PHUKET – Phukets Gouverneur Nirat Pongsitthithavorn hat grünes Licht für eine saftige Erhöhung der Hotelsteuer gegeben. Der Satz soll von 1 auf 3 Prozent verdreifacht werden, um dringend benötigte Millionen für die Inselentwicklung in die Kassen zu spülen. Für Urlauber bedeutet das konkret: Auf jede Hotelübernachtung kommt ein kleiner Aufschlag obendrauf.
Drei-Prozent-Keule für die Hotelbetten
Bei einem Workshop zum Tourismusmanagement segnete der Gouverneur den Vorschlag ab, die Abgabe kräftig anzuheben. Mit am Tisch saß Raywat A-reerob, der Chef der Provinzverwaltung (PAO).
Nirat verteidigt den drastischen Schritt mit der schieren Wirtschaftskraft des Sektors. Hotels, Tourismus und Gastronomie seien das Rückgrat Phukets und stellten die meisten Arbeitsplätze, entsprechend verhältnismäßig sei eine stärkere Beteiligung an den Kosten der Insel.
30 Baht für Wohlstand ohne fremde Hilfe
Der Gouverneur rechnet mit einem Beispielpreis von 1.000 Baht pro Nacht vor. Die neue „lokale Entwicklungsgebühr“ schlüge dann mit 30 Baht zu Buche.
„So wird Phuket Wohlstand erreichen, ohne sich auf Steuern von anderen zu verlassen“, erklärte Nirat. Das eingesammelte Geld soll unter anderem für internationale Roadshows fließen, um das Tourismusgeschäft weiter anzuheizen und die angepeilten 14 Millionen Besucher pro Jahr zu halten.
Acht von zehn Hotels tricksen bisher
Der Pferdefuß: Bislang zahlt nur ein Bruchteil der Unterkünfte überhaupt in den Topf ein. Laut Schätzungen sind 80 Prozent der Hotels auf Phuket nicht ordnungsgemäß registriert und umgehen die Abgabe damit komplett.
Für den Gouverneur ist klar: Wer nicht auf öffentlichem Grund oder Strand gebaut hat, muss jetzt korrekte Genehmigungen beantragen. Auch nicht registrierte Häuser sollen künftig zur Kasse gebeten werden.
Milliardensegen durch legale Steuerwende
Allein durch die Erhöhung bei bereits registrierten Hotels erwartet die PAO satte eine Milliarde Baht pro Jahr an Einnahmen. Gelingt es, die Schattenhotellerie in die Legalität zu drängen, könnten die Einnahmen auf 1,5 Milliarden Baht anwachsen.
Nirat träumt sogar noch größer. Sollte es gelingen, einen umfassenden Instandhaltungsfonds aufzustellen, wären jährlich vier bis fünf Milliarden Baht drin. „Es geht darum, Liebe für Phuket zu zeigen, indem man hilft, Steuern zu zahlen“, appellierte der Gouverneur.
Finanzamt soll Kassensturz überwachen
Die Umsetzung soll ohne langwierige Gesetzesänderungen über die Bühne gehen. Die bestehenden Vorschriften erlauben bereits eine Instandhaltungsgebühr in einem Korridor von einem bis drei Prozent. Das Finanzamt wird beauftragt, die Zahlungen der Hotels im Detail nachzuverfolgen. Ziel ist es, alle Abgaben gleichzeitig und vollständig einzutreiben, damit kein Bett ungeschoren davonkommt.
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