PHUKET, THAILAND – Bei der vierten Phase einer Operation gegen ausländische Nominee-Netzwerke haben die Behörden in Phuket 16 Personen identifiziert. Unter ihnen sind zehn Thailänder und sechs Ausländer. Gleichzeitig laufen Ermittlungen gegen 361 Unternehmen wegen möglicher Verstöße gegen das Landgesetz.
16 Personen in Phuket identifiziert
Die Überprüfung fand zwischen dem 6. und 7. August mit Gouverneur Chotinarin Kerd-som und seinem Team statt. Nach Angaben des Innenministeriums wurden zehn Thailänder und sechs Ausländer als Beteiligte an Nominee-Geschäften identifiziert.
Bei den Ausländern handelt es sich um zwei Kanadier, drei Russen und einen Kasachen. Die Behörden setzen die Festnahmen und die strafrechtliche Verfolgung nach den geltenden Gesetzen fort.
Geschäfte in mehreren Branchen betroffen
Die Ermittler stießen auf Geschäfte, die nach den Angaben der Behörden unter Verstoß gegen thailändisches Recht betrieben wurden. Dazu zählen Autovermietungen, Autowäschen und Unternehmen für die Pflege von Autos und Motorrädern.
Auch internationale Schulen, Restaurants, Firmen zur Entwicklung von IT-Anwendungen, Elektronikgeschäfte und Apotheken für angewandte traditionelle thailändische Medizin sind betroffen.
361 Unternehmen wegen Landgesetz geprüft
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf ausländischem Landbesitz, der über thailändische Strohmänner organisiert worden sein soll. Insgesamt wurden 361 Unternehmen erfasst, gegen die wegen möglicher Verstöße gegen das Landgesetz vorgegangen werden soll.
In 149 Fällen erstatteten die Behörden Strafanzeige. Vier Fälle kamen vor Gericht, in vier Fällen verhängte das Gericht bereits Geldstrafen.
Regierung will Rechte thailändischer Unternehmer schützen
Der stellvertretende Innenminister Worawisit Liangprasit erklärte, die Regierung unter Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul gehe gegen solche Netzwerke vor, um die Rechte thailändischer Bürger zu schützen.
Ausländische Investitionen seien in Thailand willkommen. Illegale Geschäfte und Aktivitäten, die thailändische Unternehmer bedrohen oder ihnen Schwierigkeiten bereiten, würden jedoch nicht akzeptiert.
Auch Vorwürfe aus Ko Samui genannt
Als Beispiel verwies das Innenministerium auf einen Fall im Amphoe Ko Samui in der Provinz Surat Thani. Dort sollen Ausländer thailändische Unternehmer mit dem Tod bedroht haben.
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Die Regierung werde solche Vorgänge nicht hinnehmen. Die rechtlichen Schritte gegen die 361 Unternehmen und die 16 identifizierten Personen werden fortgesetzt.
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„Ausländische Investitionen sind in Thailand willkommen“. Auf welche Art und Weise? Geld schicken und hoffen daß es sich wundersamerweise vermehrt? Ohne echten Einfluß auf die Geschäftstätigkeit zu haben? Und wie bekommt man sein Investment wieder zurück, wenn man doch nur max. 49% halten darf und das somit nicht entscheiden kann?