PATTAYA – Der australische LKW-Fahrer Simon Carman (45) könnte im Mordfall an der thailändischen Jugendlichen Tunchanok Donhomla (17) mit einer drastisch verkürzten Haft rechnen. Eine Entschädigungszahlung an die Familie des Opfers und ein Schuldbekenntnis würden das Strafmaß nach thailändischem Recht deutlich drücken.
Leiche im Koffer nahe Bahngleisen entdeckt
Carman sitzt im Untersuchungsgefängnis von Pattaya in Haft. Ihm wird vorgeworfen, die 17-jährige Tunchanok, die auch Cake genannt wurde, getötet zu haben.
Ihre Leiche wurde in einem Koffer entdeckt, der im hohen Gras neben Bahngleisen abgelegt worden war. Der Australier bestreitet den Mord und gibt an, in Notwehr gehandelt zu haben.
Festnahme am Flughafen von Bangkok
Der aus dem Süden von Perth stammende Mann wurde am internationalen Flughafen der Hauptstadt gefasst.
Carman kam direkt in Haft. Seitdem zeigt Carman laut Polizeiangaben keinerlei sichtbare Gefühlsregung; er hat auch noch keinen Besuch erhalten.
Entschädigung könnte Strafe halbieren
Nach Angaben von Polizeiquellen, die die Daily Mail zitiert, ist eine finanzielle Wiedergutmachung für die Eltern Thongchai Donhomla und Oradee Bussarakum Teil des Prozesses. Eine Million Baht – umgerechnet etwa 43.000 australische Dollar – sei als Beispielsumme genannt worden.
Das entspricht rund acht Jahreslöhnen bei provinziellem Mindestlohn. Ein Schuldbekenntnis könnte das Strafmaß um die Hälfte reduzieren, eine von der Familie akzeptierte Entschädigungsvereinbarung hätte vor Gericht erhebliches Gewicht.
Sieben Jahre Haft denkbar – letztes Wort beim Gericht
Falls das Gericht eine Strafreduzierung um 50 Prozent vornimmt und die Entschädigungszahlung positiv wertet, könnte Carman bereits nach sieben Jahren wieder freikommen. Die reine Zahlungsbereitschaft verhindert eine Strafverfolgung jedoch nicht automatisch.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch kein Urteil. Laut thailändischem Recht liegt die endgültige Entscheidung über die Strafhöhe allein beim zuständigen Gericht.
Einzelhaft im Krankenflügel
Gefängnisbeamte bestätigen, dass Carman aus Sicherheitsgründen getrennt von den übrigen Häftlingen untergebracht wurde. Er befindet sich im Krankenflügel des Pattaya Remand Prison.
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Dort kann er bis zu 84 Tage bleiben, während die Polizei weiter Beweise sammelt. Bislang gilt er als kooperativ.



Dieser Mörder ist doch ohnehin schadensersatzpflichtig. Die gerechte Strafe darf für den auf keinen Fall reduziert werden, nur weil er einen Ausgleich zahlt!
„Blutgeld“ und schon wieder soll das materielle die Waagschale von Recht und Moral auspendeln.
Auch wenn das erstmal Spekulation ist, genau so wie eine Halbierung der Haftstrafe 7/14 ohne das eine definierte Anklage besteht, bleibt dann noch das Fragezeichen zur Kooperation des Täters?Schuldbekänntnis zu welcher Straftat?
Typisch Thailand, mit Geld kann man sich freikaufen, und das bei Mord. Das kann verstehen wer will, ich nicht.
Nach den vorliegenden Informationen war die Tat kein geplanter vorsätzlicher Mord, sondern anscheinend ein Streit, der außer Kontrolle geriet. Nach deutschen und auch wahrscheinlich nach thailändischen Recht würde man von Totschlag reden. Ein finanzieller Ausgleich wird die Tochter nicht wieder lebendig machen. Genauso wie ein Ausbleiben einer Zahlung. Von daher ist doch das erste wenigsten für die Familie erstrebenswert. Über die Höhe des Ausgleiches kann man sich natürlich streiten. Außerdem gilt: Andere Länder, andere Sitten.
Die Frage ist was ist passiert, wurde er Erpresst,Bedroht, MIT dem Messer usw. er hat nicht mal gewusst das sie 17 ist. Was macht eine 17Jährige im Rotlichtviertel. Was haben sich die Eltern sich überhaupt dabei gedacht eine 17 jährige nach Pattaya(hier wieder Erziehung Frage in TH). Also Sachlich bleiben
Wie viel ist ein Menschenleben Wert, was kostet es?