NAKHON PATHOM, THAILAND – Ein thailändisches Gericht hat Sararat „Am Cyanide“ Rangsriwuthaporn zum dritten Mal wegen Mordes zum Tode verurteilt. Die berüchtigte Serienmörderin soll eine Polizeibeamtin gezielt mit hochgiftigem Zyanid vergiftet haben, um finanzielle Vorteile zu erlangen.
Tödliches Gift im engen Freundeskreis
Das Strafgericht sprach die Angeklagte am 30. April des vorsätzlichen Mordes an Polizeihauptmann Kanda Torai schuldig. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Sararat die Tat akribisch geplant und das Gift bewusst verabreicht hatte.
Das Opfer war erst 36 Jahre alt und stand in einer engen persönlichen Beziehung zur Täterin. Beide Frauen waren gemeinsam in informelle Kreditgeschäfte verwickelt, was laut Ermittlern das Motiv für die grausame Tat darstellte.
Ungeklärter Todesfall führt zur Wahrheit
Der Mord ereignete sich bereits am 10. August 2022 in der Provinz Nakhon Pathom. Zunächst stuften die Behörden den Tod der Polizistin nicht als verdächtig ein, da sie an Kreislauf- und Atemversagen verstarb.
Erst spätere Unregelmäßigkeiten führten zur Wiederaufnahme des Falls und zur Entdeckung von Zyanid im Körper des Opfers. Diese Erkenntnisse brachten die Ermittler auf die Spur eines weitaus größeren und erschreckenden Tatmusters.
Lange Liste grauenhafter Verbrechen
Die aktuelle Verurteilung ist bereits die dritte Todesstrafe für Sararat innerhalb weniger Jahre. Im November 2024 wurde sie für den Mord an Siriporn Khanwong verurteilt, im Februar 2026 folgte das Urteil für den Mord an Inspektor Pu.
In allen drei Fällen wandelte das Gericht die Todesstrafe jedoch in eine lebenslange Haftstrafe um. Die Richter begründeten dies mit den teilweise nützlichen Aussagen, welche die Angeklagte während der Prozesse gemacht hatte.
Ermittlungen gegen eine Serienmörderin
Die thailändischen Behörden gehen davon aus, dass Sararat zwischen 2015 und 2023 insgesamt 14 Menschen getötet hat. Ein weiteres Opfer überlebte den Giftanschlag schwer verletzt, was zu Dutzenden weiteren Anklagen führte.
Das Muster der Taten war dabei fast immer identisch und betraf meist Bekannte aus ihrem finanziellen Umfeld. Sararat war laut Zeugen oft die letzte Person, die mit den Opfern gesehen wurde, bevor diese plötzlich zusammenbrachen.
Gerechtigkeit für die Hinterbliebenen
Dieser Fall gilt als eine der umfangreichsten Serienmordermittlungen in der Geschichte Thailands und erschütterte das ganze Land. Viele Familien erhielten erst Jahre nach dem Verlust ihrer Angehörigen die traurige Gewissheit über die tatsächliche Todesursache.
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Obwohl die Todesstrafen in lebenslange Haft umgewandelt wurden, stehen Sararat noch weitere Gerichtsverfahren bevor. Nach thailändischem Recht können diese Urteile in höheren Instanzen oder durch eine königliche Begnadigung nochmals revidiert werden.



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