Spektakuläre Verfolgungsjagd: Callcenter-Betrüger in Südthailand gefasst

Nach einer 30 Kilometer langen Flucht bei Narathiwat krachte das Fluchtauto von vier Betrügern in den Graben. Die Polizei nahm drei Chinesen und einen Thai fest, doch ein Komplize ist bei der Großfahndung im Wald spurlos verschwunden.

Spektakuläre Verfolgungsjagd: Callcenter-Betrüger in Südthailand gefasst
ThaiTabloid

NARATHIWAT – Eine wilde Verfolgungsjagd über mehr als 30 Kilometer endete am 13. Juni 2026 mit einem Unfall und der Festnahme von vier Männern. Die Polizei geht davon aus, dass die Gruppe versuchte, illegal die Grenze zu überqueren und mit einem Callcenter-Betrügernetzwerk in Verbindung steht.

Vollgas durch die Kontrolle

Autobahnpolizisten aus Narathiwat stoppten in der Ortschaft Ban Luboyoh einen grauen Toyota mit Surat-Thani-Kennzeichen. Als der Fahrer das Stoppsignal sah, gab er Gas und durchbrach die Kontrollstelle.

Was folgte, war eine filmreife Verfolgungsjagd. Über mehr als 30 Kilometer hinweg raste der Wagen vor den Beamten her, bis der Fahrer die Kontrolle über den Toyota verlor und der Wagen von der Straße abkam.

Flucht in den dunklen Wald

Nach dem Unfall flüchteten die fünf Insassen Hals über Kopf in ein nahegelegenes Waldstück. Die Polizei umstellte sofort das Gebiet und nahm mit Unterstützung zusätzlicher Kräfte die Verfolgung zu Fuß auf.

Drei chinesische Staatsangehörige und der thailändische Fahrer wurden festgenommen. Einem weiteren Thailänder gelang die Flucht in der Dunkelheit. Er wird noch immer gesucht.

Festgenommene stehen fest

Die Beamten identifizierten den Fahrer als den 48-jährigen thailändischen Staatsbürger Kori. Bei den chinesischen Männern handelt es sich um den 40-jährigen Zhao Bao, den 34-jährigen Wang Bing Feng und den 26-jährigen Tu Hong Fei.

Die drei Chinesen verhielten sich laut Polizei auffällig. Die Überprüfung ihrer Daten brachte schnell Licht ins Dunkel.

Ein Verdächtiger auf der Fahndungsliste

Bei den Ermittlungen kam heraus: Einer der drei Chinesen wird in der Volksrepublik China im Zusammenhang mit der Organisation von Glücksspiel gesucht. Für die Polizei ein klares Zeichen, dass hier eine kriminelle Reisegruppe unterwegs war.

Gegen Zhao Bao, Wang Bing Feng und Tu Hong Fei wurde Anklage wegen illegalen Aufenthalts im Königreich erhoben.

Fahrer will von nichts gewusst haben

Fahrer Kori beteuerte im Verhör seine Unschuld. Er habe die drei Chinesen nur gegen Bezahlung transportiert und will den Zweck der Reise nicht gekannt haben.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Die chinesischen Staatsbürger selbst gaben an, illegal nach Thailand eingereist zu sein. Ihr Ziel war die südliche Grenze, organisiert von Schleppern im Hintergrund.

Callcenter-Betrug und illegale Ausreise

Die Polizei vermutet, dass die Gruppe versuchte, Thailand in Richtung eines Nachbarlandes zu verlassen. Der Fall könnte weit über eine simple Schleusung hinausgehen.

Die Ermittler prüfen Verbindungen zu einem Callcenter-Betrugsnetzwerk. Polizeigeneralmajor Pornsak Laorujiralai, Kommandeur der Autobahnpolizei-Division, bestätigte die andauernden Untersuchungen.

Anklage und weitere Hetzjagd

Kori wurde von der Polizei offiziell der Beihilfe zur Flucht von Ausländern beschuldigt. Alle vier Verdächtigen wurden zur weiteren rechtlichen Behandlung an die Polizeistation Cho Airong überstellt.

Die Suche nach dem fünften, noch immer flüchtigen Mann aus Thailand läuft unterdessen auf Hochtouren. Die Polizei hofft, durch ihn weitere Hintergründe des Schleusernetzwerks aufdecken zu können.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: ThaiTabloid

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.