NAKHON SI THAMMARAT – Ein 14-jähriger Junge ist am Morgen des 26. Juni in einem Tempel in der Provinz Nakhon Si Thammarat durch einen Stromschlag ums Leben gekommen. Der Schüler nahm an einem Moral- und Ethik-Trainingslager seiner Schule teil, als er beim Duschen einen tödlichen Schlag erlitt. Neun weitere Mitschüler wurden verletzt.
Entsetzen nach dem tragischen Morgen im Tempel
Was als besinnliches Schullager begann, endete in einer Katastrophe. Der 14-jährige Norathep Thaisuwan, von allen nur „Bright“ genannt, stand am frühen Morgen unter der Dusche im Badezimmer des Tempels.
Plötzlich floss Strom durch das Wasser. Der Achtklässler brach zusammen und konnte nicht mehr gerettet werden. Acht weitere Kinder erlitten leichte Verletzungen, ein Schüler muss noch im Krankenhaus Somdet Phra Yupharat Chawang behandelt werden.
Schule schließt Tore – Eltern holen Kinder ab
Noch in der Nacht zuvor brachen die Verantwortlichen das Camp ab. Alle teilnehmenden Schüler wurden von ihren Eltern abgeholt, die Schule blieb am folgenden Tag planmäßig geschlossen.
Die Schulleitung reiste umgehend an, um die Unterstützung für die betroffenen Familien zu organisieren. Auch der Tempel, in dem sich das Unglück ereignete, beteiligt sich an den Hilfen und beschleunigt die Entschädigungszahlungen.
Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung
Polizeioberst Pongpichan Chayanonpiriya, Leiter der Polizeistation Thung Yai, bestätigte, dass Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung laufen. Die Beamten vernehmen nun die betreuenden Lehrer, Vertreter des Tempels und die Personen, die für die Elektroinstallation zuständig waren.
Die Spurensicherung hat den Unglücksort untersucht und arbeitet eng mit der Elektrizitätsbehörde zusammen. Ein Fachgutachten soll klären, ob handwerkliche Fehler oder mangelnde Wartung zu dem Stromleck führten.
Blankes Kabel an Stahlgerüst entdeckt
Die Polizei fand eine Stelle, an der ein Stromkabel direkten Kontakt zu einem Stahlgerüst hatte. Dort, so die Annahme, trat der Strom aus und verteilte sich blitzschnell im nassen Bereich.
„Da der Verstorbene und die Verletzten nass waren, konnte der Strom schneller fließen“, erklärte der Polizeichef. Die Ermittler prüfen außerdem Hinweise, dass die Jugendlichen zuvor im Bad mit Wasser spielten.
Ursachensuche: Experten müssen ran
Doch bevor endgültige Schlüsse gezogen werden, müssen Spezialisten für Elektrotechnik den genauen Hergang rekonstruieren. Die Befragung der verletzten Kinder läuft nach einem speziellen Verfahren, um die Aussagen gerichtsfest zu machen.
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Sollte sich der Verdacht auf Fahrlässigkeit erhärten, drohen den Verantwortlichen Anklagen mit schwerwiegenden Konsequenzen. Die Ermittler betonen, dass noch keine voreiligen Schuldzuweisungen gemacht werden.
Leichnam wird zur Trauerfeier überführt
Am Nachmittag desselben Tages sollte der Leichnam von Bright aus dem Krankenhaus Maharaj Nakhon Si Thammarat in den Wat Samrong im Bezirk Thung Song überführt werden. Dort bereiten Lehrer und Beteiligte die Trauerfeierlichkeiten vor.
Die Dorfgemeinschaft steht unter Schock. Mitschüler, Lehrer und Angehörige nehmen Abschied von einem Jungen, der viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.



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