Das Unglück ereignete sich am Freitagnachmittag gegen 16:43 Uhr in einer belebten Gegend an der Rama-IV-Straße, zwischen der Kreuzung Hua Lamphong und der Kreuzung Mo Mi, in der Nähe des Tempels Wat Traimit Withayaram (Talat Noi, Bezirk Samphanthawong). Ein Betonsims im zweiten Stock eines Geschäftshauses stürzte auf die darunterliegende Straße.
Gebäude stürzt an stark befahrener Straße ein
Einsatzkräfte der Feuerwache Suan Mali sowie Rettungsteams trafen um 16:57 Uhr am Unglücksort ein. Sie konnten den Körper des Opfers aus den Trümmern bergen und in ein Krankenhaus bringen. Berichte, wonach das Opfer zunächst kritisch verletzt war, bestätigten sich leider nicht; das Opfer verstarb laut Thai PBS.
Die Polizei der Station Phlapphla Chai 2 hat den Bereich um die Kreuzung Hua Lamphong für den Verkehr gesperrt. Autofahrer werden gebeten, alternative Routen über die Mahapruttaram Road oder die Straße entlang des Phathung-Krung-Kasem-Kanals zu nehmen.
Sicherheitsmaßnahmen und Ermittlungen
Der betroffene Bereich ist derzeit weiträumig abgesperrt. Ingenieure prüfen die Statik des Gebäudes, um weitere Einsturzgefahren auszuschließen. Eine offizielle Untersuchung zur genauen Ursache des Einsturzes wurde eingeleitet.



Hier in der Nähe wird auch fleißig gebaut und betoniert. Die Pfeiler werden ja mit Bewehrungsstahl verstärkt. Aber die senkrechten Stäbe müssen mit horizontalen Eisen zusammengehalten werden. Und diese horizontalen Eisen müssen am Ende um 135° umgebogen werden, damit die senkrechten Stäbe nicht auseinandergehen, d.h. knicken, können. Ich habe nun bei ca. 40 neuen Häusern immer gesehen, daß nur um 90° umgebogen wird. Das heißt, die horizontalen Eisen sind praktisch wertlos und diese Häuser von Anfang an einsturzgefährdet. Mein Hinweis an die Eisenbieger wurde einfach ignoriert. Wahrscheinlich ist das in ALLEN Häusern Thailands so der Fall, außer denen, bei denen Bauingenieure auf westlichem Niveau beteiligt sind. Bei anderen Bewehrungsarbeiten wird es nicht viel anders sein. Da denken die Thais wohl, daß ein bisschen hineingearbeiteter Stahl den Beton einfach verstärkt, ohne Kenntnis der Funktionsweise zu haben. Nun denn: Mai pen Rai. Wer hier ein Haus gebaut hat und bei dem die 135° korrekt ausgeführt wurden, der möge das hier kommentieren.
Nachtrag: Vielleicht hat ein Leser hier Erfahrungen mit fabrikmäßig vorgefertigten Pfeilern. Diese werden meist nicht für Häuser benutzt, sondern für Mauern. Sind dort horizontale Eisen drin? Sind sie korrekt um 135° gebogen? Ist die Überdeckung mit Beton mindestens (an allen Stellen) mit 3 bis (besser) 5 cm sichergestellt? Ich sehe immer wieder solche Pfeiler, die schon nach kurzer Zeit Längsrisse haben oder bei denen schon der Beton abplatzt. Bei dem feuchtheißen Klima Thailands dringt die Luftfeuchtigkeit (besonders wenn zuviel Wasser genommen wurde) ein, läßt die Bewehrung korrodieren und der Aufwuchs des Stahls sprengt den Beton ab. Wie sind hier die Erfahrungen?