Pattaya: Ex-Paar unter Verdacht! Mädchen in Karaoke-Bar ausgebeutet

Dreiste Wiederholungstäter: Polizei schnappt Ex-Partner, die erneut minderjährige Mädchen in Karaoke-Bars zur Prostitution zwangen. Während die 43-Jährige gesteht, spielt der Ex-Mann jetzt eine verhängnisvolle Rolle.

Pattaya: Ex-Paar unter Verdacht! Mädchen in Karaoke-Bar ausgebeutet
KhaoSod English

CHONBURI, THAILAND – Die thailändische Polizei hat ein ehemaliges Ehepaar festgenommen, das laut Ermittlern minderjährige Mädchen in einer Karaoke-Bar in Sattahip zur Prostitution gezwungen haben soll. Die Festnahme folgte auf eine erweiterte Untersuchung, bei der unter anderem ein 15-jähriges Opfer gerettet wurde; die beiden geretteten Frauen erhalten jetzt psychologische Hilfe.

Festnahme nach Haftbefehlen

Am Dienstag nahmen Beamte der Anti-Human Trafficking Division (AHTD) Sakulna, 43, und Niwat, 37, fest. Die Verhaftung erfolgte auf Grundlage von Haftbefehlen des Strafgerichts vom 2. Dezember 2025.

Die Polizei erwähnte nur die Vornamen; Nachnamen wurden zurückgehalten. Beide Verdächtigen befinden sich nun in Polizeigewahrsam.

Anklage: Karaoke als Tarnung für Menschenhandel

Die Beschuldigten sollen laut Polizei eine Karaoke-Bar als Deckmantel genutzt haben, um minderjährige Mädchen zur Prostitution zu zwingen. Die Opfer wurden den Angaben zufolge in Sattahip eingesetzt und Kunden handelten sexuelle Dienstleistungen aus.

Ermittlern zufolge flossen Zahlungen entweder per Banküberweisung oder bar direkt an Sakulna, während die Opfer nur einen Teil der Einnahmen erhielten.

Rettung durch Spezialkräfte und Hilfsorganisationen

Die AHTD führte die Aktion gemeinsam mit der International Protection Alliance (IPA) Foundation und der Our Rescue Thailand Foundation durch. Dabei wurden zwei Opfer befreit und in Obhut genommen.

Die geretteten Frauen befinden sich laut Angaben in psychologischer Rehabilitation und stehen unter Schutzmaßnahmen.

Opferberichte: Anreise als 15‑Jährige

Miss A und Miss B berichteten den Ermittlern, sie seien Mitte 2024 im Alter von 15 Jahren nach Pattaya gereist und später in eine Karaoke-Bar in Sattahip gelockt worden. Nach ihren Angaben brachte Niwat sie zum Veranstaltungsort.

Den Aussagen zufolge begannen die Mädchen bereits am nächsten Tag mit der Arbeit, und sie wurden später in ein nahegelegenes Resort gebracht, um Kunden zu bedienen.

Razzia im Lokal: Kontrollen und Festnahmen

Bei der Razzia nahm die Polizei Sakulna direkt in der Karaoke-Bar fest und überprüfte die Identitäten von mehr als 20 Angestellten. Die Beamten stellten fest, dass alle geprüften Mitarbeiter volljährig waren.

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Niwat war bei Beginn des Einsatzes nicht vor Ort, kehrte aber später zum Veranstaltungsort zurück und wurde in der Nacht ebenfalls festgenommen.

Geständnis, Teilgeständnis und Vorgeschichte

Während der Befragung gestand Sakulna nach Angaben der Polizei die Vorwürfe. Niwat bestritt die Anschuldigungen teilweise; er gab zu, die Minderjährigen angeworben und transportiert zu haben, bestritt jedoch, von der Prostitution gewusst zu haben.

Die Ermittler verweisen darauf, dass das Paar bereits früher wegen Menschenhandels verhaftet worden war und die gemeinsame Tätigkeit trotz Beendigung der persönlichen Beziehung fortgeführt haben soll. Die Verdächtigen befinden sich in Polizeigewahrsam.

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Quelle: Khaosod English

2 Kommentare zu „Pattaya: Ex-Paar unter Verdacht! Mädchen in Karaoke-Bar ausgebeutet

  1. „Miss A und Miss B berichteten den Ermittlern, sie seien Mitte 2024 im Alter von 15 Jahren nach Pattaya gereist!“
    Natürlich mit den besten Absichten Geld zu verdienen. 😂

  2. Prostitution – in Thailand – das gibt’s ja gar nicht
    😮 so munkelt man, hieß es lange Zeit. Glaubt denn wirklich jemand man würde die jungen Mädchen schützen können sich – erneut zu prostituieren – sobald sie nicht mehr in einer Schutzeinrichtung untergebracht sind ? Der glaubt auch an den Weihnachtsmann !!! Tatsache ist doch – mehr als 90% – all derjenigen Personen die einmal in die Prostitution abgerutscht sind, und sei es zwangsweise, landen wieder dort, einfach weil es an lukrativen Alternativen mangelt. Zeitlebens, für ein wenig Reis + noch weniger Geld im Isan zu versauern ist nicht gerade verlockend. Solche jungen Mädchen wollen nicht das Schicksal – ihrer Mütter – teilen, sie suchen sich Alternativen und finden sie auch. Wenn dazu noch Druck durch die Familie kommt – nach finanzieller Unterstützung – erscheint Prostitution zumindestens für viele die nahestliegende “ Lösung „. Ist nicht neu – ist aber so, ob es einem gefällt oder nicht. Und irgendwie müssen ja auch all die neuen Handy’s + Luxusartikel finanziert werden.

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