LAMPANG – Ein betrunkener Assistent des Dorfvorstehers hat einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein zweijähriges Kind starb und die Mutter schwer verletzt wurde. Die Familie fordert 10 Millionen Baht Schadensersatz und lehnt jede außergerichtliche Einigung ab. Der Bezirksvorsteher hat beim Gouverneur die sofortige Entlassung des Beamten beantragt.
Betrunken am Steuer: Beamter tötet Kleinkind
Herr Dech, Assistent des Dorfvorstehers, setzte sich alkoholisiert hinters Steuer und verursachte einen folgenschweren Zusammenstoß. Sein Fahrzeug erfasste die zweijährige Nong Termfun und deren Mutter, die sofort schwer verletzt wurde.
Das Kind erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Die Mutter, Frau May, erlitt einen Beinbruch an zwei Stellen und wird derzeit im Krankenhaus Lampang behandelt. Der weiße PKW eines weiteren Beteiligten wurde ebenfalls beschädigt.
„Ein Vorbild, das keines war“
Bezirksvorsteher Thanarat Saithep aus Mueang Lampang fand deutliche Worte: Ein Verwaltungsbeamter müsse Gesetze strikt befolgen und der Gesellschaft ein gutes Vorbild sein. Herr Dech hingegen habe fahrlässig gehandelt und einen Alkoholpegel über dem gesetzlichen Grenzwert aufgewiesen.
Am 15. Juni 2026 unterzeichnete der Bezirksvorsteher ein Eilschreiben an den Gouverneur der Provinz Lampang. Darin fordert er die Amtsenthebung des Assistenten nach Paragraf 18 in Verbindung mit Paragraf 14 des Lokalverwaltungsgesetzes von 1914.
Mutter fordert 10 Millionen – und ihr Recht
Im Krankenhaus vernahm Polizeioberstleutnant Wichian Jaisangklang die schwer verletzte Mutter. Frau May fordert 10 Millionen Baht Schadensersatz. Der Besitzer des weißen PKW verlangt 500.000 Baht für die Beschädigung seines Fahrzeugs.
„Was wir fordern, ist nichts im Vergleich zum Verlust unseres Sohnes, auf den wir unser ganzes Leben gewartet haben“, erklärte die Mutter. Ihr Zustand und der ihres Mannes würden nie wieder normal sein. Verhandlungen mit dem Unfallverursacher lehnt sie strikt ab.
„Besuche untersagt“ – Mutter blockiert Krankenzimmer
Frau May ließ die Tür ihres Privatzimmers im Krankenhaus versperren und ein Schild mit der Aufschrift „Besuche untersagt“ anbringen. Nur engste Vertraute erhalten Zutritt.
Die geplante Operation wurde von den Ärzten auf morgen verschoben. Der Leichnam von Nong Termfun verbleibt bis zur Einäscherung im Tempel Wat Si Koet. Die Mutter will erst nach ihrer Entlassung Abschied nehmen können.
Ein Schmetterling, der nicht weicht
Vater Duke berichtet von einem Schmetterling, der seit der Einlieferung seiner Frau unablässig im Krankenzimmer umherfliegt. Nachts setzt er sich auf das Kopfende des Bettes, tagsüber kreist er durch den Raum.
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Für den Vater ist es mehr als ein Insekt: „Er ist vom Tempel mitgekommen. Ich glaube, es ist Nong Termfun, der über seine Mutter wacht.“ Der Schmetterling verlässt das Zimmer nicht.
Polizei erhebt schwere Anklage
Die Ermittler der Polizeistation Mueang Lampang haben Anklage gegen Herrn Dech erhoben. Ihm wird Fahren unter Alkoholeinfluss mit Todesfolge, schwere Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen.
Das Untersuchungskomitee des Bezirks hat seinen Bericht vollständig vorgelegt. Die Amtsenthebung des Assistenten gilt nach Ansicht des Bezirks als unumgänglich – der Fall wird nun dem Gouverneur zur endgültigen Entscheidung übergeben.



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