BANGKOK – Die Chulalongkorn-Universität katapultiert sich im globalen Nachhaltigkeitsranking nach oben und sichert sich Platz 19 weltweit. Als einzige Hochschule des Landes thront sie unter den Top 20 der Welt, den Top 10 Asiens und den Top 5 der ASEAN-Staaten.
24 Plätze gutgemacht
Der Sprung im neuen „Times Higher Education Sustainability Impact Ratings 2026“ ist gewaltig. Gegenüber dem Jahr 2025 kletterte Chulalongkorn gleich um 24 Ränge nach oben.
Die Ergebnisse wurden am 24. Juni veröffentlicht und zeigen die Universität so stark wie nie zuvor in dieser Wertung.
Zweites Jahr in Folge Thailands Nummer 1
Damit verteidigt die Elite-Uni nicht nur ihre Spitzenposition im eigenen Land. Sie hält den ersten Platz in Thailand nun bereits das zweite Jahr in Folge.
Von den fast 1.700 bewerteten Hochschulen aus 116 Ländern schaffte es keine andere thailändische Einrichtung auch nur in die Nähe dieser Platzierung.
Punkten mit Gesundheit, Innovation und Meeresschutz
Die Juroren überzeugte Chulalongkorn vor allem mit praktischer Wirkung. Besonders hoch bewertet wurden die Bereiche Industrie, Innovation und Infrastruktur, gefolgt von Gesundheit und Wohlergehen sowie dem Leben unter Wasser.
Das Ranking misst, wie ernst Hochschulen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Forschung, Lehre und Campus-Alltag verankern.
Sechs weitere Unis in den Top 100
Hinter dem Spitzenreiter können sich auch andere thailändische Universitäten sehen lassen. Die Thammasat-Universität schaffte es auf Rang 46, dicht gefolgt von Walailak auf der 47 und der Chiang-Mai-Universität auf Platz 49.
Auch Mahidol (56), die Prince of Songkla-Universität (81) und Khon Kaen (91) sicherten sich Plätze unter den besten 100 Hochschulen der Welt in dieser Nachhaltigkeitswertung.
Weltweiter Vergleich mit Rekordbeteiligung
Insgesamt nahmen 1.646 Universitäten aus 116 Ländern an der Erhebung teil. Sie alle mussten sich an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen messen lassen. Die Rangliste, die früher „THE Impact Rankings“ hieß, gilt als wichtigster globaler Gradmesser dafür, wie sehr Hochschulen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.
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Der Bericht hat mich neugierig gemacht. Das Ergebnis will ich nicht für mich behalten:
Die Chula hat 19 Fakultäten, die in 3 Bereiche gegliedert sind: 1) Naturwissenschaft & Technik, 2) Medizin & Gesundheitswesen, 3) Geistes- Sozial- & Wirtschaftswissenschaften.
Bei 1) sind Ingenieurwissenschaften, Architektur, Informatik, Chemie, Physik, Biologie und Agrar drin. Bei 2) Medizin, Zahn, Pharma, Pflege, Veterinär, Sport, Psychologie und bei 3) BWL, VWL, Politik, Recht, Geistesw. (Kunst, Sprache, Kultur), Kommunikation, Pädagogik.
Es sind 34.000 bis 41.000 Studenten dort. Die Zählweise hängt davon ab, ob man Teilzeit- und Promotionsstudenten mitzählt. Circa 80% entfallen auf Bachelor-Studiengänge. Und von den Studenten sind etwa 1550 Ausländer, wobei sich diese fast vollständig auf das International Programm konzentrieren, wo nur in Englisch gelehrt wird.
Die Kosten für Ausländer: Regläre thailändische Studiengänge: 150.000 bis 190.000 THB, Internationale Bachelor Studien: 200.000 bis 350.000 THB, Sonderstudien (internationale Medizin): 1.140.000 THB pro Jahr. Dazu kommen noch 15.000 bis 25.000 THB Lebenshaltungskosten pro Monat. Die Mieten rund um das Chula herum sind teuer.
Ausstattung: Hier wird nicht nur Theorie gelehrt, sondern es wird an High-End-Anlagen gelernt. In zentralen Großforschungseinrichtungen stehen hochmoderne Großgeräte wie Elektronenmikroskope (SEM/TEM), NMR-Spektrometer (Kernspinresonanz) und Röntgendiffraktometer für Master- und Promotionsstudenten zur Verfügung.
Bei den Fakultäten gibt es in den Ingenieurswissenschaften das Advanced Manufacturing & Precision Enginieering Center mit computergesteuerten CNC-Maschinen, Industrierobotern, 3D-Druck-Systemen und Halbleiter-Testlabors. Automobil- und Luftfahrt-Studenten arbeiten in eigenen Labors an Prototypen. Und in den Naturwissenschaften: Excellente Einrichtungen wie das Halal Science Center (weltweit führend in der Lebensmittelanalytik) und Reinräume für Chemie und Nanotechnologie. Bei der Medizin gibt es eigene klinische Forschungszentren, molekularbiologische Labore (Genomik und Krebsforschung) und das angeschlossene King Chulalongkorn Memorial Hospital, wo die Studenten direkt am Patienten lernen. Dazu kommt noch der CU Innovation Hub, wo Studenten eigene marktreife Technologien und Prototypen entwickeln können.
Es sind circa 8.100 Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter tätig. Davon sind ca. 90-95 % Thailänder. Wobei ein extrem hoher Prozentsatz dieser Professoren an absoluten Elite-Unis im Ausland (USA, Deutschland, Japan) studiert und promoviert haben. Sie haben damit internationale Forschungspraxis und westliche Lehrmethoden gebracht. Bei den 5 – 10% ausländischen Professoren sind fast alle in den internationalen Studiengängen aktiv, also nicht bei den rein thailändischen Studiengängen. Beim International Programm ist der Anteil deutlich höher. Hier werden gezielt Gastprofessoren aus Übersee oder permanent in Thailand lebende ausländische Akademiker eingesetzt.
Nun, ich habe was über Thailand dazugelernt.