SA KAEO – Fünf Koffer voller Puppen, darin mehr als 100.000 bunte Ecstasy-Pillen. Die Einwanderungspolizei hat an einer Tankstelle drei ausländische Männer hochgenommen, die den kuriosen Schmuggel kaum glaubhaft erklären konnten.
Stoffpuppen als Drogenbunker
Der Tipp kam von einem verdeckten Ermittler. Zwei junge Pakistaner, 24 und 19 Jahre alt, sprachen den Beamten an der Tankstelle an und wollten einen Transport nach Bangkok organisieren.
Dem Ermittler kam die Menge an Gepäck sofort spanisch vor. Er alarmierte ein Unterstützungsteam, und als die Uniformierten eintrafen, flog der Schwindel auf.
Fluchtversuch ins Leere
Bei der Durchsuchung versuchte einer der Männer zu fliehen. Die Beamten schnappten sich den 19-Jährigen und seinen 24-jährigen Kompagnon samt den fünf Koffern und brachten sie auf die Wache in Sa Kaeo.
Im Gepäck stapelten sich Stoffpuppen. Der Inhalt: Ecstasy-Tabletten in allen Farben, fein säuberlich im Spielzeug versteckt.
Markenzeichen der Unterwelt
Einige Pillen waren mit „Louis Vuitton“-Schriftzügen und Kronen-Symbolen geprägt. Für die Ermittler ein klares Indiz, dass hier ein internationales Drogennetzwerk die Finger im Spiel hat.
Alle drei Männer machten einen Drogenschnelltest – sämtliche Ergebnisse fielen negativ aus. Gültige Einreisedokumente konnte keiner der Festgenommenen vorzeigen.
Dritter Mann gefasst
Die Fahndung nach dem entkommenen Verdächtigen dauerte nicht lange. Kurz darauf klickten auch bei einem 45-jährigen Inder die Handschellen.
Die Polizei geht davon aus, dass Thailand bei dieser transnationalen Operation als Verteilpunkt diente. Die Ermittler prüfen jetzt, wer hinter dem Schmuggel steckt und wo die Pillen herkamen.
Gruselige Vorgängerfälle
Die Polizei erinnert an ähnliche Fälle mit derselben Masche. Im August letzten Jahres wollte ein Thailänder Kristall-Meth in Souvenirpuppen versteckt nach Japan schmuggeln.
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Noch dreister war ein Fall im Februar 2024: In Nong Khai fanden Beamte Heroin im Wert von über 20 Millionen Baht, eingegipst in Keramikpuppenstatuen. Damals wurden laotische Verdächtige festgenommen.
Kampf gegen internationale Netze
Die Menge der jetzt sichergestellten Drogen deutet laut Behörden auf ein professionelles Kartell hin. Die Versorgungsrouten sollen jetzt lückenlos zurückverfolgt werden.
Die Ermittlungen sind in vollem Gang, um weitere Hintermänner zu identifizieren und die Lieferkette zu zerschlagen.



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