PAI, THAILAND – Eine ausländische Touristin ist in der nähe des Ortes Pai in eine tiefe Schlucht im Pai Canyon (Kong Lan) gestürzt und von Spezialkräften mit einer aufwendigen Seilrettung lebend geborgen worden. Rettungskräfte brachten die Frau nach der Erstversorgung vor Ort in das Krankenhaus Pai, während die lokalen Behörden eine erneute Debatte über Sicherheit an dem bekannten Naturspot ankündigten.
Unfall im Pai Canyon
Der Unfall ereignete sich am Morgen des 30. Januar 2026 gegen 08:30 Uhr, als die Frau auf den Sandsteinformationen von Kong Lan unterwegs war.
Sie rutschte an einer steilen Stelle aus und stürzte in eine tiefe Schlucht, die sich unterhalb einer schmalen Stelle des Canyons erstreckt.
Schwierige Rettung aus großer Tiefe
Einsatzkräfte der Thung Yao Subdistrict Administrative Organisation rückten gemeinsam mit der Pai Samakki High-Angle Rescue Team zu der schwer zugänglichen Unglücksstelle aus.
Aufgrund des steilen Abbruchs mussten Retter mit speziellen Seiltechniken in die Schlucht abgelassen werden, um die verletzte Touristin zu sichern und nach oben zu bringen.
Gefährliches Gelände mit bekannten Risiken
Der Pai Canyon, lokal Kong Lan genannt, ist eine populäre Sehenswürdigkeit bei Pai in der Provinz Mae Hong Son, zeichnet sich aber durch steile, ungeschützte Abhänge, schmale Grate und rutschige Passagen mit losem Geröll aus.
Laut Behörden kommt es dort trotz aufgestellter Warnschilder in gefährlichen Bereichen nahezu jedes Jahr zu Stürzen von Besuchern.
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Medizinische Versorgung nach der Bergung
Nach der erfolgreichen Rettung aus der Schlucht stabilisierten die Einsatzkräfte die Frau zunächst direkt an der Kante des Canyons.
Anschließend wurde sie in einem Rettungswagen in das Krankenhaus Pai gebracht, wo Ärzte ihre Verletzungen weiter untersuchen und behandeln sollten.
Reaktion der Behörden und offene Fragen
Verantwortliche Stellen erinnerten daran, dass Besucher an natürlichen Attraktionen wie dem Pai Canyon besondere Vorsicht walten lassen müssen, da Erosion, ungesicherte Kanten und wechselnde Bodenverhältnisse erhebliche Risiken bergen.
Trotz vorhandener Beschilderung haben wiederholte Unfälle Forderungen lokaler Guides nach zusätzlichen Sicherungen wie Barrieren oder klar abgegrenzten Aussichtsplattformen verstärkt, ohne dass bisher konkrete Maßnahmen zugesagt wurden.
Mögliche Konsequenzen für andere Naturspots
Nach Berichten von Khaosod wollen Tourismus- und Sicherheitsbehörden in den kommenden Tagen bestehende Strategien zur Risikominimierung in Kong Lan und ähnlichen Naturgebieten überprüfen.
In geplanten Treffen sollen mögliche Verbesserungen bei Hinweisschildern, Besucherführung und baulichen Sicherungen diskutiert werden, deren Ergebnisse auch für andere Naturziele im Norden des Landes richtungsweisend sein könnten.
⚠️ Abenteuer oder unnötiges Risiko – wie sicher sind Naturspots?
Steile Klippen, loses Gestein und immer wieder schwere Stürze. Trotz Warnschildern kommt es regelmäßig zu Unfällen. Jetzt wird über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen diskutiert.
Sollten gefährliche Aussichtspunkte stärker gesichert werden – oder gehört ein gewisses Risiko einfach zum Abenteuer dazu?
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