KANCHANABURI, Thailand – Eine Frau wirft einer Pflegeeinrichtung in der Provinz Kanchanaburi vor, sie mehr als zwei Jahre lang festgehalten zu haben. Am 8. Oktober 2026 begleitete Ekaphop Luangprasert, Gründer der Seite „Sai Mai Tong Rod“, sie zur Polizei in Wang Thonglang. Sie will gegen alle Beteiligten vorgehen.
Frau spricht von mehr als zwei Jahren in der Einrichtung
Nach ihrer Darstellung wurde sie von freiwilligen Rettungskräften aus ihrem Haus im Bangkoker Stadtteil Lat Phrao abgeholt und in ein Pflegezentrum für ältere Menschen und Patienten gebracht. Dort sei sie länger als zwei Jahre festgehalten worden.
Sie schilderte, dass ihr Sohn und ihre Tochter bei der Abholung anwesend gewesen seien, ihr aber nicht geholfen hätten. Während ihres Aufenthalts in der Einrichtung sei sie mehrfach körperlich misshandelt worden.
Vorwürfe gegen Helfer, Betreiber und Sohn
Die Frau will Anzeige gegen die Rettungshelfer erstatten, die sie nach ihrer Darstellung in das Zentrum gebracht haben. Auch der Betreiber der Einrichtung soll sie nach ihren Angaben bedroht, körperlich misshandelt und festgehalten haben.
Auch ihren Sohn zählt sie zu den Beschuldigten. Er habe die Handlungen angeordnet, sagte sie. Trotz ihres Mitgefühls wolle sie, dass das Verfahren seinen gesetzlichen Gang nehme.
Misstrauen gegenüber der Polizei vor Ort
Sie ging in Wang Thonglang zur Polizei, um Anzeige zu erstatten, weil dort nach Angaben Ekaphops der Ort des Vorfalls sei. Die Polizei müsse nun entscheiden, ob die örtliche Dienststelle oder die Abteilung für Verbrechensbekämpfung den Fall übernimmt.
Die Frau wolle den Fall der Polizei im Bezirk Tha Muang in Kanchanaburi nicht anvertrauen. Sie habe erfahren, dass Mitarbeiter des Pflegezentrums mit Polizisten vor Ort bekannt seien und Beziehungen zu ihnen hätten.
Mögliche Straftatbestände noch offen
Lesen Sie auch: Pflegeheim-Horror: Frau von Sohn weggesperrt – Zentrum droht Schließung
Welche Personen sich nach welchen Straftatbeständen verantworten müssen, ist noch nicht geklärt. Ekaphop zufolge beraten die Beteiligten darüber derzeit mit der Polizei.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: