Bangkok Airport: Falscher Pass entlarvt internationales Schleuser-Netz

Nach dem Auffliegen eines Schleuser-Rings am Suvarnabhumi Airport jagt die Polizei nun einen weiteren Verdächtigen. War Thailand nur der Ausgangspunkt für ein perfides globales System aus gefälschten Identitäten?

Bangkok Airport: Falscher Pass entlarvt internationales Schleuser-Netz
SiamRath, ThaiExaminer

BANGKOK, THAILAND – Ein sri-lankischer Mann (etwa 20) wurde am Suvarnabhumi Airport festgenommen, weil er mit einem gefälschten kanadischen Pass versuchte, nach London zu fliegen. Die Kontrolle am Gate C5 löste eine flughafenübergreifende Untersuchung aus, die einen zweiten Verdächtigen an Don Mueang, belastende Videoaufnahmen, Handynachrichten und eine landesweite Beobachtungsliste zu Tage brachte. Die Behörden vermuten ein transnationales Schmuggelnetzwerk und haben die Kontrollen an allen Flughäfen deutlich verschärft.

Festnahme am Gate C5

Der Vorfall begann am Sonntag, dem 31. Mai, am Gate C5 des Suvarnabhumi Airport, als der Mann versucht haben soll, in Flug TG916 nach London Heathrow einzusteigen. Bei der Routinekontrolle legte er einen kanadischen Pass auf den Namen „Mr. A“ vor, den die Beamten als gefälscht einstuften.

Die Ermittler identifizierten den Reisenden als einen etwa 20 Jahre alten sri-lankischen Staatsbürger, „Mr. K“. Sein gefälschter Pass wurde beschlagnahmt, und die Behörden leiteten rechtliche Schritte wegen gefälschter Reisedokumente ein.

Spur führt nach Don Mueang

Nach dem Fund des gefälschten Dokuments setzten die Einwanderungsbehörden die in dem Pass genannte Identität auf eine landesweite Warnliste. Kurz darauf wurde eine Person identifiziert, die mit diesem Eintrag übereinstimmte und am Don Mueang Airport gemeldet wurde.

Der als „Mr. A“ geführte Verdächtige war mit einem kanadischen Pass gebucht und sollte mit AirAsia-Flug AK887 nach Kuala Lumpur weiterfliegen. Das Visum dieses Mannes wurde widerrufen und er wurde in Gewahrsam genommen; die Behörden ordneten eine beschleunigte Untersuchung an.

Videoaufnahmen und Handynachrichten als Beweis

Auswertungen von Überwachungskameras ergaben, dass „Mr. A“ am selben Tag am Suvarnabhumi eingecheckt hatte; Aufzeichnungen zeigen, dass seine Bordkarte gegen 09:11 Uhr ausgestellt wurde. Die Ermittler sehen diesen Zeitpunkt als wichtigen Anknüpfungspunkt für die Verbindung zwischen den Verdächtigen.

Zudem beschlagnahmten Beamte Mobiltelefone und fanden Nachrichten mit Anweisungen, was man bei Kontrollen sagen solle. Bei Mr. K wurden außerdem Bordkarten für Flüge nach Mumbai und weiter nach Colombo gefunden, die Teil der Beweismittel sind.

Behörden sprechen von organisierter Struktur

Die Einwanderungsbehörden und die Royal Thai Police gehen nach eigenen Angaben über einen Einzeltäter hinaus und vermuten Lieferanten gefälschter Dokumente, Reisekoordinatoren und Hintermänner. Der Fall wird als Test für das Vorgehen gegen illegale Einwanderung und grenzüberschreitende Kriminalität gewertet.

Polizeigeneralmajor Kathathorn Khamthiang betonte, dass die Ermittlungen ausgeweitet werden müssten: „Gemäß der Politik von Polizeigeneral Kittirat Phanphet hat die Einwanderungsabteilung 2 ihre Inspektionen an allen Flughäfen verbessert. Diese Festnahme betrifft nicht nur die Nutzer falscher Pässe, sondern wir müssen auch diejenigen verfolgen, die Dokumente bereitstellen, Reisen koordinieren, erleichtern und alle Beteiligten unterstützen.“

Flughäfen werden stärker kontrolliert

Als Reaktion auf den Fall haben die Behörden die Inspektionen an allen Flughäfen verstärkt und den Einsatz von Technologie, Datenbanken und proaktiven Ermittlungen ausgeweitet. Vorgaben des National Police Chief sehen ein dreimonatiges hartes Durchgreifen gegen illegale Einwanderung und organisierte Netze vor.

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Unter anderem wurden Screening-Maßnahmen landesweit verbessert; die Zusammenarbeit mit Fluggesellschaften und der schnelle Informationsaustausch zwischen Kontrollpunkten gelten als zentrale Maßnahmen, um Thailand nicht als Transit- oder Operationsbasis für Kriminelle zuzulassen.

Nächste Schritte der Ermittler

Die Behörden wollen nun die Herkunft des gefälschten kanadischen Passes zurückverfolgen und alle Beteiligten identifizieren, etwa die Passlieferanten, Reise-Koordinatoren und Unterstützer. Für Mr. K wurden rechtliche Schritte wegen gefälschter Reisedokumente eingeleitet; Mr. A verlor sein Visum und befindet sich in Haft, während die Untersuchungen landesweit fortgeführt werden.

Die Royal Thai Police und das Immigration Bureau setzen die landesweite Razzia gegen illegale Einwanderung und organisierte Kriminalität fort. Dabei werden verstärkt Geheimdienstdaten und technische Überwachung eingesetzt, um weitere Verdächtige zu ermitteln und das Schmuggelnetzwerk zu zerschlagen.

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Quelle: Thai Examiner

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