Mekong-Länder fluten Thailand ohne Vorwarnung

In 20 nordöstlichen Provinzen laufen Vorbereitungen für mögliche Hochwasser. Vizepremierminister Songsak Thongsri kritisiert verspätete Informationen über Wasserabgaben aus Staudämmen am Oberlauf.

Mekong-Länder fluten Thailand ohne Vorwarnung
Photo by Monika Guzikowska on Unsplash

BANGKOK – Thailand bereitet sich in 20 nordöstlichen Provinzen auf mögliche Überschwemmungen vor. Vizepremierminister Songsak Thongsri wirft den Ländern am Oberlauf des Mekong vor, Wasser aus Staudämmen abzulassen und Thailand erst danach zu informieren. Dadurch könne die Reaktion auf steigende Pegel zu spät kommen.

Die Aussage fiel am 10. August 2569 im Regierungsgebäude. Thongsri beaufsichtigt die nationale Wasserressourcenbehörde.

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Thongsri kritisiert fehlende Vorwarnungen am Mekong

Nach Angaben Thongsris folgt der Pegel des Mekong inzwischen nicht mehr allein natürlichen Schwankungen. Ursache seien Wasserabgaben aus Staudämmen in Ländern am Oberlauf.

Eigentlich müssten sich die Mekong-Anrainer vor solchen Ablässen abstimmen. Thailand erfahre davon nach Thongsris Darstellung jedoch erst, wenn das Wasser bereits freigesetzt worden sei.

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20 Provinzen sollen sich auf Überschwemmungen vorbereiten

Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul hat die Vizepremierminister mit der Wasseraufsicht in verschiedenen Landesteilen beauftragt. Thongsri ist für die 20 Provinzen im Nordosten zuständig.

Er berief bereits in der vergangenen Woche die zuständigen Behörden ein und gab Anweisungen zur Vorbereitung auf Überschwemmungen. Die Provinzen sollen Maßnahmen zum Schutz und zur Unterstützung der Bevölkerung treffen.

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Neun Maßnahmen für die Kabinettssitzung

Thongsri will neun Maßnahmen in die Sitzung des Kabinetts einbringen. Damit sollen alle Provinzen ihre Vorbereitungen für mögliche Hochwasser verstärken.

Die Behörden sollen außerdem Lehren aus früheren Ereignissen ziehen, damit sich bekannte Probleme nicht wiederholen. Nach Thongsris Angaben gibt es bereits einen umfassenden Plan für den Umgang mit Dürre und Überschwemmungen.

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Außenministerium soll Gespräche mit Anrainerstaaten führen

Auf die Frage, ob Wasser zunächst abgelassen und Thailand erst danach informiert werde, bestätigte Thongsri dies nach seinem Kenntnisstand. Eine frühzeitige Mitteilung sei nötig, damit Schutzmaßnahmen rechtzeitig vorbereitet werden könnten.

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Die weitere Abstimmung mit den Ländern am Mekong soll nun das Außenministerium übernehmen. Es soll um Zusammenarbeit bitten und eine frühere Information über geplante Wasserabgaben erreichen.

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Quelle: Thairath

5 Kommentare zu „Mekong-Länder fluten Thailand ohne Vorwarnung

  1. Es ist ja nicht das erste mal, das am Oberlauf Staudämme geöffnet werden und die Flutwelle dann irgendwann Thailand erreicht. Berichte darüber liest man jedes Jahr wieder.
    Die Lehren, die entsprechende Behörden daraus gezogen haben, sind inzwischen in einen umfassenden Plan eingezogen. Na klasse. Die Umsetzung des selben wäre vielleicht von Vorteil.

  2. Welchen Vorteil hat ein Oberlauf-Anrainer davon, wenn er den Unterlauf-Anrainer zuerst informiert? Wer keine Vorteile für sich sieht, tut halt nichts. Vorschläge um ein Anreizsystem zu bilden, die wären willkommen. Was bietet Thailand?

    1. Eine positive Beziehung zu seinen Nachbarn zu haben, sollte eigentlich Anreiz genug sein um Länder am Unterlauf über erhöhte Abgabemengen zu informieren. Die eigene Bevölkerung informiert man sicher auch und da wäre es ein leichtes, das auch für die betroffenen Nachbarländer so zu handhaben. Man kann dies natürlich auch sein lassen und muss sich dann aber nicht wundern, wenn die betroffenen Länder (hier Thailand) im Gegenzug bei anderen Themen diese Länder benachteiligen oder es im Extremfall sogar zu kriegerischen Handlungen kommt.

      1. Ja, Herr Cocktail-Trinker. Richtig. In diesem Fall – unterlassene Information – besteht der Vorteil des Informanten darin, daß er darauf hoffen kann, zukünftig irgendwie eine Gegenleistung zu erhalten. Wobei diese auch in der Unterlassung eines kriegerischen Angriffs bestehen kann. So ist das auch mit Geschenken: Offiziell sind sie kostenlos, aber immanent ist immer verdeckt die Forderung in Zukunft eine Gegenleistung zu bekommen, auch wenn die z.B. nur aus freundlichem Verhalten besteht. Geschenke sind also nie umsonst, auch wenn man etwas anderes sagt.

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