SUKHOTHAI – Ein verschwundenes Lotterielos mit der Nummer 173770, das den ersten Preis gewonnen haben soll, hat im Bezirk Sawankhalok einen handfesten Nachbarschaftsstreit ausgelöst. Die Besitzerin erstattete Anzeige, nachdem ein Nachbar das Los angeblich in den Müll geworfen hatte. Ihr Ehemann appelliert nun öffentlich an das Gewissen des Finders.
Drei Lose für 300 Baht bestellt
Sayan Dokmai, im Dorf liebevoll „Tante Fleißig“ genannt, hatte am Lotteriestand von Jeez Dry genau drei Lose zusammennähen lassen und dafür 300 Baht bezahlt. Die Familie lebt in schwierigen Verhältnissen und sammelt oft Gemüse und Gras, um über die Runden zu kommen.
Nach der Ziehung der staatlichen Lotterie am Abend brachte sie die Lose zu einem Nachbarn, der die Nummern für sie prüfen sollte. Als die Gewinnnummer 173770 aufschien, umarmte der Nachbar sie voller Freude – das große Geld schien zum Greifen nah.
Nachbar prüft Los – dann verschwindet es
Die Frau ließ die wertvollen Papiere beim Nachbarn, der versprach, sie sicher zu verwahren. Als sie später zurückkam, die ernüchternde Nachricht: Der Mann behauptete plötzlich, keines der Lose habe gewonnen.
Er habe sie kurzerhand in den Müll geworfen. Bei der sofortigen Durchsuchung des Abfalls fanden sich jedoch nur zwei der drei ursprünglich gekauften Lose. Das angebliche Gewinnerlos mit der Nummer 173770 blieb wie vom Erdboden verschluckt.
Ehemann appelliert an das Gewissen
Chaiya Kaewprasert, der Ehemann von Sayan Dokmai, wohnt nur drei Kilometer entfernt und stellte sich nun öffentlich vor seine Frau. „Tante Khayan ist eine ehrliche Person, sie lügt nicht“, betonte er mit Nachdruck.
Sein Appell ist direkt: Wer auch immer das Los genommen hat, möge es zurückbringen. Für die Familie wäre der Gewinn der Ausweg aus der Armut, die Kinder hätten endlich Hoffnung auf ein besseres Leben ohne die tägliche Plackerei.
Glaube an Karma und gerechte Strafe
Der Ehemann zeigte sich tief in seinem Glauben verwurzelt. Er vertraut auf die Macht von „Luang Phor 4 Brüder“, heiligen Mönchen aus dem Wat Pak Nam Saksit, bei denen seine Frau einst einen heiligen Eid abgelegt haben soll.
„Karma ist real“, sagte er überzeugt. Wer lügt und sich am fremden Glück bereichert, werde früher oder später zur Rechenschaft gezogen. „Man kann andere belügen, aber man kann sich selbst nicht belügen.“
Polizei ermittelt wegen verschwundenen Loses
Sayan Dokmai hat den Vorfall offiziell bei der Polizei zu Protokoll gegeben. Die Beamten haben die Ermittlungen aufgenommen und prüfen den bizarren Fall des im Müll verschwundenen Loses.
Der Ehemann zeigte sich dankbar für die bisherige Unterstützung der Behörden. Bis das Los oder der ehrliche Finder auftaucht, bleibt der Familie nur die Hoffnung auf Gerechtigkeit – und das Vertrauen auf eine höhere Macht.



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