Thailand jagt illegale Reisebüros und Guides

68 illegale Firmen und 129 schwarze Schafe unter Guides wurden aufgedeckt, um Abzocke zu verhindern und Thailands Ruf als Reiseziel zu stärken.

Thailand jagt illegale Reisebüros und Guides
KhaoSod

BANGKOK – Das Tourismusministerium hat in der ersten Jahreshälfte landesweit Tausende Reiseunternehmen und Guides ins Visier genommen. Das Ziel: Illegale Touren, schwarze Schafe und getarnte ausländische Firmenstrukturen aus dem Markt zu drängen.

68 illegale Reisebüro, 129 schwarze Schafe unter den Reiseleitern

Bei 3.187 Kontrollen vor Ort nahmen die Beamten vor allem Reisebüros und deren Angestellte genau unter die Lupe. Die Bilanz der ersten sechs Monate: 68 der 1.962 geprüften Unternehmen agierten außerhalb des Gesetzes.

Noch deutlicher fiel die Quote bei den Reiseleitern aus. Von 1.225 kontrollierten Guides fielen 129 durch. Sie besaßen entweder gar keine Lizenz, trugen ihren Ausweis nicht sichtbar oder konnten keinen gültigen Arbeitsauftrag vorzeigen.

Die 51-Prozent-Hürde und die Nominee-Falle

Ein Kern der Razzien war der Kampf gegen sogenannte Nominee-Strukturen. Dabei schieben ausländische Investoren thailändische Staatsbürger als Strohmänner vor, um die gesetzliche Mehrheitspflicht zu umgehen.

Das Gesetz schreibt klar vor: Unternehmen müssen zu mindestens 51 Prozent in thailändischer Hand sein. Auch die Geschäftsführung ist mehrheitlich mit Thailändern zu besetzen. Betreiber ohne Lizenz oder ohne einen Guide für die gebuchte Reise riskieren empfindliche Strafen.

Chaturon kündigt zweite Welle an Kontrollen an

Für die kommenden Monate stellt Generaldirektor Jaturon Phakdeewanich eine weitere Verschärfung in Aussicht. Die Beamten seien angewiesen, die Einhaltung der Gesetze streng und ohne Pause zu überwachen.

Ziel sei es, die Abzocke von Urlaubern zu verhindern und den Standard thailändischer Dienstleistungen gezielt auf ein internationales Niveau zu heben. Das Vertrauen der Reisenden stehe im Mittelpunkt.

Appell an Firmen: Lizenzen rechtzeitig verlängern

Das Amt ruft Unternehmer zur strikten Einhaltung aller Vorschriften auf. Die Lizenz zur Ausübung des Reisegewerbes muss zwingend gültig sein und kann 30 Tage vor Ablauf verlängert werden.

Reiseleiter haben dafür ein größeres Zeitfenster: Sie können die Verlängerung ihrer Lizenz bis zu 120 Tage vor Ablauf beantragen. So soll sichergestellt werden, dass niemand durch ein abgelaufenes Dokument in die Illegalität rutscht.

Behörde bittet Urlauber um Mithilfe

Das Tourismusministerium setzt bei der Jagd nach schwarzen Schafen auch auf die Augen der Öffentlichkeit. Verdächtige Vorfälle mit Guides oder unseriösen Anbietern können direkt gemeldet werden.

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ZUM ANGEBOT

Hinweise nehmen die Beamten über ihre offizielle Facebook-Seite oder per E-Mail entgegen. Jede Meldung helfe, die Kontrollen effizienter zu machen und den Markt flächendeckend zu überwachen.

Thailand will sein Image als Premium-Reiseziel schärfen

Die breit angelegte Säuberungsaktion dient nicht nur dem Verbraucherschutz. Sie ist ein zentraler Baustein, um das ramponierte Image durch Billig-Touren und Betrugsfälle langfristig zu reparieren. Am Ende der zweiten Jahreshälfte soll die Branche sauberer dastehen. Die Sicherheit und Qualität der Reisen sollen ein Niveau erreichen, das Thailand wieder uneingeschränkt als Weltklasse-Reiseziel positioniert.

Lesen Sie auch: Warum Thailand unter die Haut geht – und nie ganz loslässt

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Quelle: Khaosod Thai
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