PHUKET – Die thailändische Regierung greift auf der Ferieninsel Phuket durch. Nach massiven Beschwerden über mafiöse Strukturen und die illegale Sperrung von Stränden durch einflussreiche Clans setzt Premierminister Anutin Charnvirakul auf eine knallharte Null-Toleranz-Linie. Erste Razzien und Kontrollen zeigen, dass die Behörden es ernst meinen.
Razzia im Morgengrauen an der Traumbucht
Polizeihauptmann Khetrath Chansilp, stellvertretender Gouverneur von Phuket, scheuchte seine Leute an den Nui Beach. Zusammen mit Forstbeamten, Provinzpolizei und Bezirksfunktionären rückte der Trupp im Bezirk Karon an.
Es ging um mehr als nur eine Routine-Inspektion. Die Kontrolleure wollten sicherstellen, dass die Zugangswege zum Meer nicht länger von Privatleuten oder windigen Geschäftemachern blockiert werden.
Freedom Beach soll endlich frei werden
Noch strenger wurde der Freedom Beach unter die Lupe genommen. Hier schwelten lange Streitigkeiten um Landbesitz – der Verdacht: Staatliches Land wurde widerrechtlich angeeignet und der öffentliche Zugang dreist abgeriegelt.
Samphan Meesit, Chef des Forstzentrums Phuket, verkündete klare Anweisungen. Die Zufahrtswege werden hergerichtet, damit Anwohner und Urlauber den Strand künftig kostenlos betreten können.
Schluss mit wilden Geländewagen-Touren
Für die umstrittenen ATV-Verleihe am Freedom Beach gelten nun strenge Bremsen. Wegen des steilen Geländes und früherer Unfälle dürfen die Fahrzeuge nur noch in echten Notfällen rollen – etwa wenn ein verletzter Badegast transportiert werden muss.
Falls kommerzielle ATV-Touren überhaupt wieder erlaubt werden, dann nur mit transparenten Preisen und unter strikter behördlicher Aufsicht. Das wilde Geschäft soll ein Ende haben.
Hotels im Visier der Kontrolleure
Es blieb nicht bei den Stränden. Bereits am 23. Juni setzte Bezirkschef Siwat Rawangkul seine Beamten in Marsch, um acht Hotels und Unterkünfte zu durchleuchten. Das Team prüfte Lizenzen, Genehmigungen und die Sicherheit vor Ort.
Ziel der Aktionen ist es, das Vertrauen der Gäste zurückzugewinnen und zu zeigen, dass auf Phuket Recht und Gesetz gelten.
Bürger klagten über Banden und Landraub
Hinter dem harten Kurs steckt massiver Druck. Einheimische und Unternehmer hatten sich über Einschüchterungen und kriminelle Banden beschwert. Die Vorwürfe: Einflussreiche Gruppen reißen öffentliches Land an sich und schikanieren jeden, der sich ihnen in den Weg stellt.
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Premierminister Anutin Charnvirakul reagierte prompt. Er versprach den radikalen Kampf gegen die Mafia-Methoden in der südlichen Urlaubsprovinz.
Premier setzte Phukets Gouverneur vor die Tür
Die harte Hand der Zentralregierung traf auch den Gouverneursposten. Das Kabinett versetzte Phukets bisherigen Gouverneur Nirat Pongsitthithavorn im vergangenen Monat auf einen Posten als stellvertretender ständiger Sekretär im Innenministerium.
Khetrath Chansilp treibt nun das „Phuket-Modell“ voran. Durch die enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Polizei und Forst soll das Management der Strände sicherer und endlich nachhaltig gläsern werden.
Die Null-Toleranz-Politik greift
Die Botschaft aus Bangkok ist auf der Insel angekommen. Die Einsätze zeigen, dass die Regierung gewillt ist, den öffentlichen Zugang zu den Stränden mit allen Mitteln durchzusetzen.
Für Urlauber bedeutet das: Die schönsten Buchten der Insel sollen nicht länger den Reichen und Skrupellosen als Privatspielplatz dienen.



Das mediale Echo ist wohl gewaltig. Der wievielte Bericht dazu ist das jetzt? Der dritte, vierte oder wie viele waren es schon? Mal einfach abwarten ob und was sich dauerhaft verändern wird oder das genauso wie in früheren Jahren wieder nur ein Strohfeuer sein könnte.