SAMUT PRAKAN – Erst ein ohrenbetäubender Knall, dann loderte die Flammenhölle: Mitten in der Nacht hat ein Elektroauto in Soi Suksawat 37/1 Feuer gefangen und ist komplett ausgebrannt. Die Wucht der Detonation war so heftig, dass Anwohner zwei Explosionen hintereinander hörten und Funkenschlag im Vorgarten für helle Aufregung sorgte. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist jedoch erheblich.
Explosion und Funkenflug
Es war kurz vor Mitternacht am 5. Juli 2026, als die Stille in der Wohngegend von Tambon Bang Phueng jäh zerrissen wurde. In der vierstöckigen Reihenhauseinheit Nummer 101, Moo 13, Tambon Bang Phueng, Amphoe Phra Pradaeng, stand das rote Elektroauto mit Bangkok-Kennzeichen direkt vor dem Gebäude – und ging plötzlich in einem grellen Funkenregen auf.
Der Sicherheitsmitarbeiter Phinit Phromphut (49) arbeitete auf der gegenüberliegenden Straßenseite. „Ich hörte zwei laute Explosionen direkt hintereinander und rannte sofort raus“, schilderte er die ersten Sekunden der Panik. Sein Versuch, mit einem einzigen Feuerlöscher gegen die Flammen anzukämpfen, blieb erfolglos.
Nachbar schlägt Alarm
Auch der 57-jährige Phiphop Suwannakhet zuckte beim ersten Knall zusammen. Aus seinem nahegelegenen Zimmer sah er, wie Funken aus dem Wagen sprühten und das Feuer schlagartig auf das Vordach überzugreifen drohte. Sofort alarmierte er die Rettungskräfte.
„Feuer! Feuer!“ – mit lauten Rufen warnten er und etwa drei bis vier weitere Nachbarn die Bewohner des Hauses. Schätzungsweise fünf bis sechs Personen brachten sich so rechtzeitig in Sicherheit, bevor das Inferno auf die Hausfassade und die elektrischen Leitungen übergriff.
Sicherheitsmann filmt und löscht
Phinit zückte nicht nur den Feuerlöscher, sondern auch sein Handy und nahm ein Video von dem brennenden Fahrzeug auf. „Ich habe es nicht geschafft, die Flammen zu kontrollieren“, gestand er den Beamten später mit den Worten „Es ist nicht zu kontrollieren“. Das Auto parkte dort seit Jahren täglich, einen persönlichen Kontakt zum Besitzer hatte er aber nie.
Zeitgleich setzten andere Augenzeugen die Notrufe ab. Etwa zehn Minuten nach der ersten Meldung kam die Rückmeldung der Einsatzzentrale: Feuerwehr und Helfer sind unterwegs. Bis dahin war der Elektro-Pkw bereits eine lodernde Fackel.
30 Minuten bis zur Kontrolle
Fünf Löschfahrzeuge der Stadtverwaltung Lat Luang und Freiwillige der Poh Teck Tung Stiftung rückten an und nahmen den Brand frontal mit Wasserstrahlen unter Beschuss. Nach rund einer halben Stunde intensiver Löscharbeit hatten die Einsatzkräfte die Flammen endlich unter Kontrolle.
Das Ergebnis war dennoch verheerend: Vom Fahrzeug blieb nur noch ein rauchendes Wrack übrig, das Vordach des Hauses wurde massiv in Mitleidenschaft gezogen, und auch der Transformator sowie die komplette Hauselektrik erlitten schwere Schäden. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.
Stellvertretender Bürgermeister warnt
Der Besitzer, ein zurückhaltender Mann, stand fassungslos vor den Trümmern seines Wagens. Er beteuerte, das Auto vor sechs bis sieben Jahren als Neuwagen gekauft zu haben – „ohne jemals Probleme“. Erst die Alarmrufe seiner Nachbarn hatten ihn aus der Wohnung getrieben, doch da stand der Pkw bereits in Flammen. Baramee Faksawat, stellvertretender Bürgermeister von Lat Luang, bestätigte die Schäden und mahnte zur Wachsamkeit. Da solche Vorfälle bei Elektroautos zuletzt häufiger auftreten, appellierte er an alle Nutzer, auf Rauch, ungewöhnliche Gerüche oder Auffälligkeiten zu achten und sofort die Behörden zu rufen. Die forensische Abteilung ermittelt nun zur genauen Brandursache.
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Ja, kauft mehr E-Autos. Diese Fackeln sind sooo gut für die Umwelt. 😂😂😂
Stimmt! Die Quote liegt bei Verbrenner ca. 1.530 Brände pro 100.000 Fahrzeuge. Elektroautos ca. 25 Brände pro 100.000 Fahrzeuge. Das sind laut dem US-amerikanischen Versicherungsportals AutoinsuranceEZ rund 60 mal mehr Brände als bei EV’s.
ich habe auch mehrfach gelesen, das bei Elektroautos statistisch gesehen weniger Brandgefahr besteht als bei Verbrennerautos. Gleichwohl muss man aber auch ein paar Regeln beherzigen, um diese SIcherheit zu haben. Z.b. nicht unbedingt stundenlang in der Sonne parken, beim Laden zuhause muss die Hauselektrik sicher sein usw.
Ich fahre kein E-Auto, nur E-Roller. Aber ich habe durchaus etwas Erfahrung mit Strom. Meine kleine PV Anlage inklusive Akku in Deutschland ist DIY. Daher habe ich auch Vorstellungen, wie meine PV in Thailand aussehen soll.
Das Hauptproblem, Akkus sollten nicht ganz bis zur Grenze geladen werden, doch das ist Sache des Herstellers, da einen Puffer einzuplanen. Auch können gealterte Zellen erkannt und gemeldet werden. Frage, reagiert der Kunde darauf? Es fährt ja noch. Und wird das in der Werkstatt beim normalen Wartungstermin auch überprüft? Weil das kostet ja Geld.
Das Problem seitens des Endanwenders sind in der Regel Kontaktwiderstände. Eine nicht richtig angezogene Schraube – auch da sollte man mal regelmäßig so alle 5 bis 20 Jahre einen Blick drauf werfen -. Die Schaube kann sich bei wechselnder Wärme und Kälte minimal lösen, im PKW kommen noch leichte Vibrationen hinzu, der Kreislauf startet dann. Die besagte Schraube kann am Akku oder auch in der Steckdose sein. Das wird dann mit minimaler Korrosion bei der elektrischen Leistung zu einem Heizstab.
Warum soll man bei der Wartung wohl laut Werkstatt Handbuch auch immer bestimmte Schrauben überprüfen / nachziehen?
Ein elektrisches Problem aus Deutschland, die Leute verwechseln 30 Minuten Peak mit Dauerleistung. Ja, eine Schuko Steckdose kann 3600W Peak abgeben, wenn sie und der Stecker neu sind und nur begrenzte Zeit (30 Minuten). Aber nicht um jeden Tag das Auto mit der mit den 3,6kW zu laden! Nächste Problem, nachträgliche Kindersicherungen: Der Stecker hat dadurch 5 mm mehr Abstand, die Kontaktfläche verkleinert sich. Dann kommt das Alter, die Blechstreifen verlieren im Laufe der Zeit Spannung, der Kontakt ist nicht mehr so gut. Dann die Überlast, und der Brandsatz geht irgendwann garantiert hoch.
In Thailand sind es zwar keine Schuko Steckdosen, aber auch die haben ihre Probleme. Bei modernen E-PKW gibt es entsprechende Verbindungen, die das auf die Belastungen ausgelegt sind. Wenn der Monteur weiß, was er warum tut.
Wer eine Ausbildung als Elektriker hat, dem sage ich nichts neues. Der Laien Fachmann Marke „es geht doch“, greift dann auch mal zum Feuerlöscher.
Ich halte E Autos für im Normalfall sicher.
Wenn es ein Akkubrand war oder ausgelöst hat, erreicht man mit einem Feuerlöscher nichts mehr. Dann hilft eigentlich nur die Kühlung mit viel Wasser im Pool. Solange der Akku geladen ist, wird weiter Hitze erzeugt.
Noch – sind die Verbrenner in der deutlichen Mehrheit. So erklärt sich auch die durch Statistik belegte höhere Anzahl von – Verbrenner Fahrzeugen – die Brandschäden erlitten. Wie viele davon auf Autogasbetrieb umgerüstet wurden ist ebenfalls unerwähnt, diese Zahl dürfe “ erheblich “ sein. Als gesichert darf dagegen gelten, in Zukunft wird man – noch mehr – als heute von Bränden an Elektroautos lesen + berichten können. Die “ erheblichen Schwierigkeiten + ungleich höheren Folgeschäden “ die ein Brand an E-Fahrzeugen auslöst wenn es in Brand gerät dürften hinlänglich bekannt sein. Die meisten Brände entstehen durch unterlassene Wartung, Kontrolle + zunehmendes Alter der Fahrzeuge, vollkommen unabhängig ob E-Fahrzeug oder Verbrenner Auto.
Das ist völlig unmöglich und wenig plausibel. Jeder hundertste Verbrenner würde demnach in Flammen aufgehen. Nie und nimmer!
Liebe Stinker, unabhängig von welcher Statistik auch immer, aber Verbrenner brennen eben leichter und schneller als EV’s. Aber redet es Euch nur schön. Das sagt übrigens die Google KI dazu: „Sowohl der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) als auch der ADAC und die DEKRA Unfallforschung bestätigen, dass von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) keine erhöhte Brandgefahr ausgeht. Die gegenteilige öffentliche Wahrnehmung resultiert vor allem aus einer selektiven, emotionaleren Medienberichterstattung über brennende Akkus.“