BANGKOK, THAILAND – Sie kippt sich Snacks und Milch über den Kopf – und findet das lustig. Eine kasachische Influencerin sorgt in einem thailändischen 24-Stunden-Markt für einen riesigen Shitstorm. Das eklige Video ging viral – doch dann löschte sie es.
Snacks auf dem Kopf – Milch über die Kleidung
Die junge Frau betritt einen der allgegenwärtigen Mini-Supermärkte. Sie greift sich Chips und Kekse von den Regalen – und schüttet sich alles über den Kopf. Krümel und Soßenreste verteilen sich auf dem Boden.
Danach greift sie zu zwei Flaschen frischer Milch. Sie entleert sie über ihrer Kleidung und lacht dabei. Von einem „leckeren Cocktail“ spricht die Kasachin in ihrem Clip. Das Chaos bleibt am Boden kleben, auch an anderen Produkten. Die Verkäufer müssen den Dreck wegmachen.
Shitstorm – Video gelöscht, aber Kopien bleiben
Nach der Veröffentlichung kocht die Empörung im Netz hoch. Thailändische Nutzer nennen die Aktion respektlos, verschwenderisch und typisch für ein neues Problem: die „Nerven-Influencer“. Die Kasachin löscht ihren Clip – zu spät.
Kopien des Videos verbreiten sich rasant auf thailändischen Plattformen. Die Welle der Kritik reißt nicht ab. Viele fordern Konsequenzen. Denn der Fall steht nicht allein da.
Schon öfter drehte Influencern durch – Verhaftungen folgten
Erst vor wenigen Wochen wurden zwei chinesische Influencer mit Hunderttausenden Fans in einem Hochhaus in Bangkok festgenommen. Sie hatten unter Drogeneinfluss eine nackte Randale veranstaltet – und dabei sadistische Inhalte gefilmt. Anwohner waren entsetzt.
Auch zum thailändischen Neujahrsfest Songkran im April 2026 gab es Ärger. Ausländische Touristen blockierten in Patong auf Phuket Straßen, belästigten Autofahrer und bewarfen Menschen ohne Erlaubnis mit Wasser – alles für Online-Content. Sie wurden wegen Ruhestörung angeklagt. In Chiang Mai gab es ähnliche Festnahmen.
Warum Thailand zum Spielplatz für Nervensägen wird
Diese sogenannten „Nerven-Influencer“ suchen nicht den kulturellen Austausch. Sie zeigen keine Tempel, kein Streetfood, keine Tipps für Touristen. Sie provozieren Chaos: Hausfriedensbruch, Dreck, Belästigung, Falschinformationen – alles für Klicks, Likes und Sponsoring.
Thailands entspannte Atmosphäre und oft lasche Kontrollen machen das Land zum leichten Ziel. Die Reinigungskosten bleiben an den Einheimischen hängen. Ernste Strafen gab es lange kaum. Doch das ändert sich jetzt.
Weltweite Wut – Haftstrafe für einen der schlimmsten Fälle
Thailand ist nicht allein. Weltweit kocht die Frustration hoch. Der bekannteste Fall: der amerikanische Streamer Johnny Somali – mit bürgerlichem Namen Ismael Khalid. Er beleidigte in Japan Passanten rassistisch, provozierte auf südkoreanischen Sehenswürdigkeiten und machte obszöne Videos.
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Im April 2026 verurteilte ihn ein Gericht in Südkorea zu sechs Monaten Haft mit Zwangsarbeit. Auch in Japan gab es Prozesse gegen ausländische YouTuber, die Fahrpreise prellten oder Obdachlose nachstellten. Überall wächst der Unmut gegen die Online-Störenfriede.
Thailändische Netzbürger fordern ein Ende der Schmierereien
Die Welle der Empörung im Netz ist riesig. Viele Thailänder fordern härtere Strafen und schnellere Abschiebungen. Ausländische Influencer, die das Land als Content-Spielplatz missbrauchen, sollen Konsequenzen spüren.
Einige Stimmen verlangen sogar ein spezielles Gesetz gegen „Nerven-Influencer“. Die Polizei zeigt sich inzwischen entschlossener. Doch bei jedem neuen Fall stellt sich die Frage: Wann hört der Spuk auf?
Was macht dieser Hass mit dem Gastland?
Thailand lebt vom Tourismus. Millionen Urlauber kommen jedes Jahr, um die Kultur zu genießen. Einige wenige zerstören mit ihrer Gier nach Aufmerksamkeit das Ansehen aller. Die Reinigung bleibt an den Menschen hängen, die hier arbeiten und leben.
Ist es nicht an der Zeit, dass Plattformen härter durchgreifen? Und du – was würdest du tun, wenn du an der Kasse stehst und siehst, wie ein Influencer den Laden verwüstet? Würdest du einschreiten? Sag es uns in den Kommentaren – lass deiner Meinung freien Lauf!



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