KOH PHANGAN, THAILAND – Einwohner von Koh Phangan wenden sich an die Öffentlichkeit und fordern von Behörden eine konsequentere Durchsetzung geltender Gesetze. Im Mittelpunkt stehen ausländische Personen und Gruppen, die über sogenannte Nominee-Strukturen Unternehmen betreiben und damit gegen das thailändische Wirtschaftsrecht verstoßen.
Nominee-Firmen als Instrument zur Gesetzesumgehung
In Thailand ist es Ausländern grundsätzlich verboten, bestimmte Branchen direkt zu betreiben. Das Gesetz soll einheimische Unternehmer schützen. Auf Koh Phangan berichten Bewohner jedoch, dass ausländische Betreiber zunehmend thailändische Strohleute nutzen, um diese Vorschriften zu umgehen.
Die Facebook-Nutzerin Pawina Jehmad veröffentlichte einen Beitrag, in dem sie auf diese Praxis aufmerksam macht und die zuständigen Stellen zur Überprüfung auffordert. Der Beitrag löste eine breite Resonanz unter Inselbewohnern aus.
Lokale Betriebe unter wirtschaftlichem Druck
Kleine thailändische Unternehmer auf der Insel klagen über wachsenden Wettbewerbsdruck. Ausländische Gruppen verfügen teils über erhebliches Kapital und können Preise und Bedingungen diktieren, mit denen lokale Familienbetriebe nicht mithalten können.
Besonders betroffen sind traditionelle Gewerbe wie Fischerei, Gastgewerbe und Einzelhandel. Anwohner berichten zudem von Lärmproblemen und Konflikten im Zusammenhang mit einigen der beanstandeten Betriebe.
Differenzierte Haltung der Inselgemeinschaft
Bewohner betonen, dass sich ihre Kritik nicht gegen alle Ausländer richtet. Viele internationale Gäste und Langzeitbewohner leben friedlich auf der Insel und leisten einen Beitrag zur lokalen Wirtschaft.
Die Forderungen richten sich ausdrücklich gegen jene Personen und Gruppen, die sich nachweislich über geltendes Recht hinwegsetzen. Eine Gleichsetzung aller Ausländer mit dieser Problematik wird von den Betroffenen abgelehnt.
Forderung nach konsequenter Strafverfolgung
Einwohner appellieren an Polizei und Verwaltungsbehörden, bestehende Gesetze ohne Ausnahmen durchzusetzen. Das Ausländergesetz, das Business-Act sowie aufenthaltsrechtliche Vorschriften bieten nach Einschätzung von Beobachtern ausreichend rechtliche Handhabe.
Ob die Behörden entsprechende Ermittlungen einleiten, ist derzeit nicht bekannt. Lokale Medien beobachten die Situation weiter.
Strukturelles Problem über Koh Phangan hinaus
Die Problematik illegaler Nominee-Konstrukte ist kein auf Koh Phangan beschränktes Phänomen. Auch in anderen Touristenhochburgen wie Phuket, Pattaya und Samui werden ähnliche Praktiken immer wieder gemeldet und behördlich untersucht.
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Thailändische Behörden haben in der Vergangenheit wiederholt Unternehmen geschlossen und Strafanzeigen gestellt, wenn Verstöße gegen das Nominee-Verbot nachgewiesen werden konnten. Die Durchsetzungspraxis gilt jedoch als uneinheitlich.



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