BANGKOK, THAILAND – Thailand verschärft den Kampf gegen Markenpiraterie, nachdem ausländische Versuche entdeckt wurden, thailändische Marken ohne Genehmigung im Ausland registrieren zu lassen. Im Fokus stehen der Schutz von KMU und ein schneller Widerspruch gegen verdächtige Anmeldungen in wichtigen Märkten wie China und Asean.
Regierung setzt Priorität auf Schutz thailändischer Unternehmen
Vizepremierministerin und Handelsministerin Suphajee Suthumpun hat den Schutz thailändischer kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) besonders betont.
Das erklärte Auramon Supthaweethum, Generaldirektorin der Abteilung für geistiges Eigentum (Department of Intellectual Property) im Handelsministerium.
„10 Plus“-Rahmen und „SMEs Plus“ als Leitlinie
Suphajee wies die Behörde an, Maßnahmen zum geistigen Eigentum im Einklang mit dem politischen Rahmen „10 Plus“ voranzutreiben.
Dazu gehört die Initiative „SMEs Plus“, die die Wettbewerbsfähigkeit stärken und Chancen für thailändische Unternehmen durch besseren IP-Schutz im In- und Ausland ausbauen soll.
Trademark Monitor: Fokus auf Auslandsregistrierungen
Als Reaktion hat die Behörde ihr Projekt „Trademark Monitor“ intensiviert, um unautorisierte Registrierungen thailändischer Marken im Ausland zu verhindern.
Besonders im Blick sind Schlüsselmärkte wie China sowie Länder der Asean-Region.
So funktioniert die Überwachung in der Veröffentlichungsphase
Das Projekt überwacht Marken in der Veröffentlichungsphase, in der Details öffentlich einsehbar sind, bevor eine Registrierung offiziell wird.
In dieser Zeit können Markeninhaber je nach Rechtsrahmen des jeweiligen Landes innerhalb von 60 bis 90 Tagen Widerspruch einlegen.
Warnsystem für betroffene Markeninhaber
Werden identische oder ähnliche Marken entdeckt, informiert die Behörde die rechtmäßigen Inhaber umgehend.
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So sollen Unternehmen die Möglichkeit erhalten, innerhalb der gesetzlichen Fristen gegen die Anmeldung vorzugehen.
Zweites Projektjahr: Über 100 Unternehmen beteiligt
Das Trademark-Monitor-Programm läuft inzwischen im zweiten Jahr und hat nach Behördenangaben mehr als 100 thailändische Unternehmen angezogen.
Teilnehmende Firmen erhalten eine kostenlose Überwachung und Benachrichtigung für die Dauer von einem Jahr.
Fallbeispiel Vietnam: Marke ähnlich „Tao Bin“
Im ersten Quartal dieses Jahres identifizierte die Behörde in Vietnam eine ausländische Markenanmeldung, die „Tao Bin“ ähnelte, einer Marke der Forth Corporation Public Co Ltd.
Die Anmeldung betraf Kategorien rund um Verkaufsautomaten sowie alkoholfreie Getränke, woraufhin die Behörde den Markeninhaber informierte und rechtliche Hinweise für das Widerspruchsverfahren gab.
Deine Meinung
Wie gut sind thailändische KMU deiner Ansicht nach gegen Markenmissbrauch im Ausland geschützt, und reichen kostenlose Monitoring-Angebote wie dieses aus?
Sollte Thailand noch stärker mit Asean-Staaten und China zusammenarbeiten, um solche Fälle schneller zu stoppen – oder liegt die Verantwortung vor allem bei den Unternehmen selbst? Diskutiere in den Kommentaren.



1. April ist doch schon längst vorbei. Das wird Vaterstaat nie im Griff bekommen. Das war schon vor 30 Jahren so und hat sich Null geändert. Wenn ja,dann könnten sie viele Shopping Center komplett dicht machen. Von Märkten wollen wir erst gar nicht reden.