PATTAYA – Fast fünf Wochen lang hat ein deutscher Tourist am Jomtien Beach in Pattaya unter freiem Himmel geschlafen. Kein Geld, keine Unterkunft, kein Rückflug – nachdem Diebe ihm Geldbörse und Kreditkarten stahlen, saß er buchstäblich am Strand fest.
Am 22. Mai entdeckte ein Reporterteam den Mann in einem sichtbar geschwächten Zustand. Er hatte keinen gesicherten Zugang zu Nahrung oder Trinkwasser. Die Reporter leisteten erste Hilfe vor Ort und verständigten anschließend die zuständigen Behörden.
Fünf Wochen am Strand – ohne Geld, ohne Ausweg
Seit dem Diebstahl seiner Geldbörse und Kreditkarten ist der Deutsche auf die Hilfe anderer angewiesen. Berichten zufolge schläft er seit fast fünf Wochen am Strand von Jomtien – einer der bekanntesten Badestrände Pattayas, tagsüber von Touristen bevölkert, nachts einsam und gefährlich.
Ohne finanzielle Mittel konnte er weder eine Unterkunft bezahlen noch ein Rückflugticket kaufen. Sein einziger Ausweg: die Botschaft, die Touristenpolizei und Sozialfürsorgeeinrichtungen um Hilfe bitten.
Botschaft und Touristenpolizei: Wer in dieser Lage helfen kann
Die Deutsche Botschaft in Bangkok ist rund um die Uhr unter +66 2 287 9000 erreichbar und unterhält einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst. In Pattaya gibt es einen deutschen Honorarkonsul, der in solchen Notfällen erste Anlaufstelle sein kann. Das Konsulargesetz verpflichtet Botschaften, Landsleuten in echter Not zu helfen – bei Passverlust, bei gestohlenem Reisegeld und bei fehlender Möglichkeit zur Heimreise.
Im Klartext: Die Botschaft kann ein Notreisedokument ausstellen und in bestimmten Fällen ein Rückflugticket vorschießen, das später zurückgezahlt werden muss. Die Touristenpolizei ist unter der Notrufnummer 1155 rund um die Uhr erreichbar und hat in vergleichbaren Fällen bereits Touristen direkt bei der Botschaftskontaktaufnahme geholfen.
Identität ungeklärt – Ausgang offen
Den Namen des Mannes nannten die Berichte nicht. Ob er einen gültigen Reisepass bei sich hat oder auch diesen verloren hat, ist unklar. Nach fast fünf Wochen am Strand dürfte sein Visum abgelaufen sein – was die Ausreise zusätzlich erschwert und Overstay-Gebühren von 500 Baht pro Tag anfallen lässt.
Medien und Reporter haben die Behörden inzwischen alarmiert. Welche Stellen konkret reagiert haben und ob der Mann mittlerweile Hilfe erhält, war zum Redaktionsschluss nicht bekannt.
Gestrandete Touristen: Was sofort zu tun ist
Wer in Thailand in eine solche Notlage gerät, sollte drei Stellen sofort kontaktieren: die Deutsche Botschaft Bangkok (Notfallnummer +66 2 287 9000, rund um die Uhr), die Touristenpolizei (1155) sowie das Immigration Office in Jomtien an der Jomtien Beach Road, Soi 5. Wer seinen Pass verloren hat, sollte dies zusätzlich bei der nächsten Polizeistation anzeigen – die Verlustanzeige braucht die Botschaft für das Notdokument.
Wichtig: Die Botschaft übernimmt keine laufenden Aufenthaltskosten und zahlt keine Schulden. Was sie leisten kann – und in dieser Lage entscheidend ist – ist ein Notreisedokument und ein vorgestrecktes Rückflugticket, das später zurückgezahlt werden muss.
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Noch ein Tip, vorher mal mit seiner Bank in Deutschland reden. Wenn man noch Rücklagen hat oder ausreichend eben Kreditwürdig ist, können die oft auch in Grenzen Geld so schicken, z.B. an ein Konto des Konsul. Damit wäre das Flugticket zumindest in der Holz Klasse abgedeckt, besser als nichts. Dazu der Notpass von der Botschaft.
Was die Bank dann benötigt, da ja alles für das normale Onlinebanking fehlt, das klärt man mal in Ruhe vor der Reise. Aber wer vorher daran denkt, hat auch für Thailand eine passende Reisekrankenversicherung.
Na wollen wir einmal hoffen das er wenigsten so schlau war seine – gestohlenen Kreditkarten – hat “ sperren lassen “ !!! Andernfalls droht eine unangenehme Überraschung + sein Thailandaufenthalt wird NOCH teurer wenn er auf der Kreditkartenabrechnung – unerlaubte – Abrechnungen entdeckt.
Was ich auch nicht verstehe, warum wartet jemand 5 Wochen – bevor er nach Hilfe nachsucht ? Das mache ich doch SOFORT wenn ich mir nicht mehr selber helfen kann.
Es gibt doch auch städtische Stellen in Pattaya die – jedem (asieatischem) Obdachlosen – Hilfe anbieten, hier wird doch öfter darüber berichtet.
Eigentlich müßte die Fluggesellschaft sich ein Rückflugticket zeigen lassen, sonst wäre sie Regresspflichtig, oder wie war das……
Wenn ich mal einen Overstay haben sollte, denke ich mir auch so eine Geschichte aus.
5 Wochen mittellos am Strand! Ziemlich unglaubwürdig. Den Diebstahl hat er offenbar nicht angezeigt, sonst hätte die Polizei ihm schon gesagt, was er unternehmen muss.
Zuerst muss seine Identitaet geklärt werden.Er wird bei der Einreise gescannt , im Hotel registriert. Ohne klare Identität wird die Botschaft nicht tätig. In den 5 Wochen hätte er schon andere Touristen um Hilfe bitten können um mit Deutschland Kontakt aufzunehmen, sofern er überhaupt Deutsch spricht.
Unverstaendlich. ?????
Etwas ähnlichen haben wir auch schon erlebt: Im Sky Train wurden mir aus der Umhängetasche 3 Kreditkarten gestohlen. Als der Dieb damit bei im Apple Laden des Terminal 21 einkaufen wollte, bekam ich die Info auf mein Handy. Bei 2 der Karten wurde die Zahlung verweigert, bei der 3, eine Visacard einer großen deutschen Direktbank aus Berlin hat es ohne PIn funktioniert 2 IPHONE im Wert von 1400 Euro zu kaufen, für uns völlig unverständlich. Die Karten wurde schon beim ersten Versuch sofort in der App gesperrt.
Naja dann das Übliche, Anzeige bei der Polizei in Thonglor. Die Damen und Herren der Polizei waren super nett und freundlich und empfahlen uns, uns an die Botschaft zu wenden. Zum Glück waren nur die Karten aus dem Geldbeutel in der Tasche gestohlen. Das Handy und der Rest Bargeld waren in einer anderen Tasche bzw. im Safe im Hotel.
Nun auf zur Botschaft, dort gab es als Hilfe für diesen Fall den Hinweis, falls wir noch Geld auf den deutschen Konten oder Freunde in Deutschland hätten sollten wir uns Geld über Western Union schicken lassen. Die Botschaft könne uns nicht helfen.
Wir waren auch in dem Apple Laden im Terminal 21 und haben uns die Überwachungsaufnahmen vom Kauf der IPHONE geben lassen und diese dann der Polizei nach Thonglor gebracht. Wir wurden dann ich eine Abteilung außerhalb der Polizeistation gebracht, die mich ein wenig an die Filme von 21 Jump Street erinnerte. Dort nahm man die Aufnahmen entgegen und erklärte uns wir sollten nicht weiter auf eigene Faust „ermitteln“, das täte die thailändische Polizei.
Völlig unklar ist bis heute, wie der Dieb ohne Pin die IPHONE kaufen konnte. Das Geld bekamen wir nach ChargeBack ca. 4 Wochen später zurück. Die Aufnahmen der Überwachungskamera waren dabei hilfreich.
Deutscher seit fünf Wochen ohne Geld, schlafen am Strand“, entweder [entfernt] oder [entfernt]. Erstmal bei Diebstahl sofort zur Polizei, dann die Frage, wieso schleppt jemand seine Kreditkarten mit sich rum? Die gehören in den Hotel-Safe, Kreditkarten sind heute im Handy, in der Wallet verschlüsselt abgespeichert. Außerdem hat heute jeder in der papierlosen Zeit zwei Handys, eines bleibt immer im Safe. Zum Notfallbargeld (Emergency Cash): Kann man machen, ist aber viel zu umständlich, Anruf nach Deutschland …, das geht doch viel schneller, was braucht man: 1. Eine thailändische SIM-KARTE, 2. Die Western-Union-App, 3. Einen Zeigefinger, 4. Wunschbetrag z. B. 20.000 BAHT … nach einer Minute (1!) kommt die Email „Ihr Geld liegt zur Abholung bereit“, also seinen Reisepass schnappen, damit zur nächsten Western-Union-Filiale und sich sein Geld auszahlen lassen, kostet 3,90€ (ist schon abgerechnet). Habe ich auf Bali, Malaysia und Thailand ausprobiert, klappt wunderbar! 🙂
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Sehe ich auch so.
Ich habe eigentlich immer nur Bargeld für einen Tag oder für einen Abend in der Tasche, das I-Phone mit den „sensiblen Daten“ bleibt auch im Zimmersafe. Wenn ich Geld am Automaten ziehen möchte, nehme ich mir die Karte aus dem Safe und lege sie anschließend dahin zurück. So ist mir auf Reisen noch nie etwas abhanden gekommen.
Der schwächste Punkt ist die An-und Abreise, weil man da alles am Mann hat.