SAKON NAKHON – Ein Skandalfoto bringt einen Krankenhausdirektor in Erklärungsnot: Während er einer bettlägerigen Rentnerin zu Hause Blut abnahm, soll er eine Bierdose in der Hand gehalten haben. Die Familie erhebt schwere Vorwürfe. Die Provinzverwaltung hat ihn nun vorläufig aus dem Verkehr gezogen.
Bier in der einen, Kanüle in der anderen Hand
Die Bilder gingen in den sozialen Medien durch die Decke. Ein Bewohner des Waritchaphum-Distrikts postete Fotos auf Facebook, die den Direktor in Freizeitkleidung zeigen.
Daneben lief offenbar der medizinische Einsatz: Der Mann soll versucht haben, der älteren Patientin Blut abzunehmen – mit einer Bierdose griffbereit.
Patientin litt unter Schwellung, Familie wurde angeschrien
Die Seniorin konnte das Krankenhaus aus gesundheitlichen Gründen nicht aufsuchen, weshalb der Hausbesuch nötig wurde. Nüchtern musste sie warten, berichten Angehörige.
Doch statt Hilfe gab es Ärger: Die Blutabnahme scheiterte laut Familie, die Hand der alten Dame schwoll an. Als die Angehörigen sich beschwerten, wurde der Direktor laut und aggressiv.
Geld gefordert? Direktor verlangte angeblich 1.000 Baht
Richtig hitzig geworden sei die Stimmung, als der Klinikchef auf einmal Geld ins Spiel gebracht haben soll. Er behauptete, ihm stünden 1.000 Baht für den Einsatz außerhalb des Krankenhauses zu.
Nach Angaben der Familie habe er sie schließlich aufgefordert, sich bei Unzufriedenheit eben eine andere Behandlung zu suchen. Dann verließ er die Wohnung.
Lange Vorgeschichte: Anwohner berichten von Alkoholproblemen
Der Sender Channel 7 hakte vor Ort nach. Demnach leitet der Beschuldigte das Gesundheitsförderungskrankenhaus bereits seit etwa vier bis fünf Jahren.
Einheimische berichten, der Direktor habe früher mit Alkoholismus gekämpft. Zwar soll er seinen Konsum zuletzt reduziert haben, doch nun kamen alte Sorgen wieder hoch.
Soziale Netzwerke kochen, Behörde leitet Untersuchung ein
Die Online-Gemeinde reagierte heftig. Der Druck auf die Behörden stieg, die Vorwürfe schnell zu prüfen.
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Die Sakon Nakhon Provincial Administrative Organisation reagierte und setzte eigene Beamte auf den Fall an. Die Ermittlungen zu den Vorwürfen laufen auf Hochtouren.
Chefarzt vorerst versetzt – Untersuchung läuft
Die Konsequenz ließ nicht lange auf sich warten: Die Verwaltung zog den Krankenhausdirektor umgehend aus dem Verkehr. Er wurde vorübergehend in eine andere Abteilung versetzt.
Die Echtheit der Fotos und der Vorwürfe ist Gegenstand der laufenden Untersuchung. Die Behörden prüfen derzeit alle Umstände, um die Vorwürfe zu klären.



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