Phuket-Skandal: Zwei Amtsträger rehabilitiert – Weitere Ermittlungen

Während zwei Beamte ihre Posten wieder erhalten, verweigert der Phuket-Verwaltungschef die Aussage und spielt auf Zeit. Muss er seinen Stuhl räumen oder kommt er ungeschoren davon? Die Uhr tickt, während interne Ermittlungen auf Hochtouren laufen.

Phuket-Skandal: Zwei Amtsträger rehabilitiert – Weitere Ermittlungen
ThaiRath

BANGKOK – Die Aufarbeitung von Beamtenverfehlungen und Skandalen in Thailands Nachtleben geht in die nächste Runde. Zwei Bezirksvorsteher aus Phuket dürfen nach einer Prüfung auf ihre Posten zurückkehren, während sich der Provinzsekretär der Insel einer Befragung verweigert. Zeitgleich deckt eine Razzia in Nakhon Pathom ein Netz aus Drogen und Minderjährigen in einem illegalen Club auf. Die Behörden kündigen eine landesweite Säuberungswelle an.

Zwei Chefs kehren nach Phuket zurück

Im Fall der nach Bangkok versetzten Provinzbeamten gibt es eine erste Entscheidung. Der Bezirksvorsteher von Mueang Phuket und sein Kollege aus Kathu konnten die gegen sie erhobenen Vorwürfe offenbar entkräften.

Da keine schwerwiegenden Disziplinarverstöße festgestellt wurden, schickte Naru-cha Khosawilai, Generaldirektor der Abteilung für Provinzverwaltung, beide zurück auf ihre angestammten Posten in Phuket. Die Frist für die Untersuchung läuft am 24. Juni ab.

Frist läuft ab, Rechte bleiben gewahrt

Für Beamte, gegen die nichts vorliegt, gilt ein klarer Anspruch. „Wenn die Untersuchung abgeschlossen ist und kein Fehlverhalten festgestellt wurde, muss ihnen das Recht auf Rückkehr in ihre ursprüngliche Position gewährt werden“, bestätigte Naru-cha am 22. Juni im Regierungshaus.

Die 30-tägige Untersuchungsfrist, die am 24. Mai begann, nähert sich damit ihrem Ende. Wer nicht schuldig ist, soll ohne Verzögerung wieder in den Dienst zurückkehren.

Schweigen und Urlaub statt Aussage

Anders sieht es beim Provinzsekretär von Phuket aus, der sich den Fragen der Ermittler beharrlich entzieht. Seit seiner Versetzung zur Zentrale hat er zweimal Urlaub für jeweils zehn Tage genommen und eine direkte Befragung unmöglich gemacht.

Die Behörden stellen nun die Methode um und werden ihn schriftlich Stellung nehmen lassen. Danach können die Beamten das Dossier abschließen und entscheiden, ob weitere Schritte folgen.

Drogen, Dampfer und Jugendliche

Zeitgleich sorgt eine Razzia in der Provinz Nakhon Pathom für Entsetzen. Am 20. Juni stürmten Beamte im Rahmen der „Operation Check-in The Airport“ ein Unterhaltungslokal und fanden ein erschreckendes Bild vor.

Im Lokal wurden Drogen konsumiert, E-Zigaretten sichergestellt und Minderjährigen unter 20 Jahren Zutritt gewährt. Das Etablissement verfügte nicht einmal über eine gültige Betriebserlaubnis.

Fünf Jahre Zwangsschließung drohen

Die rechtlichen Konsequenzen liegen nun beim Gouverneur von Nakhon Pathom. In dessen Zuständigkeit fällt die Anordnung einer Zwangsschließung, die vorläufig für fünf Jahre verhängt werden soll.

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Die Schließung ist Teil einer neuen Härte gegen illegale Clubs. Der Generaldirektor stellte klar, dass solche Verstöße nicht mehr als Routinefall gelten, sondern mit aller Entschlossenheit verfolgt werden.

Verdacht auf Geldwäsche im Fokus

Doch der Fall reicht tiefer. Die Sitzung der Behörden am Dienstag bewertete nicht nur die Nachlässigkeiten beim Jugendschutz, sondern auch mögliche Straftatbestände der Geldwäsche.

Verdachtsfälle in diesem Bereich werden an das Amt für die Verhinderung und Bekämpfung von Geldwäsche (AMLO) zur Prüfung übergeben. Die Ermittlungen prüfen zudem Verbindungen zu einflussreichen Personen in der Provinz.

Bezirkschef sofort versetzt

Als direkte Folge der Razzia wurde der zuständige Bezirksvorsteher zusammen mit den beteiligten Beamten zur Zentrale beordert. Ihre Versetzung dient der ungehinderten Durchführung der laufenden Ermittlungen.

Die Behörden zeigen damit Härte, noch bevor ein Urteil gefällt ist. Es ist ein Signal an alle Amtsträger, die solche Missstände decken oder übersehen.

Landesweite Club-Razzien angekündigt

Der Paukenschlag folgt einer klaren politischen Linie. Naru-cha beruft sich auf die Politik des Premierministers zur Bekämpfung von Korruption und kündigte eine verschärfte Gangart gegen Unterhaltungsstätten im gesamten Land an.

Zukünftig werde man entschlossen gegen alle Beamten vorgehen, die in solche Verstöße verwickelt sind. Der Fall Nakhon Pathom ist damit nur der Auftakt einer großflächigen Kontrolloffensive.

Was bisher geschah und was jetzt passiert

Die parallel laufenden Verfahren zeigen die Spannbreite der Probleme: von mutmaßlicher Korruption im Paradies Phuket bis zur organisierten Kriminalität unter dem Deckmantel des Nachtlebens. Während zwei Beamte entlastet wurden, kämpft ein anderer mit allen Mitteln gegen die Aufklärung. Zeitgleich beginnt der Prozess, um den Skandal-Club in Nakhon Pathom für fünf Jahre zu schließen.

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Quelle: Thairath

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