Thailand räumt auf: Ausländischer Landraub-Stopp

Jetzt greift das Erfolgsmodell der Insel auch landesweit: Thailand will mit "Phuket-Modell" endlich illegal besetztes Land zurückerobern.

Thailand räumt auf: Ausländischer Landraub-Stopp
Photo by Vitaly Sacred on Unsplash

BANGKOK – Die Regierung macht Ernst im Kampf gegen illegale Landnutzung und weitet das „Phuket-Modell“ auf das ganze Land aus. Premierminister Anutin Charnvirakul hat eine lückenlose Überprüfung aller staatlichen Flächen angeordnet. Ziel ist es, Nationalparks, Waldreservate und öffentliches Land von unrechtmäßigen Besetzern zurückzuholen.

Phuket wird zur Blaupause für den Kampf um Thailands Boden

Die stellvertretende Regierungssprecherin Lalida Periwattana erklärte am 30. Juli, dass alle zuständigen Behörden angewiesen wurden, dem Leitfaden des „Phuket-Modells“ zu folgen. Der Ansatz sieht vor, die Landnutzung in geschützten Gebieten Quadratzoll für Quadratzoll zu durchleuchten.

Im Fokus stehen unrechtmäßig ausgestellte Eigentumsurkunden, Grundbesitz durch Strohmänner und die illegale Nutzung von Staatsflächen. Die Kontrollen werden auf ganz Thailand ausgeweitet, um die natürlichen Ressourcen des Landes zu schützen.

Anutin ordnet hartes Durchgreifen an

Der Premierminister, zugleich Innenminister, fordert eine strikte Durchsetzung der Gesetze. Die Überprüfung der Eigentumsurkunden erfolgt rückwirkend.

Zusätzlich schaltete die Regierung das Amt zur Bekämpfung der Geldwäsche ein, um Finanzströme und Vermögenswerte zu durchleuchten, die mit den illegalen Landgeschäften zusammenhängen.

Stellvertreter und Umweltminister an der Spitze

Für die Umsetzung sind zwei erfahrene Politiker verantwortlich. Stellvertretender Premierminister Songsak Thongsri steuert die politische Linie.

Umweltminister Suchart Chomklin koordiniert die Arbeit zwischen Forstamt und allen weiteren beteiligten Behörden. Die zurückgewonnenen Flächen sollen wieder zu öffentlichem Land oder Waldgebieten werden.

Erste Erfolge nach 28 Jahren Stillstand

Das Modell zeitigt bereits Wirkung. Es gelang, das nationale Waldreservat Khao Nak Koet zurückzugewinnen, ein Gebiet, das fast drei Jahrzehnte lang umstritten war.

Gleichzeitig läuft der Abriss illegaler Bauten an prominenten Stränden. Betroffen sind Bauwerke am Nui Beach, am Freedom Beach und im Sirinat-Nationalpark, die dort in staatliche Flächen eingedrungen sind.

Illegale Hotels im Visier der Behörden

Die Regierung beschleunigt zudem die Überprüfung von Hotels in Phuket, die ohne gültige Betriebserlaubnis arbeiten. Diese Unterkünfte gefährden nach offizieller Lesart die Sicherheit von Touristen und Einheimischen.

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Besonders im Fokus stehen Eindringlinge an Berghängen. Treppen und Bauten, die den Zugang zum Strand versperrten und für die unerlaubt Gebühren von Besuchern kassiert wurden, werden beschleunigt abgerissen.

Thap-Lan-Nationalpark als nächster Schauplatz

Nach den Aktionen in Phuket richtet sich der Blick bereits auf andere Landesteile. Der umstrittene Thap Lan-Nationalpark soll nach demselben Muster von illegalen Landnutzungen befreit werden.

Die Regierung will mit diesem Modell den Grundsatz durchsetzen, dass thailändischer Boden allen Thailändern gehört. Die Behörden prüfen alle Fälle koordiniert und leiten rechtliche Schritte ein.

Öffentlicher Zugang soll wiederhergestellt werden

Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Nutzung der Strände und Wälder für die Allgemeinheit zurückzugewinnen. Illegale Sperren und private Bereiche an öffentlichen Plätzen werden entfernt.

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Das Konzept soll nachhaltig den Schutz der Ressourcen sichern und die Interessen des Landes wahren.

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Quelle: Thairath

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