CHIANG MAI – Ein als „ausgezeichneter Lehrer“ gefeierter Pädagoge sitzt nach schwerwiegenden Vorwürfen in Haft. Dem 41-jährigen Lehrer für Disziplin und Sozialkunde werden schwere Sexualdelikte zur Last gelegt. Die mutmaßlichen Taten richteten sich über etwa ein Jahr lang gegen eine damals 13-jährige Schülerin. Zudem soll er sie zur Anfertigung von Nacktfotos genötigt haben.
Systematischer Missbrauch an Schule
Der Beschuldigte unterrichtete Sozialkunde an einer bekannten Schule in der Provinz Chiang Mai. Laut Ermittlungen begann der Missbrauch bereits Ende 2568, als das Opfer die 7. Klasse besuchte.
Die Übergriffe fanden laut Angaben an verschiedenen Orten statt, darunter im Disziplinarbüro der Schule, im Lehrerwohnheim sowie im privaten Auto des Mannes. Zuletzt soll der Lehrer das Mädchen am 4. Juni dieses Jahres nach Schulschluss im Büro bedrängt haben.
Soziale Medien deckten Tat auf
Die Mutter des Mädchens erfuhr erst am 18. Juni durch Beiträge in sozialen Netzwerken von den Vorfällen. Mitschüler hatten die Geschichte dort geteilt, woraufhin die 33-Jährige ihre Tochter zur Rede stellte.
Das Mädchen hatte zuvor bei seinem Vater gelebt, während die Mutter eine neue Familie gründete. Aufgrund der traumatischen Erlebnisse leidet das Kind heute unter schweren Depressionen und Suizidgedanken.
Einschüchterungsversuche durch Vermittler
Nachdem die Mutter Anzeige bei der Polizeistation Fang erstattet hatte, versuchte der Beschuldigte, den Fall außergerichtlich beizulegen. Er schickte Kollegen und einen lokalen Abgeordneten als Vermittler zur Mutter.
Die Mutter lehnte jeden Vergleich entschieden ab. Sie übergab der Polizei zudem Audioaufnahmen, die den Lehrer belasten sollen.
Haftbefehl und Entlassung aus dem Dienst
Nach einer interdisziplinären Befragung des Opfers am 29. Juni erwirkte die Polizei einen Haftbefehl gegen den 41-Jährigen. Das Büro der Kommission für Grundbildung (OBEC) hat den Mann bereits aus dem Staatsdienst entlassen.
Der Beschuldigte wurde festgenommen und dem Gericht vorgeführt. Da die Behörden eine Fluchtgefahr und die Beeinflussung von Beweismitteln befürchteten, lehnte das Gericht eine Freilassung gegen Kaution ab.
Unterstützung für das Opfer
Der Mann befindet sich derzeit in Haft. Die Pavena Hongsakul Stiftung für Kinder und Frauen begleitet den Fall engmaschig und unterstützt die Familie bei der psychologischen Betreuung.
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Zudem koordiniert die Stiftung mit dem Justizministerium und weiteren staatlichen Stellen, um dem Mädchen staatliche Entschädigungszahlungen zu ermöglichen und eine umfassende Unterstützung sicherzustellen.



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