Drama in Kalasin: Polizist erschießt wütenden Mann in Notwehr

Ein Polizeieinsatz in der Provinz Kalasin endete tödlich, nachdem ein 51-jähriger Mann die Beamten angriff. Der Polizist sah sich gezwungen, von seiner Dienstwaffe Gebrauch zu machen. Informationen zu den Hintergründen und den juristischen Folgen des Vorfalls.

Drama in Kalasin: Polizist erschießt wütenden Mann in Notwehr
ThaiRath

KALASIN – Ein Polizeieinsatz in einem Dorf in der Provinz Kalasin endete tödlich, nachdem ein mit einem gefährlichen Gegenstand bewaffneter Mann Beamte angriff. Der 51-Jährige, der als gewalttätig und drogenabhängig galt, starb durch den Schusswaffeneinsatz eines Polizisten, der zuvor gestürzt war.

Der Mann näherte sich dem in Bedrängnis geratenen Polizisten

Gegen 15 Uhr ging bei der Notrufzentrale 191 die Meldung über einen Randalierer ein. Ein Mann laufe in einem Wahnzustand mit einem Messer bewaffnet durch das Dorf Kham Si und versetze die Bewohner in Angst.

Eine Streife der Polizeistation Nong Kung Si rückte sofort aus. Die fünf Beamten unter Leitung von Polizeihauptkommissar Sunthorn Khamphirom fanden den Mann, den 51-jährigen Kritsanaphon Phakdikamchon, auf einer Viehweide am Dorfende vor.

Schreie und Drohungen: Der Mann griff die Beamten mit einem Gabelstock an

Die Polizisten versuchten, die Lage mit Schutzausrüstung und Gabelstöcken unter Kontrolle zu bringen. Sie redeten auf den Mann ein, der jedoch keine Anstalten machte, sein langes Grasmesser wegzulegen.

Immer wieder entfernte sich der Mann, über eine Strecke von 200 Metern, doch statt sich zu beruhigen, rastete er aus. Er entriss einem Beamten dessen Gabelstock und schlug damit wild auf die Polizisten ein, die sich zurückziehen mussten.

Zwei Schüsse in absoluter Notwehr

Die Beamten wichen bis an den Rand eines Teiches aus. Genau dort verlor Polizeihauptkommissar Sunthorn das Gleichgewicht, stolperte und fiel zu Boden.

In diesem Moment kam es zu dem Schusswaffengebrauch. Der Angreifer erlitt dabei tödliche Verletzungen und verstarb am Tatort.

Familie des Getöteten: „Wir haben keine Einwände“

Der 79-jährige Vater des Verstorbenen, Herr Somsri, sagte, sein Sohn habe Drogen genommen und seine Medikamente nicht regelmäßig eingenommen. Er sei täglich mehrfach zu den Eltern gekommen und habe je 50 Baht für Drogen verlangt – wer nicht zahlte, gegen den wurde er gewalttätig.

Auch der Onkel, Herr Orot, bestätigte, sein Neffe sei im Wahn gewesen. Er habe schon mehrfach den eigenen Vater attackiert. Die Familie will keine Ermittlungen gegen die Polizei, da der Verstorbene regelmäßig ausgerastet sei.

Dorfchef: „Es war eine tickende Zeitbombe“

Der Dorfvorsteher von Kham Si, Herr Somphak Anuson, schilderte den Verstorbenen als drogenabhängigen Mann, der oft randalierte und andere angriff. Er galt im Dorf als gefährlich.

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Die Polizei habe ihn schon mehrfach ins Krankenhaus zur Behandlung gebracht. Doch der Mann kehrte jedes Mal zu den Drogen zurück und wurde nie wirklich geheilt.

Polizeichef ordnet umfassende Prüfung an

Polizeigeneralmajor Songphon Boribanprasit, Kommandeur der Provinzpolizei Kalasin, wies die Polizeistation Nong Kung Si an, den Fall gründlich zu untersuchen. Geklärt werden soll, ob der Verstorbene zum Tatzeitpunkt tatsächlich unter Drogeneinfluss stand.

Falls ja, müsse die Polizei die Quelle der Drogen ausfindig machen und die Dealer strafrechtlich verfolgen. Der gesamte Einsatz und die Schüsse des Beamten werden mit Spurensicherung, Ärzten und der Staatsanwaltschaft ausgewertet, um die genauen Umstände der Notwehr zweifelsfrei zu klären.

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Quelle: Thairath

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