Warnung vor giftigen Spielzeugen aus dem Netz

Krebs-Alarm durch Squishy-Toys! Abgeordnete Radklao: Gefährliche Chemikalien in Online-Spielzeugen – Behörden müssen handeln!

Warnung vor giftigen Spielzeugen aus dem Netz
ThaiRath

BANGKOK – Im thailändischen Parlament hat eine Abgeordnete am 9. Juli eindringlich vor importierten „Squishy“-Spielzeugen gewarnt, die über ausländische Online-Plattformen ungeprüft ins Land strömen. Die scheinbar harmlosen Schaumstoff-Produkte könnten mit gefährlichen Chemikalien belastet sein und Kinder schwer krank machen. Die Demokratin Radklao Intawong Suwannakiri forderte schärfere Regeln für E-Commerce-Riesen und eine neue Ausrichtung des Verbraucherschutzes: Statt nur Finanzbetrug zu verfolgen, müsse endlich die Produktsicherheit in den Mittelpunkt rücken.

Kritik am Verbraucherschutz-Bericht

In der Debatte über den Jahresbericht des Consumer Protection Council lobte Radklao zunächst die „Open before you pay“-Initiative der Behörde. Sie habe das Vertrauen in den Online-Handel gestärkt und gebe Käufern Handhabe gegen irreführende Angebote.

Doch der Bericht zeige gravierende Lücken, kritisierte die Abgeordnete scharf. Neue digitale Risiken blieben nahezu unbeachtet, während sich die Kontrolleure fast ausschließlich auf Betrugsfälle und falsche Produktbeschreibungen konzentrierten.

Online-Betrug frisst die Statistik

Mehr als 80 Prozent aller Verbraucherprobleme hängen heute mit digitalen Gefahren zusammen, rechnete Radklao vor. Der Bericht selbst listet 296.042 Fälle von Online-Betrug auf.

Diese Beschwerden machten 44 Prozent aller eingegangenen Meldungen aus. Die Sicherheit importierter Ware bleibe dagegen trotz sprunghaft steigender Mengen praktisch unkontrolliert.

Giftcocktail in Kuscheltieren

Radklao verwies auf Berichte aus mehreren Ländern, die in beliebten „Squishy“-Spielzeugen gefährliche Chemikalien nachwiesen. Dazu gehören Phthalate und flüchtige organische Verbindungen, sogenannte VOCs.

Diese Stoffe stehen im Verdacht, Atemwege, Leber und Nieren von Kindern zu schädigen sowie die Entwicklung zu stören. Die Studien bringen sie zudem mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung. „Heute riskieren Verbraucher nicht nur Geld zu verlieren, sondern auch ihre Gesundheit, und in vielen Fällen sind Kinder am stärksten betroffen“, sagte sie vor dem Parlament.

Vom süßen Spielzeug zur schleichenden Gefahr

Der poröse Schaumstoff der Figuren könne leicht Staub und Keime aufnehmen, warnte die Abgeordnete. Attraktive Verpackungen allein seien kein Ersatz für strenge Sicherheitstests.

„Niedlich aussehendes Spielzeug kann zu gefährlichem Spielzeug werden, wenn seine Sicherheitsstandards nicht ernsthaft geprüft werden. Sobald diese Produkte auf den Markt kommen, sind Kinder und ihre Familien gefährdet“, betonte Radklao.

Multinationale Plattformen ohne Verantwortliche

Viele ausländische Online-Händler betreiben weder Büros noch benennen sie verantwortliche Vertreter in Thailand. Bei Problemen stehen Verbraucher deshalb oft ohne Ansprechpartner da.

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Radklao forderte, dass ausländische Verkäufer genauso haftbar gemacht werden wie inländische Unternehmen. Nur so könne man die Lücken im digitalen Verbraucherschutz schließen.

Engere Kontrollen für Kinderprodukte

Die Abgeordnete verlangte eine enge Zusammenarbeit des Consumer Protection Council mit dem Thai Industrial Standards Institute und der Food and Drug Administration. Alle drei Behörden müssten ihre Kräfte bündeln.

Stichprobenartige Importkontrollen sollten massiv ausgeweitet werden, besonders bei Waren, die für Kinder und Jugendliche bestimmt sind. Das stärke das Vertrauen und reduziere Gesundheitsrisiken spürbar.

Warnungen nicht nur vor Betrug

Auch die öffentlichen Informationskampagnen des Consumer Protection Council müssten neu ausgerichtet werden, forderte Radklao. Bislang konzentrierten sich Warnungen fast ausschließlich auf Finanzbetrug.

Künftig sollen Kampagnen Familien auch über unsichere Produkte aufklären und ihnen helfen, gefährdende Kaufentscheidungen zu vermeiden. Der Rat müsse viel stärker die Rolle eines Produktwächters übernehmen.

Rückerstattung heilt kein Kind

Radklao machte klar: Im digitalen Zeitalter muss Verbraucherschutz Schäden verhindern, noch bevor gefährliche Ware an der Haustür landet. Rückerstattungen könnten finanzielle Verluste ausgleichen – beschädigte Gesundheit nicht.

„Verbraucherschutz im digitalen Zeitalter muss proaktiv sein. Er muss Schäden von Anfang an verhindern, denn während Rückerstattungen wirtschaftliche Verluste ausgleichen können, können sie die Gesundheit von Kindern nicht heilen“, sagte die Abgeordnete. „Wenn der Verbraucherrat wirklich ein Freund der Verbraucher sein soll, darf seine zukünftige Mission nicht nur darin bestehen, das Geld der thailändischen Bevölkerung zu schützen, sondern auch das Leben, die Gesundheit und die Sicherheit aller thailändischen Menschen jeden Alters.“

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Quelle: Thai Examiner

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