KOH PHA NGAN – Doppelschlag gegen ausländische Straftäter in Südthailand. Das Bezirkskomitee von Koh Pha Ngan hat am 9. Juli einstimmig die Schwarze Liste und den Visumswiderruf für einen 56-jährigen Litauer beschlossen. Zeitgleich entzog die Einwanderungsbehörde in Phuket einem per Interpol gesuchten Türken die Aufenthaltserlaubnis.
Einstimmiges Votum gegen litauischen Langzeitresidenten
Die Entscheidung im Fall Edvinas fiel ohne Gegenstimme. Der 56-Jährige lebte nach Behördenangaben seit etwa einem Jahrzehnt auf der Insel Koh Pha Ngan.
Bezirkschef Phaisith Thongjerm leitete die sechste Sitzung des Komitees, das ausländische Staatsangehörige mit auffälligem Verhalten oder mutmaßlichen Straftaten überprüft. Vertreter von Polizei, Einwanderungsbehörde und Kommunalverwaltung trugen den Antrag auf Visumswiderruf geschlossen mit.
Beschwerden wegen Diebstahls und Hausfriedensbruch
Bei zwei Gelegenheiten mündeten Anzeigen gegen Edvinas bereits in rechtliche Schritte. Die Vorwürfe reichen von Hausfriedensbruch über Diebstahl aus einem Wohnhaus bis hin zu Sachbeschädigung.
Zwei weitere Polizeiberichte erfassen mutmaßliche Bedrohungen, körperliche Übergriffe und öffentliche Belästigung. Die Vorfälle lösten eine koordinierte Überprüfung durch mehrere Behörden aus.
Aggressives Auftreten und öffentliche Störungen
Eine erste Hintergrundprüfung ergab zudem den Vorwurf, Edvinas habe sich wiederholt aggressiv verhalten und andere bedroht. Anwohner berichteten von Angstgefühlen durch sein Auftreten.
Lokale Beamte schilderten, der Litauer habe teils zusammenhangslos gesprochen und in der Öffentlichkeit Kleidung abgelegt. Das Verhalten sorgte für erhebliche Störungen bei Bewohnern und Touristen.
Interpol-Red-Notice in Phuket vollstreckt
Zeitgleich griff die Einwanderungsbehörde in Phuket durch. Ein 32-jähriger Türke verlor sein Visum, nachdem Interpol eine Red Notice gegen ihn ausgestellt hatte.
Die Vorwürfe gegen den Mann wiegen schwer: illegale Schusswaffen und die unbefugte Weitergabe persönlicher Daten. Das Verfahren zur Aufhebung seiner Aufenthaltsgenehmigung wurde unverzüglich eingeleitet.
Verfahren für Litauer nun auf dem Weg
Nach der einstimmigen Genehmigung durch das Bezirkskomitee setzten die Beamten den Prozess zur Aufnahme in die Schwarze Liste und zum Visumswiderruf unverzüglich in Gang.
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Die Maßnahmen gegen beide Männer unterstreichen den verstärkten Kontrolldruck der thailändischen Behörden gegenüber ausländischen Staatsangehörigen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten.



Thailand ist für seine Ausländerpolitik zu beneiden. In Deutschland wäre so ein Handeln der deutschen Behörden absolut undenkbar. Ich weiß, für Thailänder wäre die aktuelle deutsche Politik für Ausländer und gegen Einheimische nicht zu vermitteln oder zu verstehen.