PHUKET – Eine groß angelegte Polizeioperation hat am Samstag das Netzwerk illegaler Scheinfirmen, zwielichtiger Auslandsinvestitionen und Drogenkriminalität auf der Ferieninsel ins Visier genommen. Angeführt von der Provinzpolizei Phuket durchsuchten Einsatzkräfte drei internationale Schulen, kontrollierten Tourismusbetriebe und schlugen im Drogenmilieu zu. Die Behörden verschärfen damit die Null-Toleranz-Linie der Regierung.
Der große Schlag gegen Scheinfirmen
Polizeigeneralmajor Sinlert Sukhum, Chef der Provinzpolizei Phuket, und Polizeioberst Surasak Jaidee von der Station Chalong zogen eine breite Allianz aus Einwanderungsbeamten, Bezirksbehörden und Ordnungskräften aus Rawai und Chalong zusammen.
Die gemeinsame Stoßrichtung ist ein direkter Befehl aus Bangkok: Nominee-Unternehmen, bei denen Ausländer über thailändische Strohmänner Firmen kontrollieren, sollen aufgedeckt und zerschlagen werden.
Drei internationale Schulen durchsucht
Mit richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen des Provinzgerichts Phuket rückten die Beamten zu drei internationalen Schulen in Rawai und Chalong aus. Ermittler prüften Eigentumsdokumente, Registrierungsunterlagen und Managementstrukturen.
Der Verdacht: Ausländische Investoren könnten mithilfe thailändischer Strohmänner rechtswidrig die Kontrolle über die Bildungseinrichtungen übernommen haben.
ATV-Verleihe unter der Lupe
Zeitgleich inspizierten die Kontrolleure ATV-Verleihbetriebe. Die Beamten wollten sicherstellen, dass illegal aus dem Ausland finanzierte Unternehmen nicht ungehindert in den boomenden Tourismussektor der Insel vordringen.
Betreiber wurden eindringlich an Sicherheitsstandards und gesetzeskonforme Registrierung erinnert.
Drogen-Razzia in Thai Mai
In der Thai Mai Community griff die Polizei hart durch. Drei Verdächtige klickten die Handschellen, 206 Methamphetamin-Pillen stellten die Beamten sicher.
Vier Personen mit positivem Drogentest wurden umgehend in eine Rehabilitationsmaßnahme überwiesen.
Elefantencamps im Visier
Gegen 15:30 Uhr weiteten Polizeioberstleutnant Chakrapong Phetcharat und Polizeioberstleutnant Siripong Suriyan den Einsatz auf Elefantencamps und Abenteuertourismus-Unternehmen in Soi Yodsane aus. Touristenpolizei und städtische Beamte unterstützten die Aktion.
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Die Betreiber müssen sich nun auf strikte Kontrollen der Unternehmensregistrierung einstellen. Die Behörden pochen auf strenge Sicherheitsvorschriften, um Gäste zu schützen und das Image Phukets als Premiumreiseziel nicht zu beschädigen.
Null Toleranz als Kampfansage
Polizeioberst Surasak Jaidee ließ keinen Zweifel an der Härte des Vorgehens. „Wir sind entschlossen, illegale Unternehmen, die Gesetzeslücken ausnutzen, aufzudecken und zu zerschlagen“, erklärte er nach den Razzien.
Die Polizei von Chalong werde die Ermittlungen gemeinsam mit mehreren Behörden ausweiten, um Sorgfaltsprüfung und öffentliches Vertrauen zurückzugewinnen.
Wie es auf Phuket weitergeht
Die Behörden haben klargemacht, dass die Kontrollen kein einmaliges Strohfeuer bleiben. In enger Abstimmung mit nationalen Stellen soll die Wirtschaft der Insel vor illegalen Strukturen geschützt und die Sicherheit in den Gemeinden gestärkt werden.
Die Operation dient der Umsetzung der nationalen Sicherheitsagenda der Regierung. Die Polizei kündigte an, die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit anderen Behörden fortzusetzen.



So langsam fragt man sich, was der wahre Zweck dieses Amoklaufes ist.
Es sind eben keine „dubiosen“ Nominee Strukturen, sondern das Modell ist das Standardmodell einer Firmengründung in Thailand mit einem ausländischen Anteilseigner. Entwickelt in Thailand von Thailändern, registriert bei thailändischen Behörden usw. usw..
Es geht offensichtlich nicht nur um Grundbesitz, sondern generell um die Struktur. Jetzt geht Thailand auch noch gegen internationale Schulen vor…
Die Argumente im Artikel sind absurd. Die Sicherheit von Gästen hängt nicht mit einer Firmenstruktur zusammen. Und so langsam glaube ich eher, dass der Ruf nicht wegen Firmenstrukturen leidet, sondern wegen den maßlosen Aktionen.
Niemand, aber wirklich niemand der ganz bei Trost ist, wird in Zukunft Gelder in Thailand investieren, da je nach politischer Großwetterlage der Totalverlust droht.
vollkommen Recht hat Freddy mit seinem Komentar
Es stimmt natürlich schon, dass nicht mehr viele einen Batzen Geld in eine 49% Beteiligung an einer echten thailändischen Ltd investieren werden. Die Pseudo-Ltd’s mit den illegalen Nominee-Strukturen dürften auch deutlich weniger werden. Natürlich hätte man die jahrzehntelange Duldung illegaler Strukturen anders auflösen können. Doch das wurde von der derzeitigen Regierung offensichtlich nicht bevorzugt. Nein, es sollte mit einem vermeintlich eisernen Besen durchgefegt werden. Koste es was wolle. Man nimmt den Schuss ins eigene Knie sehenden Auges in Kauf. Sowas nennt man dann Ideologie. Vor allem wenn der vielleicht nicht ganz unbegründete Verdacht im Raume steht, dass es nur diejenigen treffen könnte die dem Netzwerk der Regierenden nicht nahestehen.
Mal sehen ob auch Besitzer von LuxusVillen ins Visier geraten. Bzw. Besitzer von fragwürdigen Grundstücken.
Oder ob ab einem bestimmten Bankkonto nicht weiter geprüft wird.