Bangkok: 19-Jähriger mit 600.000 Baht aus Call-Center-Betrug gefasst

Über 600.000 Baht Bargeld in den Taschen! Beamte stoppten einen 19-Jährigen bei verdächtigen Abhebungen. Der Teenager packt über Hintermänner aus – doch wer steckt wirklich hinter dem skrupellosen Call-Center-Netzwerk?

Bangkok: 19-Jähriger mit 600.000 Baht aus Call-Center-Betrug gefasst
ThaiRath

BANGKOK – Polizisten in der Soi Ramkhamhaeng 51/3 staunten nicht schlecht, als sie einen Teenager am Geldautomaten kontrollierten: Der 19-Jährige hatte 607.000 Baht Bargeld und vier fremde ATM-Karten bei sich.

Verdächtige Abhebe-Serie in Ramkhamhaeng

Am Montagnachmittag gegen 15:30 Uhr fiel einer Streife der Huamark Police ein junger Mann mit rotem Integralhelm auf, der immer wieder Bargeld an einem Automaten der Krungsri Ayutthaya Bank zog.

Sein Verhalten war so auffällig, dass die Beamten ihn sofort ansprachen und neben seinem rot-schwarzen Honda-Scoopy-i-Motorrad befragten.

107.000 Baht in der Tasche, 500.000 unterm Sitz

Bei der ersten Durchsuchung förderten die Beamten 107.000 Baht in seinen Hosentaschen, vier Geldautomatenkarten und ein iPhone 13 zutage. Die Karten waren auf vier verschiedene thailändische Namen registriert.

Dann öffneten sie den Sitz des Motorrads und fanden ein weiteres, dickes Geldversteck – 500.000 Baht in bar. Macht zusammen 607.000 Baht.

Der 19-Jährige aus Chiang Rai: „Ich bin nur Kurier“

Der Teenager wurde als Patchara, 19, aus dem Bezirk Mae Fah Luang in Chiang Rai identifiziert. Laut seinen Angaben hatte ein unbekannter chinesischer Mann ihm die vier Karten übergeben.

Seit April hob er immer wieder Bargeld ab und übergab jeden Baht später an den Mann – als Lohn gab es 1.000 Baht pro Abhebung.

Polizei wittert Callcenter-Betrug – Karteninhaber im Fokus

Ermittler gehen davon aus, dass die Transaktionen Teil eines Callcenter-Betrugs sind. Haftbefehle gegen die vier Karteninhaber gibt es noch nicht, möglicherweise weil Geschädigte noch keine Anzeige erstattet haben.

Als Nächstes werden die Beamten alle vier Kartenbesitzer kontaktieren und zur Sache befragen – sie wollen klären, wie die Karten in die Hände des 19-Jährigen kamen.

Jagd nach dem unbekannten Chinesen – Opfer sollen sich melden

Gleichzeitig fahndet die Polizei nach dem chinesischen Staatsbürger, der die Abhebungs-Tour mutmaßlich gesteuert hat. Seine Vernehmung könnte andere Mitglieder des kriminellen Netzwerks ans Licht bringen.

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ZUM ANGEBOT

Mögliche Opfer, die Geld auf Konten der genannten Namen überwiesen haben, ruft die Polizei auf, sich bei den Ermittlern der Huamark Police Station zu melden.

Alle Beweise sicher – noch keine Anklage

Bargeld, Karten, iPhone und das Honda-Motorrad bleiben unter polizeilicher Kontrolle. Gegen den jungen Mann aus Chiang Rai wurde bislang keine Anklage erhoben.

Die Polizei plant, die vier Karteninhaber zu befragen, um zu klären, ob sie in den Betrug involviert sind oder ob ihre Karten missbräuchlich verwendet wurden.

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Quelle: Thai Examiner

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