Wiang Chai, Chiang Rai – An einer berüchtigten Kreuzung im Bezirk Wiang Chai ist ein Pickup mit voller Wucht in einen Pkw gerast. Vier Menschen starben, ein zwölfjähriges Mädchen kämpft um sein Leben. Die Ampel blinkte, der Pickup-Fahrer blieb unverletzt.
Todesfalle Blinklicht
Es war kurz nach 22:00 Uhr am 10. Juni, als der weiße Toyota-Pickup mit Stahlaufbau die Kreuzung der Hauptstraßen 1142 und 1151 erreichte. Die Ampelanlage war zu dieser Zeit bereits auf Blinklicht umgeschaltet – ein Modus, den Anwohner seit Jahren fürchten.
Wisa, der 34-jährige Fahrer des Pickups, gab an, mit 80 bis 90 km/h unterwegs gewesen zu sein. Den weißen Honda City, der gerade die Kreuzung passierte, habe er nicht rechtzeitig bemerkt.
Zwei Meter tief ins Blech gefräst
Der Aufprall war verheerend. Der Pickup traf den Pkw seitlich mittig und drückte die Karosserie auf einer Breite von etwa zwei Metern ein. Die Wucht schleuderte den Honda von der Fahrbahn direkt gegen einen Strommast auf der Mittelinsel.
Beide Vorderräder des Pickups rissen ab, das Fahrzeug kam erst 20 Meter von der Kollision entfernt zum Stehen. Bremsspuren zogen sich über eine lange Strecke, doch der entscheidende Bremsvorgang kam offenbar zu spät.
Fünf Verwandte im Wrack eingeklemmt
In dem Honda City saßen fünf Menschen, alle miteinander verwandt. Rettungskräfte mussten hydraulisches Gerät einsetzen, um die Insassen aus dem völlig zerstörten Fahrzeug zu befreien. Drei Personen – der 41-jährige Fahrer Uthen, der 70-jährige Tha und die 66-jährige Chanthip – starben noch an der Unfallstelle.
Der 46-jährige Uthai erlag wenig später im Krankenhaus Somdet Phra Yan Sangworn Wiang Chai seinen schweren Verletzungen. Das zwölfjährige Mädchen Suthaphat überlebte schwer verletzt und wird medizinisch versorgt.
Pickup-Fahrer unter Schock, aber unverletzt
Wisa, der aus der Provinz Si Sa Ket stammt, blieb körperlich unversehrt. Er wartete am Unfallort auf die Polizei und schilderte, er sei auf dem Weg in Richtung Chiang Khong gewesen, um Obst abzuholen.
Zuvor war er durch das Stadtgebiet von Chiang Rai und über die neue Umgehungsstraße Nong Luang gefahren. Den Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Pkw habe er nicht mehr verhindern können.
Kreuzung Lhing Kunchon als Todesfalle bekannt
Anwohner und Abschleppunternehmer, die bei der Bergung halfen, bezeichnen die Kreuzung Lhing Kunchon als notorischen Unfallschwerpunkt. Seit Eröffnung der Umgehungsstraße habe es dort immer wieder schwere Kollisionen mit Dutzenden Toten gegeben.
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Erst im vergangenen Monat ereignete sich an derselben Stelle ein weiterer tödlicher Unfall. Die Forderung aus der Bevölkerung ist eindeutig: Die Ampel müsse rund um die Uhr mit Grün-Rot-Signalen betrieben und zusätzliche Überwachungskameras installiert werden.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Polizei sicherte Aufnahmen von Überwachungskameras und nahm die Spuren am Unfallort detailliert auf. Ziel ist es, den exakten Unfallhergang zu rekonstruieren und rechtliche Schritte einzuleiten. Ob überhöhte Geschwindigkeit, Missachtung des Blinklichts oder ein Fahrfehler zum Tod von vier Menschen führte, müssen die weiteren Ermittlungen klären.
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Da hier in Thailand immer keiner weiss wer Vorfahrt hat, kracht es eben ohne
Ampelschaltung.
Allein schon auf eine Kreuzung mit Blinklicht und bei Dunkelheit mit 80/90 kmh zu zurasen ist schon irre.
Nach diversen Unfaellen und Toten wird es jetzt wohl eine Ampelschaltung die
ganze Nacht durch geben.