Bangkok â Schon wieder hat eine tĂśdliche Landmine zugeschlagen! Ein thailändischer Soldat verlor am Montag seinen rechten FuĂ, als er während einer Routine-Patrouille auf Sprengstoff trat. Das Militär spricht von einer gezielten Provokation aus Kambodscha.
Der UnglĂźckssoldat, Private Adisorn Pomklang, war gegen 15:45 Uhr mit seiner Einheit in der Nähe des Tempels Prasat Ta Kwai (Provinz Surin) unterwegs. PlĂśtzlich â ein lauter Knall, Rauch, Blut! Der junge Soldat sackte zusammen. Kameraden eilten herbei, doch der FuĂ war nicht mehr zu retten.
Besonders brisant: Der Vorfall ereignete sich auf dem berĂźchtigten HĂźgel 350, einem Areal, das nach Angaben des Militärs von kambodschanischen Truppen kontrolliert wird â und regelrecht mit Minen verseucht ist. Das eingesetzte Ortungsgerät schlug nicht an, weil die Mine aus Plastik bestand. âDiese SprengkĂśrper wurden erst kĂźrzlich von Kambodscha gelegtâ, poltert Generalleutnant Boonsin Padklang, Kommandeur der Zweiten Armeeregion.
Schon mehrfach hatten Minen im Grenzgebiet Opfer gefordert â doch jedes Mal schweigt die Gegenseite oder weist jede Verantwortung von sich. Jetzt kĂśnnte der Fall eine neue Eskalation einleiten. âDas ist ein klarer VerstoĂ gegen die Ottawa-Konvention und eine bewusste Provokationâ, so Boonsin weiter.
Die Explosion verschärft die ohnehin hochgespannten Beziehungen zwischen Thailand und Kambodscha. Hinter den Kulissen wird bereits Ăźber eine militärische Antwort diskutiert. Ob es dabei bleibt â oder ob die Grenze bald wieder zur brandgefährlichen Zone wird â ist unklar.



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