Thai-Notenbank warnt: Krieg treibt Inflation – Zins bleibt bei 1%

Nahost-Krieg würgt Thailands Wirtschaft ab – BIP-Wachstum nur 1,5%! Inflation schießt auf 2,9% und droht über 3%-Ziel zu steigen. Zentralbank hält an Zinspause fest. Wie lange kann sie die Zinsen noch drücken?

Thai-Notenbank warnt: Krieg treibt Inflation - Zins bleibt bei 1%
ThaiEnquirer

BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Zentralbank hält den Leitzins stabil, während der Krieg im Nahen Osten die Wirtschaft belastet. Steigende Energiekosten und geopolitische Spannungen trüben die Aussichten für das laufende Jahr deutlich ein.

Zentralbank hält an Zinssatz fest

Der geldpolitische Ausschuss stimmte am 29. April einstimmig für den Verbleib des Leitzinses bei 1,00 Prozent. Die Experten reagieren damit auf die unsichere Weltlage und das abgeschwächte Wachstum im Land.

Die Bank von Thailand erwartet für das Jahr 2026 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent. Der Konflikt im Nahen Osten verteuert die Produktion und drückt auf die Kaufkraft der thailändischen Haushalte.

Inflation droht Zielmarke zu sprengen

Die Fachleute prognostizieren für 2026 eine durchschnittliche Inflation von 2,9 Prozent. Zeitweise könnte die Teuerungsrate sogar die kritische Marke von drei Prozent überschreiten.

„The MPC said price pressures are largely supply-driven, led by higher global energy costs“, erklärte das Gremium zur aktuellen Lage. Vor allem die Abhängigkeit von Energieimporten macht Thailand extrem anfällig für globale Preisschwankungen.

Düstere Szenarien für die Zukunft

Im schlimmsten Fall könnte der Konflikt das gesamte Jahr 2026 andauern und die Lieferketten massiv stören. Besonders eine Blockade der Straße von Hormus würde die Energiepreise dauerhaft auf einem hohen Niveau halten.

„The committee said the current policy rate remains appropriate but warned of upside risks to inflation from prolonged conflict, persistently high energy prices and supply disruptions“, hieß es in der offiziellen Stellungnahme. Die Banken bleiben bei der Kreditvergabe an risikoreiche Kunden weiterhin sehr vorsichtig.

Exporte stützen die schwache Wirtschaft

Ein Lichtblick bleiben die Exporte, die im März um 18,7 Prozent auf über 35 Milliarden US-Dollar stiegen. Besonders Elektronik und Technologieprodukte aus Thailand sind auf dem Weltmarkt weiterhin stark gefragt.

Allerdings gingen die Lieferungen in wichtige Märkte wie China und den Nahen Osten spürbar zurück. Das industrielle Vertrauen sank zudem auf einen Wert von 88,6 Punkten ab.

Tourismus und Konsum unter Druck

Der Tourismus schwächelte zuletzt mit einem Rückgang von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch das reale Einkommen in der Landwirtschaft sank deutlich um 4,1 Prozent.

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Trotz der Krisen bleibt die finanzielle Stabilität des Landes mit hohen Reserven von 280,5 Milliarden US-Dollar stark. Die Regierung versucht nun, das Wachstum durch gezielte fiskalische Anreize wieder über die Drei-Prozent-Marke zu heben.

Risiken für die thailändischen Haushalte

Die Menschen in Thailand spüren die globalen Krisen direkt durch steigende Preise an den Zapfsäulen und im Supermarkt. Die Unsicherheit über die Dauer der Konflikte belastet das Vertrauen der Verbraucher und bremst wichtige Investitionen aus.

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Quelle: Thaienquirer

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