NEGOMBO, SRI LANKA – Ein hochrangiger Mönch sitzt jetzt sieben Tage in Haft. Ihm wird vorgeworfen, einen Schmuggel mit mehr als 110 Kilogramm Drogen aus Thailand gesteuert zu haben. Mitten in der Affäre: 22 junge Mönche und drei beschlagnahmte Handys.
Gericht hält Mönch fest
Ein Sonderrichter am Amtsgericht von Negombo ließ den Geistlichen zunächst weiter festhalten. Er soll noch eine Woche lang verhört werden. Der Verdacht wiegt schwer, weil es um einen Transport mit Cannabis und Haschisch geht.
Der Mann erschien am Montag gegen 16 Uhr vor Gericht. Die Ermittler sehen ihn als Helfer und Unterstützer des Drogenschmuggels. Die Polizei stützt sich dabei auf ein Gesetz zu Giftstoffen, Opium und gefährlichen Drogen.
22 junge Mönche im Fokus
Der Fall nahm Fahrt auf, nachdem die Drogenfahndung am Flughafen Bandaranaike in Katunayake 22 Mönche festnahm. In ihrem Gepäck fanden die Beamten mehr als 110 Kilogramm Cannabis und Haschisch. Die Sendung kam aus Thailand.
Die Ermittler vermuten, dass der ältere Mönch die Aktion mitgetragen hat. Die junge Gruppe geriet damit mitten in eine Affäre, die für die buddhistische Gemeinschaft in Sri Lanka peinlich und schwer belastend ist.
Handys und Chatgruppe belasten ihn
Bei dem Verdächtigen stellten die Beamten drei Mobiltelefone sicher. Erste Auswertungen deuten laut Polizei darauf hin, dass er eine Chatgruppe über einen bekannten Nachrichten-Dienst kontrollierte. Über diese Gruppe soll der Schmuggel organisiert worden sein.
Die Behörden beantragten, den Mann weiter festzuhalten. Nur so, sagen sie, könnten weitere Ermittlungen laufen. Die Verteidigung kündigte zunächst keinen Antrag auf Kaution an, schloss einen späteren Antrag aber nicht aus.
Mönch spricht von „Ignoranz“
Vor Gericht fragte das Gericht, ob der Beschuldigte eine Erklärung abgeben wolle. Laut Bericht sagte er, der Vorfall sei wegen „Ignoranz“ passiert. Mehr sagte er nicht.
Nach der Anhörung gab das Gericht grünes Licht für die weitere Haft und die Fortsetzung der Ermittlungen. Für den Mönch bleibt der Druck damit hoch. Für die Ermittler steht nun im Raum, wer den Drogentransport wirklich lenkte.
Was dieser Fall auslöst
Der Fall trifft nicht nur einen Geistlichen. Er trifft auch das Vertrauen in eine Institution, der viele Menschen Respekt entgegenbringen. Wenn ein Mönch unter solchen Verdacht gerät, bleibt mehr als ein Strafverfahren zurück.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Es geht um Verantwortung, um Vorbild und um die Frage, wie tief ein Schmuggelnetz reichen kann. 110 Kilogramm Drogen, 22 festgenommene Mönche und ein Verdächtiger, der angeblich eine Gruppe steuerte: Dieser Fall hat Sprengkraft.



Immer das Gleiche.Wasser predigen und Wein trinken.