PATONG BEACH, THAILAND – Betreiber und Personal der Unterhaltungslokale an der Bangla Road protestierten am 13. Mai gegen angebliche Erpressung durch staatliche Beamte und forderten eine schnellere Erteilung von Geschäftslizenzen. Der Protest, angeführt von Weerawit Khrueasombat, Präsident der Patong Entertainment Association, fiel mit einem Besuch von Premierminister Anutin in Phuket zusammen, dessen Konvoi an der Demonstration vorbeifuhr. Die Betreiber warnen vor wirtschaftlichen Schäden für Patong, wenn Lizenzverfahren weiter stocken oder Zonen durchgesetzt werden.
Protest vor dem Bangla-Polizeiposten
Am 13. Mai versammelten sich Betreiber und Angestellte der Bangla Road in der Nähe des Bangla-Polizeipostens im Bezirk Kathu, um gegen mutmaßliche Erpressung und langsame Behördengänge zu protestieren. Die Aktion wurde von Weerawit Khrueasombat von der Patong Entertainment Association geleitet.
Die Demonstranten forderten eine Beschleunigung der Lizenzvergabe und trugen Schilder, mit denen sie um Hilfe baten und Missstände anprangerten. Viele Teilnehmer machten deutlich, dass die Situation ihre Existenz bedrohe.
Anutin-Konvoi fuhr am Protestort vorbei
Der Protest fiel mit einem Besuch von Premierminister Anutin in Phuket zusammen, doch sein Konvoi hielt nicht an der Stelle der Versammlung. Die Teilnehmer hatten gehofft, direktes Gehör beim Premierminister zu finden.
Stattdessen zog der Konvoi weiter, während die Demonstranten weiterhin ihre Forderungen und Vorwürfe laut machten. Eine direkte Reaktion des Premierministers liegt nach den vorliegenden Angaben nicht vor.
Vorwürfe der Ausbeutung von Unterhaltungsarbeitern
Die Demonstrierenden warfen Beamten vor, Unterhaltungsmitarbeiter in Phuket auszubeuten, und machten die angebliche Erpressung für viele ihrer Probleme verantwortlich. Weerawit betonte die negativen Folgen dieser Praktiken für lokale Unternehmen.
Er forderte mehr Transparenz und bessere Kommunikation seitens der Behörden sowie eine klare Klärung der Vorschriften statt abrupter Durchsetzungsmaßnahmen. Diese Forderung steht im Zentrum der Proteste.
Viele Lokale warten seit über einem Jahr auf Genehmigungen
Den Angaben zufolge haben zahlreiche Betriebe Anträge gestellt und Gebühren bezahlt, warten aber trotzdem seit mehr als einem Jahr auf Genehmigungen. Diese langen Wartezeiten erschweren Investitionen und die Planbarkeit der Geschäfte.
Ohne Genehmigungen sehen sich Betreiber wiederkehrenden Inspektionen und möglichen rechtlichen Herausforderungen ausgesetzt. Das erhöht die Unsicherheit für Beschäftigte und Unternehmer gleichermaßen.
Soi Nanai als Brennpunkt der Zonendebatte
Problematisch sind laut Bericht auch Betriebe außerhalb ausgewiesener Zonen, etwa in der Soi Nanai, die teils seit Jahrzehnten betrieben werden, aber Schwierigkeiten haben, notwendige Lizenzen zu erhalten. Diese Lokale stehen besonders unter Druck bei verschärfter Durchsetzung.
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Weerawit warnte, dass erzwungene Schließungen in solchen Gebieten die wirtschaftliche Stabilität von Patong schädigen würden. Die Debatte um Zonen und Bestandschutz bleibt damit ein zentrales Thema.
Forderungen bleiben klar
Die Betreiber drängen auf eine schnellere Lizenzvergabe, mehr Transparenz und eine Klarstellung der Vorschriften, während viele Lokale weiterhin seit über einem Jahr auf Genehmigungen warten und mögliche Schließungen drohen.
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Wenn sich die Bar-Betreiber Hilfe gegen korrupte Behörden vom MP erhofft haben sollten, dann hätten sie sich aber gewaltig getäuscht. Sind sie doch Sinnbild eines Tourismus der alles andere als die erwünschten, hochpreisigen Qualitätstouristen anzieht.