BURIRAM – Er lief allein durch den strömenden Regen, drei Kilometer weit, hungrig und frierend: Der achtjährige Guy wollte nur, dass jemand nach seiner Mama sieht. Doch seine kranke Mutter (43) war im Bett gestorben, und der Junge hatte es nicht begriffen.
Hilferuf eines Kindes im Regen
Am Morgen des 15. Oktober gegen 9 Uhr stand der kleine Guy völlig durchnässt vor dem Haus von Waenphet Rungpianloet (53), der Frau des Dorfvorstehers von Moo 14 im Tambon Lak Khet, Bezirk Mueang. Zu Fuß hatte er rund drei Kilometer zurückgelegt.
Er erzählte, dass seine Mama nicht mehr antworte, so oft er sie auch rufe. Ihm sei kalt, und er bat die Frau, unbedingt nach seiner Mutter zu sehen.

Zwei Teller Reis für den hungrigen Jungen
Als Erstes fragte die Frau, ob er schon gegessen habe. Der Junge schüttelte den Kopf: Seit dem Vortag hatte er nichts im Magen. Er aß zwei volle Teller Reis, ohne abzusetzen.
Während er aß, alarmierte sie Nachbarn, die sofort zum Haus des Jungen aufbrachen. Es liegt etwa drei Kilometer vom Dorfzentrum entfernt, mitten im Regen.
Die Mutter war längst gestorben
Dort bot sich den Helfern ein erschütterndes Bild: Die 43-jährige Nujaree lag tot im Bett. Der kleine Guy hatte nicht gewusst, dass seine Mutter gestorben war, und hatte vergeblich versucht, sie zu wecken.
Seit drei bis vier Monaten war die Frau wegen einer Lungenerkrankung bettlägerig gewesen. Der Achtjährige kümmerte sich in dieser Zeit um sie, so gut ein Kind das eben kann.

Ganz allein auf der Welt
Guys Vater und seine Großmutter sind bereits gestorben, die Mutter war sein letzter Halt. Das Dorf half, wo es konnte: Nachbarn brachten Reis und Trockennahrung, Lehrer teilten ihr Essen mit der Familie.
Für die Beerdigung sammelten die Dorfbewohner Geld. Noch am selben Tag nahm der Junge Abschied von seiner Mutter, mit nur acht Jahren.

Wie geht es für Guy weiter?
Wer sich künftig um den Jungen kümmert, ist offen. Verwandte im Bezirk Phlapphla Chai kommen infrage, ob sie ihn tatsächlich aufnehmen, ist aber noch unklar.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Lesen Sie auch: Daueraufenthalt in Thailand beantragen – was muss ich beachten?
Dorfvorsteher Sombat Krasomram (53) wünscht sich, dass Behörden einen geeigneten Platz für Guy finden, damit er gut aufwächst und weiter zur Schule gehen kann. Auch seine Klassenlehrerin macht sich große Sorgen um das Kind.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: