Koh Phangan, Thailand – Anutin Charnvirakul will am Mittwoch auf die Insel Koh Phangan fahren, um ein hartes Vorgehen gegen ausländische Firmen zu begleiten, die von thailändischen Strohmännern geführt werden sollen. Die Regierung stellt klar: Solche Konstruktionen sollen die wirtschaftliche Sicherheit vor Ort nicht untergraben – und der Druck bleibt nicht auf Koh Phangan, Koh Samui oder Phuket beschränkt.
Anutin Charnvirakul fährt persönlich nach Koh Phangan
Regierungssprecherin Rachada Dhnadirek sagte, Anutin verfolge die Angelegenheit persönlich. Der Besuch auf Koh Phangan soll die Untersuchung zu ausländischen Unternehmen begleiten, die über thailändische Strohmänner laufen sollen.
Die Regierung wolle solche Absprachen nicht zulassen, sagte sie. Besonders im Blick stehen dabei hochwertige Tourismusgebiete, in denen solche Strukturen aus Sicht der Behörden die lokale wirtschaftliche Sicherheit beschädigen können.
Millionenwerte mit ausländischer Beteiligung
Eine aktuelle Prüfung des Department of Business Development zeigt das Ausmaß: Von 16.811 registrierten Unternehmen auf Koh Samui und Koh Phangan haben 11.426 ausländische Investoren an Bord. Das entspricht 67,97 Prozent.
Auf Koh Phangan kommen 3.213 von 4.761 Unternehmen auf eine ausländische Beteiligung. Auf Koh Samui sind es 8.213 von 12.050 Firmen.
Kontrolle soll sich ausweiten
Rachada Dhnadirek sagte, das Durchgreifen werde sich nicht auf Phuket, Samui oder Koh Phangan beschränken. Die Maßnahme soll also über die bekannten Hotspots hinausgehen. Damit macht die Regierung klar, dass sie das Thema landesweit schärfer angehen will.
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Wenn rund 2/3 aller Firmen ausländische Beteiligungen haben sagt das noch nicht, dass bei allen illegale Strohmänner installiert wären. Dabei war dieses illegale Strohmänner-Konstrukt über Jahrzehnte tolerierte Praxis. Das hat sich grundlegend geändert. Dass diesem Treiben unter einer Anutin-Regierung nun verstärkt ein Ende bereitet werden soll verwundert natürlich auch nicht besonders. Bleibt nur abzuwarten wie die natürlich völlig korruptionsfreie Bürokratie damit umgehen wird.