen-Intensivstation ein
Die Klinik betonte, sie nehme die Vorwürfe ernst und wolle mit der Aufarbeitung das verlorene Vertrauen zurückgewinnen.

Na so lange das Krankenhaus sich selbst untersucht…….