Bier & Damen im Tempel: Der Skandal von Chiang Mai

Mönche feiern heimlich Partys mit Alkohol und Hostessen im Tempel. Behörden warnen: Werden weitere Details bekannt, droht den Mönchen Ungemach.

Bier & Damen im Tempel: Der Skandal von Chiang Mai
KhaoSod English

CHIANG MAI – Buddhistische Behörden in Chiang Mai haben Mönche eindringlich davor gewarnt, während der heiligen Klausurzeit Khao Phansa private Partys in Tempeln zu feiern. Hintergrund sind Berichte über nächtliche Treffen mit Unterhaltungspersonal und Alkohol in Mönchsunterkünften. Einem Insider zufolge liegen den Behörden Fotos und eine Liste mutmaßlich beteiligter Mönche vor.

Berichte und Fotos erreichen die Behörden

Ein Inspektionskomitee des buddhistischen Provinzamts Chiang Mai hat am Samstagmorgen brisantes Material erhalten. Dazu gehören Augenzeugenberichte, Fotografien und eine Namensliste von Mönchen, die an den verbotenen Zusammenkünften beteiligt gewesen sein sollen.

Die Vorwürfe richten sich gegen eine breite Gruppe vom einfachen Tempelbewohner bis hin zum Abt. Die Treffen sollen in Tempeln in der gesamten Provinz stattgefunden haben.

Alkohol und Unterhaltungspersonal in den Tempeln

Die Mönche sollen die Partys spätabends in ihren privaten Wohnräumen organisiert haben. Dazu luden sie Berichten zufolge gezielt Unterhaltungspersonal ein. Bier und Spirituosen lagerten sie in Kühlschränken und Kühlboxen direkt am Veranstaltungsort.

Fotos der Feiern wurden in privaten Line-Chatgruppen geteilt. Einige dieser Bilder sickerten später an die buddhistischen Provinzbehörden durch und lösten die Warnung aus.

Eigene Autos statt Tempelfahrer

Um nicht aufzufliegen, sollen die Mönche ausgeklügelte Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben. Statt der üblichen Tempelfahrer nutzten sie ihre eigenen Wagen oder bestellten Fahrdienste zu den verschiedenen Tempeln.

Die Sorge vor undichten Stellen war offenbar groß. Der Bericht enthält detaillierte Beschreibungen der Fahrzeuge aus mehreren Tempeln. Namen von Tempeln und Einzelpersonen wurden von den Behörden bisher nicht öffentlich gemacht.

Medizinischer Test nach einem Treffen

Für zusätzliche Brisanz sorgt der Fall einer Person aus dem Unterhaltungsgewerbe. Diese suchte nach einem Treffen mit Mönchen aus Angst vor einer Infektion eine medizinische Untersuchung auf.

Der Betroffene soll mit einer Beschwerde gedroht haben, falls der Test positiv ausfiele. Das Ergebnis war jedoch negativ, die Angelegenheit wurde nicht weiterverfolgt.

“Hören Sie um des Buddhismus willen auf”

Wallop Namwongphrom vom Kulturrat der Provinz Chiang Mai verurteilte das Verhalten scharf. Solche Handlungen seien unangemessen und schädigten das Vertrauen der Öffentlichkeit, auch wenn es sich rechtlich nur um ein geringfügiges Vergehen handeln möge.

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ZUM ANGEBOT

“Ich möchte Mönche, die regelmäßig Partys organisieren, warnen, damit aufzuhören, unabhängig vom Datum oder Monat”, sagte Wallop. “Wenn sie erwischt werden oder die Angelegenheit öffentlich wird, wird dies weitreichenden Schaden anrichten.” Sein Appell zur Klausurzeit fiel deutlich aus: “Während Khao Phansa, bitte hören Sie um des Buddhismus willen auf.”

Keine Namen und unklare Konsequenzen

Das buddhistische Provinzamt hält die Identität der beschuldigten Mönche und Tempel weiter unter Verschluss. Auch die Vorwürfe selbst sind nicht unabhängig überprüft.

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Ob mittlerweile eine formelle Untersuchung oder ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde, ist unklar. Offizielle Ergebnisse liegen derzeit nicht vor.

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Quelle: Khaosod English

Ein Kommentar zu „Bier & Damen im Tempel: Der Skandal von Chiang Mai

  1. Zitat: „…oder die Angelegenheit öffentlich wird, wird dies weitreichenden Schaden anrichten…“
    Ergo wenn schon, dann lasst Euch bitte nicht erwischen! Das muss man vermutlich nicht weiter kommentieren.

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