BANGKOK, THAILAND – Ein ferner Krieg erschüttert den thailändischen Luftraum und macht das Reisen zum teuren Albtraum. Explodierende Treibstoffpreise zwingen die Fluggesellschaften in die Knie und führen zu massenhaften Streichungen von Verbindungen.
Spritpreise schocken die Luftfahrt
Seit zwei Monaten tobt der Konflikt zwischen den USA und dem Iran und sorgt für eine Schockwelle am Ölmarkt. Die Preise für Kerosin haben sich mehr als verdoppelt und fressen die ohnehin geringen Gewinne der Fluglinien komplett auf.
Normalerweise macht der Treibstoff etwa 30 Prozent der Kosten aus, doch jetzt gerät alles aus den Fugen. Strecken, die früher Geld einbrachten, verursachen heute nur noch tiefrote Zahlen in den Kassen der Unternehmen.
Thai AirAsia streicht massiv
Besonders hart trifft es die Billigflieger im Land des Lächelns. Die Fluggesellschaft Thai AirAsia gehört laut Experten weltweit zu den fünf Unternehmen, die ihre Flüge am stärksten zusammenstreichen mussten.
Allein für den Monat Mai wurden die Kapazitäten um fast 15 Prozentpunkte im Vergleich zum ursprünglichen Plan gekürzt. Das bedeutet weniger Urlauber, weniger Einnahmen und puren Stress für alle Reisenden.
Flaute am Flughafen Phuket
Die Krise ist an den Terminals bereits deutlich spürbar. Am beliebten Urlaubsziel Phuket sanken die Passagierzahlen im April bereits um fast sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Flughafendirektor Monchai Tanode hofft nun verzweifelt auf die kommende kühle Jahreszeit. Bisher hat noch keine Fluggesellschaft ihre festen Start- und Landerechte aufgegeben, doch die Lage bleibt extrem angespannt.
Nok Air kämpft weiter
Trotz der düsteren Wolken am Himmel gibt es Airlines, die sich nicht geschlagen geben wollen. Die Fluggesellschaft Nok Air hält an ihrem Plan fest, bis zum Jahresende zwei neue Maschinen in die Flotte aufzunehmen.
Im dritten Quartal will das Unternehmen sogar wieder verstärkt internationale Ziele anfliegen. Auch Mitbewerber Vietjet setzt auf moderne Flugzeuge vom Typ Boeing 737 Max 8, um den hohen Spritkosten zu trotzen.
Regierung soll Rettungsanker werfen
Die Luftfahrtbehörde verhandelt nun fieberhaft über Hilfsmaßnahmen für die kriselnde Branche. Im Gespräch sind Senkungen der Kerosinsteuer sowie geringere Gebühren für das Parken und die Navigation der Flugzeuge.
Man will um jeden Preis verhindern, dass es zu noch mehr Absagen kommt und die Urlaubslust der Menschen komplett erlischt. Die Fluggesellschaften kämpfen ums nackte Überleben in einer Welt der Rekordpreise.
Deine Rechte bei Ausfällen
Wenn dein Flug gestrichen wird, müssen die Gesellschaften für Ersatz oder eine Rückerstattung sorgen. Das gilt jedoch nur, wenn die Information über den Ausfall sehr kurzfristig bei dir eintrifft.
Werden Reisende früher als drei Tage vor Inlandsflügen oder sieben Tage vor Auslandsflügen informiert, müssen die Airlines keine Entschädigung zahlen. Prüfe daher unbedingt rechtzeitig dein E-Mail-Postfach vor dem Abflug.
Deine Meinung
Fühlst du dich von den Fluggesellschaften im Stich gelassen, wenn dein Urlaub wegen hoher Spritpreise einfach gestrichen wird?
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