Drogen-Hammer in Thailand: 200 Millionen Baht Heroin sichergestellt

Drogen-Schmuggelring in Thailand gesprengt: Ein Nigerianer und zwei Thailänderinnen versteckten 65,5 Kilo Heroin in Tierfutter. Wie die Bande per Romance-Scam Frauen für den 200-Millionen-Deal köderte – und was ihnen nun droht.

Drogen-Hammer in Thailand: 200 Millionen Baht Heroin sichergestellt
Pattaya News

Nong Khai, Thailand – Thailändische Ermittler haben einen grenzüberschreitenden Drogenring zerschlagen und 65,5 Kilogramm Heroin im Wert von mehr als 200 Millionen Baht sichergestellt; drei Verdächtige wurden festgenommen, teilte das Zentrale Ermittlungsbüro mit.

Drogenring in Nong Khai ausgehoben

Polizeigeneralmajor Natthasak Chaowanasai gab am 18. Mai die Festnahmen von zwei thailändischen Frauen und einem nigerianischen Mann bekannt.

Die Fahnder beschlagnahmten insgesamt 65,5 Kilogramm Heroin, das laut Behörden vor allem an ausländische Touristen in Bangkok, Phuket und Pattaya verkauft werden sollte.

Versteckt in Snack- und Tierfutterpackungen

Das Heroin war nach Angaben der Beamten in Snacktüten und Verpackungen für Tierfutter getarnt, um Kontrollen zu entgehen.

Bei dem nigerianischen Verdächtigen, genannt Chiadikaobi, stellten die Ermittler 49,5 Kilogramm sicher; Frau Somporn wurde am Southern Bus Terminal in Bangkok mit weiteren 16 Kilogramm aufgegriffen.

So lief die Operation

Die Aktion begann, nachdem die Einwanderungspolizei in Nong Khai verdächtige Aktivitäten eines in Bangkok lebenden Nigerianers gemeldet hatte, erklärten die Ermittler.

Überwachung führte die Beamten zu einem Hotel in Bangkok, wo der Mann festgenommen wurde; später ergriffen Drogenfahnder die Frau am südlichen Busbahnhof.

Onlinekoordination und Betrug mit Liebesbeziehungen

Die Behörden berichten, die Verdächtigen hätten sich nicht persönlich getroffen, sondern über Online‑Kanäle koordiniert.

Demnach nutzte das Netzwerk sogenannte Betrug mit Liebesbeziehungen, um thailändische Frauen als Kuriere zu rekrutieren und zahlte etwa 30.000 Baht pro Lieferung.

Marktwert und Zielregionen

Wäre das Heroin auf den Markt gebracht worden, hätte es nach Polizeiangaben rund 3.500 Baht pro Gramm erzielt und so den geschätzten Erlös von über 200 Millionen Baht erbracht.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Laut Ermittlern war die Ware vor allem für den Verkauf an ausländische Touristen in Bangkok, Phuket und Pattaya vorgesehen.

Anklage und Polizeiwarnung

Die Verdächtigen werden nach dem thailändischen Betäubungsmittelgesetz (2021), Abschnitt 145 Absatz 3, angezeigt; mögliche Strafen reichen von fünf Jahren bis zu lebenslanger Haft, Geldstrafen zwischen 500.000 und 5.000.000 Baht oder der Todesstrafe, heißt es in der Mitteilung.

Polizeigeneralmajor Natthasak Chaowanasai warnte thailändische Frauen ausdrücklich davor, Online‑Beziehungen mit Ausländern als Vertrauensvorschub zu sehen oder versiegelte Pakete anzunehmen, da dies schwere strafrechtliche Folgen haben könne. Es ist unklar, ob Ms. Kanyarat, die laut Angaben die Drogen geliefert haben soll, ebenfalls festgenommen wurde oder sich auf freiem Fuß befindet. Zudem ist nicht bekannt, ob ‚Chiadikaobi‘ ein Vor- oder Nachname ist.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Pattaya News

Ein Kommentar zu „Drogen-Hammer in Thailand: 200 Millionen Baht Heroin sichergestellt

  1. Auch die Drogenszene in TH ist nicht mehr in den Griff zu bekommen und dies auch weltweit. Der Grund ist relativ simpel. Gefangen werden Transporteure und kleine Fische, auch wenn ab und zu gewaltige Mengen an Stoff aufgefunden werden. Die Organisatoren dieser Banden sind oft sehr gut in Politik und Wirtschaft integriert. So weiß man seit langen, dass der Herointransport von Vietnam und Afghanistan durch die CIA gemanagt und überwacht wurde. Obwohl auch die Drogenlabore im Dreiländereck den Thais bestens bekannt sind, werden keine koordinierten Operationen zu deren Vernichtung ausgeführt. Koordination gibt es beim Abfangen der Kuriere, aber nie beim Vernichten der Produktionsstätten. Wenn man sich bewusst wird, dass die abgefangenen Mengen nur ein Bruchteil der sich im Handel befindlichen Drogen darstellt, der versteht meine Worte.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.