Rätsel um toten Briten: Obduktionen widersprechen sich

Trotz Obduktion: Briten-Tod in Bangkok bleibt rätselhaft! Zwei Autopsien liefern völlig gegensätzliche Ergebnisse – eine spricht von natürlicher Ursache, die andere gibt ein erschreckendes „unbekannt“ an. Was geschah wirklich mit dem 25-jährigen Liam White?

Rätsel um toten Briten: Obduktionen widersprechen sich
AseanNow

BANGKOK – Ein Todesfall, der selbst die zuständige Gerichtsmedizinerin ratlos zurücklässt. Der 25-jährige Brite Liam White starb unter ungeklärten Umständen in einem Hostel in Bangkok. Monate später endet die offizielle Untersuchung mit einem Eingeständnis, das für die Familie kaum zu ertragen sein dürfte: Die Todesursache kann nicht bestimmt werden.

Drei Tage Bangkok, dann der Tod

Liam White, ein Tischler aus Maghull in Merseyside, reiste voller Pläne nach Thailand. Er checkte im Hostel 24 Backpackers 50 im Bang Chak-Viertel von Bangkok ein und übernachtete in einem geteilten Schlafsaal.

Nur drei Tage nach seiner Ankunft, am 13. Januar, wurde er leblos aufgefunden. Am Abend zuvor war der 25-Jährige noch ausgegangen. Es sollte seine letzte Nacht sein.

Obduktion in Thailand: Natürlicher Tod

Die thailändischen Behörden führten eine Obduktion durch und kamen zu einem scheinbar klaren Ergebnis. Ihre Diagnose: natürlicher Tod durch Herzversagen in Verbindung mit einer infektiösen Lungenentzündung.

Der Fall schien abgeschlossen. Doch als der Leichnam zur Beisetzung ins Vereinigte Königreich überführt wurde, ordneten die britischen Behörden eine zweite Untersuchung an – und die brachte völlig andere Ergebnisse ans Licht.

Britische Pathologen widersprechen deutlich

Die zweite Obduktion auf britischem Boden stellte die thailändischen Befunde auf den Kopf. Die Pathologen erklärten, die medizinische Todesursache sei schlicht nicht feststellbar.

Damit begann ein medizinisches Rätsel. Die stellvertretende Coronerin Elizabeth Wheeler musste beide Gutachten bei einer Anhörung am 8. Juli 2026 in der Bootle Town Hall abwägen und stieß auf mehrere handfeste Widersprüche.

Widersprüche, die ratlos machen

Die Liste der Unstimmigkeiten ist lang: Der thailändische Bericht vermerkte ein Hirnödem und eine Hirnblutung, zog diese aber nicht als Todesursache in Betracht. Ein Herz wurde als vergrößert beschrieben, das andere als völlig normal.

Zum größten Widerspruch wurde jedoch die Lunge: Während die thailändischen Mediziner eine infektiöse Lungenentzündung als zentralen Befund nannten, konnten die britischen Pathologen eine solche Infektion nicht bestätigen.

Drogen im Blut, aber ohne Wert

Zusätzlich kompliziert wird der Fall durch einen toxikologischen Befund aus Thailand. Im Blut von Liam White wurden Morphin und Codein nachgewiesen.

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Ein entscheidendes Detail fehlt jedoch: Die Konzentration der Substanzen wurde nicht erfasst. Ohne diesen Wert lässt sich nicht sagen, ob die Menge tödlich war oder nur eine geringe Dosis vorlag.

Die fatale Kombination

Coronerin Wheeler deutete in der Anhörung an, wie gefährlich das Zusammenspiel der Faktoren gewesen sein könnte. „Diese Medikamente können additiv wirken und eine Atemdepression verursachen – insbesondere, wenn eine Brustinfektion vorlag“, erklärte sie.

Doch hier beißt sich die Katze in den Schwanz: Ob tatsächlich eine Brustinfektion vorlag, war durch das britische Gutachten ja gerade nicht bestätigt worden.

Das offizielle Eingeständnis

Nach Abwägung aller Beweise musste Elizabeth Wheeler eine bittere Schlussfolgerung ziehen. Aufgrund der Unsicherheiten und Widersprüche in den medizinischen Beweisen sei es nicht möglich, auf Basis der Wahrscheinlichkeitsabwägung zu sagen, wie Liam White zu Tode kam.

Sie protokollierte ein offenes Ergebnis. Eine juristische oder medizinische Festlegung der Todesursache gibt es damit nicht.

Abschied in der Heimat

Die Beisetzung von Liam White hatte bereits am 31. Januar im West Lancashire Crematorium in Burscough stattgefunden. Dafür musste seine Familie den Leichnam aus Thailand in die Heimat überführen lassen.

Freunde und Verwandte starteten eine GoFundMe-Kampagne, um die Kosten zu stemmen. 5.000 Pfund kamen durch Spenden zusammen – ein letzter Beistand für eine Familie, die nun mit der Ungewissheit leben muss, was ihrem Sohn wirklich zugestoßen ist.

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Quelle: AseanNow

3 Kommentare zu „Rätsel um toten Briten: Obduktionen widersprechen sich

  1. “ Denn sie wissen – NICHT – was sie tun “ – zumindest auf den Punkt gebracht, kann die Qualität des thail. Gutachten zur Todesursache des britischen Staatsbürger wiedergeben werden. Die Widersprüche sind gravierend, fehlende Mengenangaben zur Konzentration der giftigen Drogen + dann von “ natürlicher Todesursache“ auszugehen wiederspricht jeglicher menschlichen Logik.

    1. Wieviele solche Obduktionen Befunde gibt es in Thailand als Nartürliche Todesursache? Ich traue den Thais auf jedenfall nicht.

      1. Der junge Mann war mit Drogen unterwegs, jeder weiss dass diese in Kombination zu schweren Komplikationen führen können! Schlussendlich ist nur er selber für den Tod verantwortlich!

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