BANGKOK – Thailand will die Autosteuer grundlegend neu ordnen. Geplant sind höhere Abgaben auf importierte Elektroautos und niedrigere Steuern für in Thailand produzierte E-Fahrzeuge. Das Finanzministerium will bis September 2026 zu einem Ergebnis kommen, um Investitionen, Arbeitsplätze und die heimische Autoindustrie zu schützen.
Importierte Elektroautos sollen teurer werden
Finanzminister und stellvertretender Premierminister Ekniti Nitithanprapas kündigte an, die Steuer auf Elektroautos aus dem Ausland anzuheben. Für E-Fahrzeuge aus thailändischer Produktion soll die Abgabe dagegen sinken.
Die Regierung will damit Hersteller dazu bewegen, Fabriken in Thailand zu bauen und ihre Produktion im Land auszubauen. Thailand produziert bereits Elektroautos und exportiert sie in andere Länder.
Steuervorteil für Fabriken und Arbeitsplätze
Die neue Regelung soll Unternehmen belohnen, die in Thailand Fabriken errichten und Arbeitsplätze schaffen. Auch der Einsatz heimischer Bauteile, der Technologietransfer und der Aufbau weiterer Industriezweige sollen bei der Steuerpolitik berücksichtigt werden.
Nach Angaben des Finanzministeriums soll so verhindert werden, dass Autobauer ihre Produktion aus Thailand in andere Länder verlagern. Gleichzeitig will die Regierung neue Hersteller und Zulieferindustrien ins Land holen.
Freihandelsabkommen sorgen für Wettbewerbsdruck
Bei der Überarbeitung geht es auch um den Unterschied zwischen importierten Fahrzeugen und Autos aus thailändischen Werken. Fahrzeuge aus Ländern mit einem Freihandelsabkommen mit Thailand können in bestimmten Fällen von niedrigeren Zollabgaben profitieren.
Dadurch können ihre Einfuhrkosten unter denen anderer Fahrzeuge liegen. Das Ministerium prüft deshalb die Verbrauchsteuer als Mittel, um den Wettbewerb zwischen Importeuren und Unternehmen mit Produktionsstandort in Thailand auszugleichen.
Verbrauchsteuer soll Zollregeln ergänzen
Mit der Verbrauchsteuer will die Regierung die Wettbewerbsbedingungen beeinflussen, ohne die Zollverpflichtungen aus den Freihandelsabkommen zu verletzen. Gleichzeitig könnte der Staat dadurch zusätzliche Steuereinnahmen erzielen.
Finanzminister Ekniti beriet dazu mit Ständiger Sekretär des Finanzministeriums Lawaron Saengsanit und dem Generaldirektor der Verbrauchsteuerbehörde, Pornchai Thirawet. Das Ministerium soll nun die Einzelheiten der neuen Autosteuer ausarbeiten.
Vorbild ist die Steuer auf importierte Waren
Ekniti verwies auf eine Regelung der Zollbehörde, nach der seit dem 1. Januar 2026 Abgaben auf importierte Waren bereits ab dem ersten Baht erhoben werden. Für den Staat werden daraus Einnahmen von rund 3 Milliarden Baht erwartet.
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Die Maßnahme soll nach Regierungsangaben nicht nur Geld einbringen, sondern auch thailändische kleine und mittlere Unternehmen vor importierten Waren mit Steuer- und Kostenvorteilen schützen. Ein ähnlicher Ansatz wird nun für die Autosteuer geprüft.
Entscheidung bis September 2026 geplant
Die neue Steuerstruktur soll ein faires Spielfeld für Unternehmen schaffen, die fertige Fahrzeuge importieren, und für Autobauer, die in Thailand Produktionsstätten betreiben. Die Regierung verbindet damit den Erhalt der bestehenden Fertigungsbasis und zusätzliche Investitionen.
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Das Finanzministerium will die Prüfung beschleunigen und bis September 2026 zu einer Entscheidung kommen. Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.


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