HUA HIN – Behörden in Hua Hin verstärken ihre Ermittlungen gegen mutmaßliche Nominee-Geschäftsstrukturen. Eine gemeinsame Task Force wurde eingesetzt, um Fälle aufzudecken, in denen thailändische Staatsbürger als Strohmänner für ausländische Investoren agieren könnten.
Gemeinsame Task Force nimmt Arbeit auf
Am 30. Juli kamen Spitzenbeamte auf der Polizeistation Hua Hin zusammen. Sie legten die operativen Richtlinien für die neue Ermittlungseinheit fest.
Polizeigeneralmajor Songprod Sirisukha, Kommandeur der Einwanderungsabteilung 3, wies seine Beamten zur engen Zusammenarbeit mit der Provinzialpolizeiregion 7 und der örtlichen Polizei an. Die Leitung des Treffens übernahm Polizeioberst Torawong Pitakoson, der stellvertretende Kommandeur der Ermittlungsabteilung der Region 7.
Über 2.000 Firmen im Visier der Prüfer
Die verstärkten Ermittlungen folgen auf eine Ankündigung vom Mai. Damals hieß es bereits, dass über 2.000 Unternehmen in Hua Hin mit ausländischen Investitionen genauer unter die Lupe genommen werden könnten.
Zahlen des Department of Business Development (DBD) zeigen das Ausmaß: Im Bezirk Hua Hin gibt es 4.162 Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Bei genau der Hälfte davon – 2.081 Firmen – sind ausländische Investoren beteiligt.
Briten und Schweden am häufigsten beteiligt
Bei nur 35 Unternehmen halten die ausländischen Anteilseigner 50 Prozent oder mehr der Anteile. Die große Mehrheit von 2.046 Firmen weist ausländische Beteiligungen zwischen 0,01 und 49,99 Prozent auf.
Die häufigsten Nationalitäten: Briten sind an 355 Firmen beteiligt, gefolgt von Schweden mit 231, Franzosen mit 174, Deutschen mit 128 und Norwegern mit 125.
Was hinter den Nominee-Modellen steckt
Ein solches Arrangement liegt vor, wenn Thailänder auf dem Papier Anteile oder ganze Firmen halten, in Wirklichkeit aber ein Ausländer das Kapital stellt und die Kontrolle oder den Gewinn erhält. Allein die Existenz thailändischer und ausländischer Gesellschafter ist noch nicht illegal.
Diese Strukturen dienen oft dazu, Beschränkungen für ausländische Geschäftstätigkeiten oder den Landerwerb zu umgehen. Sie verstoßen gegen Thailands Foreign Business Act, der den Einsatz thailändischer Strohmänner ausdrücklich verbietet.
Wo die Ermittler jetzt genau hinschauen
Die Behörden prüfen nun die Herkunft der Investitionsgelder und die Frage, ob die thailändischen Anteilseigner finanziell überhaupt in der Lage waren, ihre Anteile selbst zu erwerben. Entscheidend ist, wer das Unternehmen tatsächlich kontrolliert und wer wirtschaftlich davon profitiert.
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Das DBD hat seine Kontrollen seit Januar 2026 massiv verschärft. Besonders im Fokus stehen die Branchen Tourismus, Immobilien, Hotels und Bauwesen – allesamt Sektoren, die stark von ausländischem Kapital durchdrungen sind.
Ermittlungen werden fortgesetzt
Die Task Force soll nun systematisch Personen, Firmen und Standorte identifizieren, die mit Nominee-Konstrukten in Verbindung stehen könnten. Die Prüfungen laufen.
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Die Behörden betonen, dass die bloße Existenz thailändischer und ausländischer Anteilseigner in einem Unternehmen nicht illegal ist.


Zitat: „Besonders im Fokus stehen die Branchen Tourismus, Immobilien, Hotels und Bauwesen – allesamt Sektoren, die stark von ausländischem Kapital durchdrungen sind.“
Wenn das das Ziel sein sollte, dann vertreibt mal schön das „starke ausländische Kapital“. Unabhängig davon, wenn der bisher ungebrochene Bauboom und das wilde zubetonieren ganzer Landschaften jetzt etwas ausgebremst wird, kann das vermutlich nicht wirklich schaden. Aber verwunderlich, dass die nun auch in dieser Gegend zuschlagen ist es ja eigentlich nicht wirklich.