NONTHABURI – Ein Streit um eine Kühlbox auf einem Gehweg eskalierte so heftig, dass ein 67-jähriger Ladenbesitzer Beamten mit dem Tod drohte. Jetzt ist die Sache ohne Strafe vom Tisch, doch der Schock sitzt tief.
„Ich schieße euch in den Kopf“
Es war der 23. Juni gegen 17 Uhr, als Ordnungskräfte der Gemeinde Bang Bua Thong in Nonthaburi anrückten. Anwohner hatten sich zuvor mehrfach darüber beschwert, dass Waren vor einem Lebensmittelladen an der Bang Phai-Nong Phao Ngai Road den Fußweg komplett dicht machten.
Ohne große Vorwarnung, so die Familie, wollten die Männer die Eiskühlbox und andere Gegenstände beschlagnahmen. Das brachte Ladenbesitzer Sawaeng derart in Rage, dass er die Beamten anbrüllte: „Versucht es zu bewegen. Wenn es jemand wagt, es zu bewegen, schieße ich.“
Bodycam zeichnete die Wut-Attacke auf
Die Situation drohte völlig aus dem Ruder zu laufen. Laut den Beamten steigerte sich Sawaeng weiter in seinen Zorn hinein und machte ernste Drohungen gegen die Einsatzkräfte. Die Polizei musste zur Bang Phai-Nong Phao Ngai Road eilen, um eine Eskalation zu verhindern.
Die erschütternden Sätze sind nicht nur Erinnerungssache – die Bodycams der Gemeindebeamten liefen mit und zeichneten die gesamte Konfrontation auf. Das Material sicherten die Beamten umgehend als Beweis.
Ehefrau: „Er hat gar keine Waffe“
Wenig später folgte die Ernüchterung. Sawaengs Ehefrau Sripraphai ruderte für ihren Mann zurück und erklärte, der 67-Jährige besitze überhaupt keine Schusswaffe. Die Todesdrohung sei eine Kurzschlussreaktion gewesen, weil die Beamten einfach ohne Ankündigung die Kühlbox mit den Getränken und dem Bier abtransportieren wollten.
Sie betonte, ihr Mann habe seinen Fehler schnell eingesehen und sich bei den Einsatzkräften entschuldigt. „Er hat zugegeben, dass das, was er gesagt hat, falsch war“, so die 41-Jährige.
Gemeinde drückt ein Auge zu
Trotz der massiven Bedrohung bleibt der Fall für den Ladenbesitzer glimpflich. Wohan Yasarnwan, Leiter des Ständigen Sekretärs der Stadtverwaltung, erklärte, Sawaeng habe zugestimmt, die Ware sofort zu entfernen und den Fußweg künftig komplett frei zu halten.
Die Behörde verzichtet aktuell auf eine Strafanzeige. Sollte der Gehweg jedoch erneut blockiert werden, wird nicht nur die Drohung strafrechtlich verfolgt, es droht dann auch eine Geldbuße von bis zu 10.000 Baht laut dem Gesetz für öffentliche Sauberkeit und Ordnung.
Fußweg wieder frei
Gemeindebeamter Akkarit Sukmano bestätigte, dass der Einsatz erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Bereich vor dem Laden ist inzwischen vollständig geräumt, sodass Fußgänger wieder ungehindert passieren können.
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Die Aktion der Beamten erfolgte aufgrund von Anwohnerbeschwerden über blockierte Gehwege. Gemäß Section 19 des Public Cleanliness and Orderliness Act können Unternehmen bei Blockierung öffentlicher Gehwege mit bis zu 10.000 Baht bestraft werden.



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