BANGKOK – Thailands Tourismusausschuss will verlassene Attraktionen aus dem Dornröschenschlaf holen. Gestern diskutierten Abgeordnete mit mehreren Ministerien und Behörden, warum viele touristische Projekte nach dem Bau verfallen und wie sie wiederbelebt werden können.
Warum Touristenprojekte oft scheitern
Viele Attraktionen werden zwar gebaut, doch sobald sie an das Schatzamt übergeben sind, kümmert sich niemand mehr. Der Tourismusausschuss des Repräsentantenhauses stellte bei seiner Sitzung am 9. Juli fest: Oft fehlen klare Zuständigkeiten und Anträge auf Nutzung.
Lokale Verwaltungen können die Instandhaltung wegen knapper Budgets nicht stemmen. Dazu kommen gesetzliche Hürden bei der Nutzung staatlicher Liegenschaften – brachliegende Flächen mit touristischem Potenzial sind die Folge.
Zwei Szenarien für brachliegende Grundstücke
Der Ausschuss unter Vorsitz von Oberstleutnant Sinthop Kaewpichit unterschied zwei Fälle: Liegt eine Nutzungsgenehmigung vor, muss die Eigentümerbehörde selbst verwalten oder das Gelände nach Treasury-Regeln an eine zuständige Stelle übertragen.
Fehlt eine Genehmigung oder ist das Gebiet besetzt, müssen Gerichtsverfahren eingeleitet und unrechtmäßige Bauten abgerissen werden, bevor eine Entwicklung möglich ist.
Historische Stätten: 8.500 Orte unter Schutz
Für historische Anlagen und Kulturerbestätten ist das Fine Arts Department verantwortlich. Mit landesweit 8.500 registrierten Stätten in seiner Datenbank stößt die Behörde jedoch an Grenzen.
Nötig sei daher die Zusammenarbeit mit lokalen Netzwerken, darunter Freiwillige für den Schutz von Kulturgütern und kommunale Verwaltungen, hieß es in der Sitzung.
Vergangene Lösungen und neue Ansätze
In der Vergangenheit halfen Absichtserklärungen zwischen Tourismusministerium und lokalen Behörden, Verantwortlichkeiten festzulegen. Die Sonderverwaltungsbehörde DASTA darf Areale nur mit Kabinettsbeschluss und strategischem Plan übernehmen.
Jetzt loten die Behörden auch Kooperationen mit privaten Unternehmen aus, um die Entwicklung effizienter zu machen und stillgelegte Tourismusorte nachhaltig zu nutzen.
Ausschuss drängt auf integrierte Lösung
Das Hauptproblem sehen die Abgeordneten nicht allein im Geldmangel, sondern in der Verwaltungsstruktur, unklaren Zuständigkeiten und fehlenden Plänen für die Zeit nach der Bauphase. Hinzu kommen Beschränkungen durch mehrere beteiligte Ressorts wie Forst- und Nationalparkbehörden.
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Der Ausschuss pocht auf eine enge Einbindung der Gemeinden vor Ort. So sollen Arbeitsplätze und Einnahmen entstehen – für die Dörfer und den Staat gleichermaßen. Die weitere Koordination hat das Gremium jetzt in Auftrag gegeben.
Klärung der Zuständigkeiten als nächster Schritt
Nach der Sitzung beauftragte der Ausschuss die zuständigen Stellen, die Verfahren zur Wiederbelebung verlassener Attraktionen zu klären. Die Koordination zwischen den Ministerien und Behörden soll bald konkrete Ergebnisse bringen.
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Das KI generierte Symbolbild dürfte das „Tiger Kingdom Phuket“ nicht besonders erfreuen. Wenn man die googelt kommt folgende Antwort:
„Tiger Kingdom Phuket ist eine bekannte, aber stark umstrittene Touristenattraktion in Kathu, bei der Besucher Tigern in Gehegen sehr nahe kommen und Fotos mit ihnen machen können…Die Attraktion ist laut Google Maps sowohl an Wochentagen als auch am Wochenende durchgehend sehr stark besucht, besonders von morgens bis zum Nachmittag.“
Aber ich kann verstehen, dass man diese „Attraktion“ gerne wie auf dem Symbolbild haben würde.
✌️