BANGKOK – Das thailändische Gesundheitsministerium hat alle medizinischen Einrichtungen in Hochwasser-Risikogebieten in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Ab sofort müssen Kliniken und Notdienste einen 72-Stunden-Notvorrat sicherstellen und Ausweichrouten festlegen, um die Versorgung der Patienten nicht zu gefährden.
Zwei Provinzen in höchster Alarmbereitschaft
Besonders kritisch ist die Lage in Phayao (Nordthailand) und Yasothon (oberes Isan). Beide Provinzen gelten aktuell als Hochrisikogebiete und werden mit der Warnstufe Orange geführt.
„Bisher musste noch keine medizinische Einrichtung den Betrieb einstellen“, betonte der Ständige Sekretär des Gesundheitsministeriums, Dr. Somruek Juangsaman, am 1. August. Auch Ausfälle bei Strom, Wasser oder Sauerstoff seien bislang ausgeblieben.
Ministerium befiehlt 72-Stunden-Vorrat für alle Kliniken
Alle Provinzen wurden angewiesen, die Notfallversorgung lückenlos sicherzustellen. Dazu gehört ein Mindestvorrat an Medikamenten, Blutkonserven, Sauerstoff, Treibstoff und Trinkwasser für mindestens drei Tage.
Gleichzeitig müssen Haupt- und Ausweichrouten für Rettungsdienste und Krankentransporte festgelegt werden. In Bergregionen drohen durch Erdrutsche und unterspülte Straßen plötzliche Unterbrechungen der Versorgungswege.
Die Schwächsten im Visier der Vorsorge
Ein Schwerpunkt liegt auf der Betreuung besonders gefährdeter Gruppen. Das Ministerium nennt ausdrücklich Dialysepatienten, Bettlägerige, Sauerstoffnutzer und Schwangere als schutzbedürftig.
Spezielle Teams für Seuchenkontrolle, Umweltgesundheit und psychologische Betreuung werden in den Risikozonen zusammengestellt. Sie sollen im Ernstfall sofort einsatzbereit sein.
Nordthailand kämpft mit Erdrutschgefahr
In den Bergregionen des Nordens überwachen die Behörden vor allem die Stabilität von Straßen und Zufahrten. „Routen für medizinische Notfalldienste könnten sich verzögern oder plötzlich abgeschnitten werden“, warnt Dr. Somruek.
In den östlichen Provinzen Chanthaburi und Trat sowie in der Andamanensee-Provinz Ranong gilt die besondere Aufmerksamkeit Kliniken in Hanglage und Bezirks-übergreifenden Transportwegen.
Wetterdienst erwartet neue Regenfront ab 4. August
Bis zum 3. August rechnet das Ministerium mit einer vorübergehenden Stabilisierung oder leichten Entspannung der Hochwasserlage. Die Böden in den Bergen bleiben jedoch wassergesättigt und damit gefährlich.
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Ab dem 4. August werden erneut starke Regenfälle erwartet, vor allem im oberen Nordosten, im Osten und an der Westküste des Südens. An der oberen Andamanensee sind Wellen von zwei bis drei Metern Höhe vorhergesagt.
Noch keine Hilfe aus Bangkok angefordert
Obwohl die Lage in zwei Provinzen angespannt ist, haben die betroffenen Gesundheitsbehörden noch keine Unterstützung aus der Hauptstadt beantragt. Die Versorgung laufe vor Ort noch eigenständig.
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Ab dem 3. August wird die Überwachung in allen Risikogebieten erhöht. Ärzteteams überprüfen dann rund um die Uhr Notfallpläne und die Erreichbarkeit von Dialysepatienten, Medikamentenabhängigen und anderen gefährdeten Personen.

Und ab Oktober geht es dann genau in die andere Richtung…siehe Bericht von heute über den Super El Niño.