Thailands 1-Billion-Baht-Landbrücke: Neue Route gegen globale Krisen

Krieg und Stau bedrohen den Welthandel – Thailand kontert mit 1-Billion-Baht-Landbrücke. Doch die entscheidende Hürde bleibt.

Thailands 1-Billion-Baht-Landbrücke: Neue Route gegen globale Krisen
Pattaya Mail

PATTAYA, THAILAND – Die thailändische Regierung treibt das gigantische Landbrücken-Projekt mit Hochdruck voran. Stellvertretender Premierminister Phiphat Ratchakitprakarn sieht in den aktuellen globalen Krisen eine historische Chance für das Land.

Gigantische Investition für den Süden

Fast eine Billion Baht soll das Megaprojekt in den kommenden Jahren kosten. Die Regierung plant den Bau von zwei modernen Tiefseehäfen in Ranong und Chumphon.

Eine neue Autobahn und eine zweigleisige Eisenbahn werden diese Häfen direkt verbinden. Das Ziel ist ein hocheffizienter Logistikkorridor zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean.

Sichere Alternative zu Krisengebieten

Phiphat Ratchakitprakarn positioniert das Vorhaben als strategische Alternative zu gefährlichen Seerouten. Spannungen im Mittleren Osten und Risiken im Roten Meer belasten den Welthandel.

Auch die Straße von Malakka gilt als überlastet und räumlich stark begrenzt. Thailand will mit der Landbrücke die Abhängigkeit von diesen riskanten Engpässen massiv verringern.

Jahrzehntelange Debatten finden ein Ende

„Thailand hat Projekte wie den Kra-Kanal über 50 Jahre lang ohne konkreten Fortschritt debattiert. Jetzt ist der Moment, die Landbrücke Wirklichkeit werden zu lassen.“

So begründet der Minister die neue Eile bei der Umsetzung des Vorhabens. Das Kabinett soll bereits im Mai über die nächsten entscheidenden Schritte beraten.

Gesetze ebnen Weg für Milliarden

Ein neues Gesetz für den südlichen Wirtschaftskorridor soll die Entwicklung in vier Provinzen steuern. Betroffen sind die Regionen Chumphon, Ranong, Surat Thani und Nakhon Si Thammarat.

Ein spezieller Fonds wird die Finanzierung durch private Investoren sicherstellen. Staatliche Haushaltsmittel sollen für diesen Fonds nach aktuellen Planungen nicht verwendet werden.

Umweltschutz und neue Arbeitsplätze

In den vergangenen vier Jahren fanden bereits über 60 öffentliche Anhörungen statt. Die Behörden prüfen derzeit die Umweltverträglichkeit für die geplanten Bahn- und Autobahnstrecken.

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Das Megaprojekt soll im Inland über 200.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Regierung setzt darauf, dass globale Störungen den Erfolg des Projekts nun garantieren.

Wirtschaftlicher Aufbruch für Thailand

Die Landbrücke könnte die regionale Logistik und den Warenstrom weltweit dauerhaft verändern. Für die Menschen im Süden Thailands bedeutet das Projekt Hoffnung auf stabilen Wohlstand.

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Quelle: Pattaya Mail

7 Kommentare zu „Thailands 1-Billion-Baht-Landbrücke: Neue Route gegen globale Krisen

  1. Ja klar, nicht mal eine bessere S-Bahn zwischen den Flughäfen hinbekommen, aber eine Landbridge die so gut wie niemand will und braucht. Hahaha…

    1. Das Ganze sehe ich auch kritisch. Wenn vom Schiff auf die Bahn umgeladen wird, dann kostet das enorm Zeit. Ein Schiff mit 20.000 TEU zu entladen dauert mehrere Tage. Ein moderner Portalkran schafft 25 bis 30 Container pro Stunde. Dann kommt die Hafenterminal-Logistik. Die Container werden erst mal auf dem Hafengelände zwischengelagert (gestapelt). Natürlich geht es auch ohne Zoll und Verwaltung nicht. Die Papiere zu erstellen, das dauert Stunden bis Tage. Und dann die Zugbildung. Das dauert 4 bis 8 Stunden.

      Und wenn der Zug am anderen Hafen ankommt, dann muß dieser entladen werden. Hier muß man mit 3 bis 6 Stunden rechnen. Und dann die Vorplanung: Ein Container muß 24 bis 48 Stunden vor der Abfahrt des Schiffes eingetroffen sein, so daß er für die Stauplanung berücksichtigt werden kann. Die Platzierung auf dem Schiff ist dann ein mathematisches Rätsel. Wegen der Gewichtsverteilung und dem Zielhafen. Daher stehen die Container meist 1 bis 3 Tage im Hafenlager, bevor er tatsächlich an Bord gehoben wird.

      Es wird berichtet, daß in der Realität die Verzögerung Wochen betragen kann. Wegen der Überlastung des Terminals. Wenn viele Schiffe gleichzeitig im Hafen ankommen, dann stauen sich die Container im Hafen und die Bahnstrecken sind blockiert. Dann fehlen oft Leerwagen. Wenn der Zug Verspätung hat und das geplante Schiff ablegt, muß der Container auf das nächste Schiff warten. Das kann oft eine Woche sein.

      Man muß also für den Umschlag mit 3 bis 7 Tagen rechnen. Zusätzlich zur Fahrzeit der Bahn.

  2. Welcher Spediteur will seine Ware schon 2 mal mehr umladen, Kostet ja nichts. Die Zeitersparniss wenn es überhaupt eine gibt kann gar nicht so gross sein das sich ein zweimaliges umladen und eine eintägige Bahnfahrt lohnen würde. Irgend einer will sich hier ein Denkmal setzen. Ich bin kein Grüner aber die ganze Landschaft zerstören und dazu mit alten Dieselloks die ganze Fracht quer durch das ganze Land transportieren??????????

    1. Es geht nicht um ein Denkmal setzen, sondern darum, dass diverse Firmen von so einem Projekt extrem profitieren dürften. Den Rest kann sich jeder selbst denken…

  3. Wenn der Artikel mit „Thailand plant“ anfängt, dann bekomme ich
    schon einen Zwerchfellriss. Seit meinem irdischen Dasein warte ich
    immer noch auf die Stadtbahn in Pattaya, Zugverbindung zwischen
    den Flughäfen bis Rayong, Brücke nach Koh Chang, Koh Samui,
    Formel 1 und Disneyland in BK. Böse Zungen behaupten, dass die
    Planungen ja Millionen kosten. Wo geht die ganze Kohle denn hin ?

  4. 200´000 neue Arbeitsplätze schaffen. Nur sind das keine Arbeitsplätze – welche nur den Thais vorbehalten sind. Die Burmesen würden sich darüber freuen, denn die Thais scheuen alles, was mit harter, dreckiger 8 Stunden-Tag Arbeit zu tun hat.

    1. Wenn ich immer wieder diesen pauschalierten Unsinn lese dann bin ich doch froh, dass das keiner aus meiner Familie lesen kann.

Kommentare sind geschlossen.

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